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Th. 1 (1716)
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842
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Des Adeltchen Land - und Feld - Lebens

Schwindsüchtigen über die massen wohl/ mildert dentrockenen Husten/ löschet den grossen Durst / stillet dieEntzündungen der Leber und des Miltzes; und hält/des Tages osst und viel getruncken/die langwührigeDurchbrüche des Bauchs zurück.Zu welchen allen dervon der Blumen gemachte Zucker auch gewaltig wirdgerühmet.

Natturtium squaticum plcno korc, Bronnenkreßmit gefüllten Blumen/Hab ich allein bey dem Holländi-schen Gärtner/ joksnn von der Lrocn, gefunden / dernur dieses davon meldet/daß es gern an feuchten Or-ten des Gartens stehe/und im Septemter voneinan-der gerheilt und also sortgepflantzt werde. Weilen

nenkresses vorher nicht viel gedacht worden / will ichallhier mit wenigen den Gebrauch in der Artzney an-zeigen.

Ist warm und trocken im andern Grad / wann erfrisch und grürust / der dürre aber ists um einen Gradmehr. Der Saame im Wein getruncken / ist gut wt-der die l)>lurism. ist nutzlich/wie Salat gegessen/de-nen / die einen kalten Magen haben / treibt den Stein/befördert die^cnK».ist nützlich wider dieVerstvpffun-gen der Leberund des Miltzes/dienet wider den Schor-bock und die Wassersucht; das Kraut zerstoßen undüber Nacht übergelegt / vertreibt die Fleckten und Un-einigkeiten der Haut/doch daß es Morgens wieder ab

aber der gemeine Bronnkreß ein schlechtes Blümlein gewaschen werde. Die Salsen ist auch zu allen diesenweisser Farb bringt / kan nichts sonderbares daher in dienlich,die Gärten gebracht werden. Doch / weil des Bron- /

xciv.

tiloiclla, ?IancaAo rotea, ?rimulX Vcriz Ullö ?rarmica.

v^Uofella, Mäusöhrlein / Dueatenröslein / wegenihrer schönen goldfärbigen zierlichen Blumen/diemit der gelben Blühe wächst überall an dürrenund magern Orten/ sonderlich an steinichten Hügeln/und ungebauten Feldern. Die Pomerantzen-Farbeaber wird mit Fleiß in die Garten geziegelt / bedarsskei-nen sonderlichen Grund / noch viel Wartung/ ver-mehret sich selbsten durch eignen Saamen / und durchBcysatze.

Es ist noch ein anders Kraut / ?iios<-liz violcon.6is. welches doch etliche für eine Spcciemhalten/ mit kleinen blauen Blümlein/ weil es aber über-all in Feldern wächset / wird es nicht in die Garten ge-bracht.

Unftre ?iloleii- ist der Eigenschasst wie die gelbe/vertrocknet/ remiget/ zieht zusammen/zühlet und heilet.Die Schaafe / welche viel davon fressen / sollen starckverstopfst werden / daher sich die Hirten vor solcherWeide vorzusehen; vertreibt sonsten die Ruhr / und istein gutes Wundkraut.

kiantaxo rosea. Rosenwegricht/Hat denNam en da-her / daß seine grüne Blätter / mit ihrer Zusammenfü-gung / scheinen eine grüne Rosen fürzustellen.

Die andere Art aber/ so auch das EychstädtischeBuch fürstellet/möchte wol l'lantzzo p^ramiciaii, ge-nennet werden / steigt etwas höher/verlihrt sich nachund nach/ und werden die unzahlbaren Blätlein je län-ger je kleiner / so aber keine Blumen / sondern nur einSpiel der Natur ist/ dameben treibt sie ihren Sten-mit dem Saamen / wie der gemeine Wegricht/hat gern guten feuchten Grund/ und kan so wol vondem Saamen/ als Zertheilung der Stöcke / vermehretwerden.

?rimui«Veri»,HimmelschlüM/die gemeinen wach-sen überall auf den Aengern undWiesen/die dicken aberwerden in die Gärten gebracht / sind hoch - und bleich-gelb/ von kurtzen und niedern Stengeln / theils mit vielzusammgesetzten auf einem Stengel stehenden / theilsaber nur mit einstämmigen Blumen/theils haben einenlieblichen starcken/ theils einen subtilen und schwachen/theils aber gar keinen mercklichen Geruch/etliche haben

gedoppelt ineinander gesteckte Blumen / etliche / so ausEngelland kommen/ sind fast grüngelb.

Sie blühen gar frühe gleich bey angetrettenemFrüh-ling/sehen fast aus wie >uricuis l.ir5,, ausser daß dieseein dickers fetters Kraut zu haben pflegen; wollen eingutes und feuchtes Erdreich und genügsame Sonnenhaben/oderes muß ihnen durch Begiessung geholssenwerden/ im Frühling theilt man die Stöcke voneinan-der/ so auch im September geschehen kan.

Es sind auch fremde gefüllte Schlüsselblumen/ mitrothen Dolden und mit Kindern / blühen im Frühlingzeitlich/ und im halben May ist die Blühe meistentheilsvergangen / und die Blatter vergehen auch / aber dieWurtzen starckt sich in der Erden/und treibt gegen demFrühling wieder aus/ müssen aber des Winters einge-setzt werden/mehren sich durch Zertheilung und Zerreis-sung der Wurtzen.

ptarmics, ist eine Gattung von Bertram / kan auchin dessen Ermanglung mit grossem Nutzen / wie Oü-

rantes