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[1] (1665)
Entstehung
Seite
45
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Wi»

Vom Meißen-

patmarurn.

, ,< kompt die'Schwalbe/und umb(^>n

c>,sieugt sie wieder weg.

fömpt/ und Charfreyrag.

Mdcr weg Wenns an: Charfreytag reg net/ so solls ein gul Jahrfleucht. bedeuten. ?l>n guten Fremag hal der Raad feine Jun-gen/allein daß sie noch weiß seyn.

McgenaM

Lharfrey-tag was er

b^eut. Wenn?! amOstertage regnet/s»s)lls mehr Sonlaße^cdcuklMg regnen / als sci'ön s.yn / zwischen Ostern und Pfingsten.iMneöam Und sollT!angrlwerden an dUrren Futter/ nach OsternOslertag fompc die Schwalbe und der Guckuck/ Item/der graweregnet. McheS / das lst ein weisser Vogel / derkombt balde nachOstern/ und alsdenn legen erst die Bawren und Fischerihre Handschuch weg. DieserVogel wird in den Reusengefangm / denn er kreu ht den Fischen nach M die Reu-sen/ und ersäufst drmnen / darnach essen ihn die Fischer/Kenn sie haltcnvielvon seinem Geschmack-

Ich will auch h-emrt umb die Oesterliche Zeit allenfrommenChristlichenTeologen/Schuldienern undl^-z-t^lloi'chus arcium Zc lmvuzium, in den Universitäten/ZiNd sonderlich den frommen ?ocreu und Oraroiibuz.die gute fette Kälberne and Lambbraten / samptdenü-fterfladen und ein gut Kannlem rernen/köstlichen/alten/unversalschten/wolriechenden/wolschMackenden Rhein-wein treulich commencluc, und befohlen haben/ daß sie<inmal mulcis MZ^NIS cxznrlucis , in

Gottesfurcht samptjhren Werbern und Kindern stö-lieh und guter DtNg seyn. iLmcl IN znnci riclcc^ullo. üc.I^unc 5>-on6cnri?I vz: nunc 5czrmc>^xtimnsZllnuz.ZzIvefeli^^ies.Lcc. Denn solche Fröllchkett d:eimHErmgeschicht/kanGottwolleyde/K>Ur>5au>mu5

virz el^. ?rov cc>i cvavivium f>e^^>cruu>n

l^rovclli.ls. Lr l^ülu5 3cl Azucliam inrei fra-

6^ us 5j) 111luzreceulc o.

Z^lcorian^.

'i'zbzcum Umb Marize Verkündigung / so bald sich die SaezeilrmKraut anläst/sollmandre I^Iicori^u^in oder 1°zdzcum, in denwieeöge- Garten nn fetten Acker saeii/welchesein L^zio^rricum,M/und ein edel und wunderlich Wunderttaut ist/ und erfrieretIvaSeönü- nicht ieichclich/denn es gehet langsam auff. Diß KrautHet. soll ein jeder Haußwirth ;n seinem Hause haben / dennder Safftdarauß getruckt / und in eine Wunde getwuf-felt/heilet gewaltig. Van mag auch wol das zerdrückteKraut mir aussdle Wunden legen. Bey diesem Krautsoll man die grossen Wunder Gottes bedencken / daß esso ein kleinen germgenSamen hat/kleiner denn ein Kres-sen oder Mmoransame immer ftynkan/ und wachst dochso ein groß Kraut berauß/das hoher ist dann ein Mann/und hac Stengel/fast eines Armes dicke/und viel schönerBlumen/fast wie Nelcken Mit diesem Kraut kan einercolltcn^die Beschreibung deß Scuffs/ Marc.4,zt.von welchen Christus fast das redet / das man vom Ta-baco sagen könd.Ich halte aber darvor/daß Christus amgemeldten Ort redet von Krämern / diLmanlmIüdt-fthen Landegehübt/ und die dem gesneinen MannezuMmeisten bekandt gewesen seyn t uudnichtumvcrl.-,!ircrvon allen Krauttr / daß unter allen denselben das Senff-korll aujfs höchste auffwachsen soll. Ss mags auch wolim Irdische Lande/welches ein sehr fruchtbar Land war/grössere gehabt haben / als wir bey uns in diesenLandern haben/sonderlich weil Christus saget/daß er sol-che groj-, Iwe?gc bekomme / d^ß a^ch dle Vögel umerdem Himmel / unter semem Schatten wohnen können.Also seyud Engeli-che Hunde und Schaafe viel grösserund stärcker/dmn unsere Schwätzer Kühe/' und Rugia-- Nische Gänse grösser/denn unsere Indianische Ameisen/und Ungensche Lause grosser denn unsere / so mag auchwol unJüdischen Lande grösser und höyerSenffgewach-sen seyn/denn uussr ist.

