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Th. 1 (1716)
Entstehung
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Aip/andenHalk/dastst/ für das Keuchen und schwerrcn Athem/ daher es auch HzntWraut von etlichen ge--nennetwird. Vor Berstopffung der Leber / auch fürW-ißer-und Geelsucht / inach emvccoZumvondenBlättern / mit Wem oder Wasser / trmck täglich einpaar Gläslein davon / darzu können auch die klein ge-schnittenen Reben oder Wurtzen gebraucht werden ;OSer nimm der Blätter zwey Hand-voll/ Rhabarbara?. Loth dürre Gtrvnen-Schalen 2. Quintel / zerschneides / und thue es in em leinen Säcklein / häng es in einSeide! guten Wem/ undtrinckalle Morgen ein Gläs-lein davon; gestoben und aufdie Fisteln der Augen ge-legt/ heilet sie. Wann man inwendig/ durch Fallenoder Stössen/verletzet worden ist/ so nimm 2. Loth aus-gepreßten Safft von diesem Kraut/ und gibs mit Weinauf einmal ein^ mit Wein gesotten und getruncken / be-^ Mmmts die Geelfiicht; der Safft von den Beeren äus-serlich angestrichen / vertreibt Äe Masen und Flecken-im Angesicht und am Leib; das Kraut mit Essig undHonig gestoßen / und sich damit geschmiert/ vertreibtdas Beißen und Krätzen der Haut.

Aqyenmüniz / ^entlis Lzttaria oder ?elm3 ,wächset gern an ungebaueten feuchten Orten / und istvon etlichen Gattungen/ doch einerley Wirckung/ dieFrantzosen nennens au Lbsl, weil die Katzendiesem Kraut / wie auch dem Baldrian und demklizre vcro sonderlich nachtrachten / ist subtiler Lud.Nan?, warm und trocken/dringet durch/ und machtHünn/ im Wein gesotten und getruncken/ macht esschwitzen / klcnlss pro vocat, stillet das Mutterwehe /leibet Gisst aus / vertreibet die Fieber/ tödtet dieWurm/ reiniget die Brust von den zähen Schleimen/erwärmet die erkalteten Nieren/ starcket das Gesicht/den Magen und die Glieder, öffnet die Verstopfungder Leber.

Das distillirte Wasser macht ein klares Angesicht /und vertreibet die Flecken und Mähler/ zertheilet dieBläste und Winde / tilget die langwührige Haupt-Schmerken / Schwindel/ Erstarrung der Glieder /Schlaffsucht/ Krampff/ hinfallende Seuche/Engig-keit der Brust/Keuchen und schweren Athem; der aus-gepreßte Safft in die Nas-Löcher gezogen / zieht ausdem Hirn alle böse Feuchtigkeiten/und macht ein scharf-fes Gesicht.

LNeerlmsen < rvasserkinsett/ l.ens pzllul!ris. O.

Becher sagt/es sey nichts anders als einWaßer-Moos/oder Fettigkeit des stillstehenden Wassers / schwimmetoben/ und schwebet daher ohne Wurtzen/ ist immerdargrün/ und gern auf stillen Waßern/ haben fast die Na-wr gleich den Hühnerdärmen / sind kühl und feucht imandern Grad/stillen die Entzündungen / wie auch dashitzige Geblüt; vertreibt/ äusserlich sich damit gewa-schen' die hitzige /scharsse gesaltzene Krätzen/stopffet alleBlutflüsse / die ihren Ursprung von der Hitz haben /. auch alle hitzige und Cholerische Aposteme/ santt dem

d - und Feld-Lebens

Podagra; ftm Wasserdiflilkitt und in hitzigen Fieberngetruncken / bekommt fthrwohl / und löschet trefflich;dienet auch vors Hauptwehe / emzündeten Angesichtund hitzige Geschwülsten / wann man die Meerlinsenauswendigdarüber legt/ muß aber offt erneuert werden.Meerlinsen in einem mdenen oder eysernen Ha-fen gewärmet/ und mit einem leinen Tuch tun die Füssegeschlagen/ man hat Exempel / sagt l). ?et. ^lanci. inseinem Kräuter-Buch / daß etliche durch dts Mittelgantzlich vom Podagra sind entlediget worden. DieMeerlinsen sind eine angenehme Speise der Endtenund Gänse / es fressen sie auch dieHühner gern/ wannmans ihnen heraus thut/undmit Kleyen und audermGeäse vermische.

Rohr. Es ist auch eine Art deß Wasser-Rohrs/dashat grosse breite / doch untenher dickes und fthwam-michtes Geröhricht / das in der Hohe dünn und breitwird/wie ein Schwerdt/ die Wurtzen erstreckt sich imWasser/ nach der Breiten/ wie ein Daum-oder Fin-ger-dicker Strick/.die hat unten kleine Wurtzen / da-mit es sich in den Grunde senckt / ist lind und zart;wann man diese kriechende Wurtzen heraus ziehet/einwenig von der Rinden reiniget/ und in einem Mörselstoßt / so wird sie zu einer grünlichen und weißen Sal-ben/ als ein Schmeer/ wann man solches auf ein Pfla-ster streichet/und aufhitzigeGefchwulsten undSchmer-tzen leget/wie auch auf die verrenckten Glieder/ fo machtes / daß sich die Geschwulst bald wieder setzet/und zie-het alles Wehthum aus/ mit Verwunderung; die jun-gen Augen von dieser Rohrwurtzen zerstoßen und auf-gelegt/ ziehen Pfeile/Nägel/ Dorn und Spreissen ausdem Leib; wann ein Vieh an einem Zaun oder sonstsich beschädigt und verletzt hätte / und man nur diesezerflossene Wurtzen täglich zweymal mit einem Tuchüberbindet / so heilet es gar fein/ auch wann sich einVieh an einem Glied verrenckt oder verstaucht hätte/hilfft es/ alfo gebraucht/ gleichermaßen Die grünenRohr-Blätter zerflossen und aufgelegt/ löschen dasRothlauffund wilde Feuer / und was sich sonsten vonHitz erhebet.

Das Rohr ist mehr trocken als warm; die Wurtzendavon gesotten und getruncken / treibt den Urin unddie kl-nltrua; die Wurtzen gesotten und übergelegt /heilet die Scorpionen-Stich ; die Rmden in Essig ge-sotten und angestrichen/ vertreibt äiopLcism. und dasAusfallen des Haars; wachset am liebsten in den Tei-chen. Violcvricics sagt/ daß die Wurtzen geflossen undübergelegt/ die Lenden» Schmertzen lindere.

Das pfeilkrauc / 8zZittsIis oder l.inZuz serpcn-tis. ist dem Waßerwegericht am Stand an der Blü-he und Tugenden fast gleich. C-merariu» sagt beymlviaitkioio , daß dis Kraut gut sey den Weibern /die gern fruchtbar seyn wollen ; ist grosser und kleinerArt. Wer mehr davon wissen will/ besehe die Kräu-ter-Bücher.

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