Diß Wasser/ das auff der Wintersaat stehen bleibet/schadet d.r Wintersaat nicht biß anssMari-c Verkündi-gung : Wenns aber länger droben stehen bleibet/so scha-dets ihr sehr.

Bonden Innern»

Wenn um'> diese ?eit die Hüner legen und brüten/soll mandke Eycrschaleu auffh/ben/und diejeuigen/dar^

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auß zunge Hünr kommen seyn/ allein zusammenlegen/die andern auch alleine: Denn derKalck von den Eyer-schalen ist gut und nützlich/und kan zurAryneyen/und zuSand in den Geigern gebraucht werden: Man nennecsc-slccni <!<- reüis ovc»um.Kalckvon Eyerschalen.

Von Bienen.

Wiewol etliche Bienkuth mchr wollen / daß msn die

Bienen über Winter Weisen soll/den sie lassen sich bedün- Viene wiecken/man mache sie nur faul zur A.btil:So hab ichs de ch sie zu erhglimWerckbefunden/daßes mcht unnsthig sey/die junge t en,Bienen/die man erst das Jahr in ditStöcke bracht/überWinter nnt Honig zu speisen/biß in den Majum. Dennsie tragen über Sommer in ihre newe Herberge so vielnicht ein/dz sie sich den folgenden Winter durch erhaltenköndren/ sonderlich was schwäche und geringe Schwär-me gewesen seymwas aber alte Bienen ftyn / den lassenetliche den Honig über Winter/ und schneiden sie erst imFrühling. Will man im Herbstschneiden/so muß manihnen gleichwol noch so viel Homgs lassen / daß sie sichden Winter durch bchclffen können. Aber auffjungeBie-nen muß man Achtung geben/ daß sie den Winter durchnicht erhungern biß auff WalpurgiS / denn nach Wal---purgis erhungern sie nicht.

Regel vonWnsitmblmig der

Krauter.

Alles was einer von Krautern und Blumen/ Same»und Früchten zur Artzney will einsamblm / das thue er/wenn der Mond abmmpt/ denn zur selbigen Zeit sind siebcsser/ligm auch länger/und sind tawrhafttiger.

Vsn den Lampreten.

Im Frühling sind die Lampreten am besten. Äuß demFischekan ein Fackel gemachtwerden. ^iTslöuz

Im Frühling werdenvielAhl gefangen / sonderlichwenn der Bawer Erbcß und Haber gesaer hat / die essensie gerne / und spatzkeren alsdenn her.mß :n die grüneSaat/ da muß man ihnen alsdenn auff den Dienst war-ten/und sie willkommen helssen.

Herin g /Bvtden/Lachs / Dorst.

So balde im Frühling die frische Hering gefangenwerden/so bald folgen die Butten/, das seynd frischePla-teiß/wie man sie auß dem Wasser sähet/) Item/der fri-sche Lachs/und der ftische Dorst / sonderlich in den Ses-statten.

VymArnnenÄ.ach6/Dsrsch/ lmdder^

gleichen Fischen.

Nun pflegetman grünen Lachs/grünen Dorsch/grü-nen 5?ermg /und andere gute Fische mehr zu fangen/undhäufftg mtt Fudern in die Statte zu bringen / daß manofft grosse fette Lachse einen umb einen Thaler kauffenmuß /Ja ich habe einen beym Klimtteno zu Hamburg/gessen /der gestunt Neun Thaler / welches ich dem stam-men kl-mtterio zun Ehren nachrühmenmuß/ und dar-neben bekennen /daß es ein henllch Essen war.

Von Bohnen stehen.

Die pfleget man auch im Ende deß Martii m dieTe- ^ö^lN Dtze^arten zu stecken/an den Bethen umbher. Man legt sie locken,erstlich em Tag oder zween m Wasser / darnach stichtman nur mit dem Daumen ein Loch in die Erde / undwkrfft die Bohnen hinein/ und drückt die Erde oben drü-ber Herzu/Man setzt sie nicht wett von einander/ denn esmmpt Nicht Viel Naum em.

Von rvelMtt R ohl

Man säet den Samen in drr Marterwschen / versetzt ^ ^7....die Pflantzen auff S.Urbani / und lasset den Acker zwey- ^mal graben/und emePflantzevon der andern anderthalb ^

Sckuch weit setzen/ dz eine vor der andern wol ausswach- w-rdsenkan- Über z.Wochen hernach behäussetman sie wie-''' ^ ^der / und umbhacket die Erde drunter fem lose auff/tuePflantzeN sollen aussOerter / davorMitrcgekeme odergar wemgSonne hrnschemet/gefttzt weroeli/denn sie dieSonne den gantzen Tag nichr ertragen können/wie auchims.Buch Occonc)m!X am lö.Cap.vermeldetnnrd,

VsnRalmusi.

Nimb eine frische Wurtzel / etwa» in der Osterwo^che /ldenn da psieget man sie zu versetzen^ ander Wurzel

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