Beö AbekHen Landend Feld Lebens
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l Der Holländische Königliche Gärtner toi. 22z. gibt >noch eine andere Galtung ausAmericavon diesem Ege- i! lm oder Pfennigkraut / das kriecht aber nicht also^ aus der Erden/ sondern wächst aus einer dicken Wur-tzen recht übersich /blühet aber in diesen Landen nicht/Ml warme ^onneundmässige Feuchten /guten mitSand und Mist gemengten Grund / kan dannoch er-! licheJahr dauren; der Saame wird aus Jndiazu uns! gebracht/können aber auch seme zarte Schossen mdie' Erden eingelegt werden / da sie bald Wurtzen bekom-men; wird in Geschm gesäet / im Winter eingesetzt/und bißweilen nur lauem Regen-Wasser besprenget.
Das gemeine Egelkrautkan ^ic.^Zcrius.im ersten- Theil seiner Teutschen Apothecken / nicht gnugsam rnh-! men / und sagt: Er habe keines der andern Wund-Krauter dermassen schnell/ sauber und rein heilen se-^ hen/und er habe e6/als einen höchsten Nvhthelffer all,zeit gebraucht/und seine wunderdarliche Tugend inmanchen besorglichen Wunden gefunden/habe man-che Wund - Träncke von diesen Kraut allein / in Man-gel der andexn / bereitet/ und sey solches allzeit wol be-ton» men.
j Lquilctum , Sckaffthev hat vielerley Sorten und! Namen/ist in allen Kuchen /dasZinn zu reiben / undi bey vielen Handwerkern / ihr Arbeit zu poliren / wol^ bekannt /wächsetam gewönlichstenund liebsten anfeuchten Orten/ und trocknet gar sehr/ ohn alles Beis-sen. Vor Wunden und Geschwär der Nieren/ Bla-sen und Darmer/sagt O.Nyland:Nimm Roßschwantz/kciuilcti, drey Hand-voll/eine halbe Maas Wein /Gersten-Wasser halb so viel/ laß es mit einander bisj aufdas Drittel einsieden/ daiwn alle Tage zwey oder^ dreymal getruncken ; oder nimm den ausgepreßten! Safft (wie vonaclzeus will) gib davon taglich viermal/drey Löffel voll ein / das dienet auch für Blutspeyenund Blutharnen, vursmcs sagt/ er diene / mit Weingetruncken / zur rothen Ruhr/Darmwehe/eingewur-! zelten Husten/ Keuchen und Gemächt-Brüchen; undj daß davon distillirte Wasser hat gleiche Krafft; derdavon ausgepresste Safft in die Nas-Löcher gethan /Met das Bluten. Die Blatter geflossen/ nnd wie ems Pflaster übergelegt / heilen die frischen Wunden inkurtzer Zeit / und stillen das Geblüt. Fürs Blutaus-werssen/ Blutharnen / Durchlauff/ übermassige Mo-nat-Zeit/ alte Husten und Keuchen / nimm gedörttenRoßschwantz oder Lquilctum, pulverisire es/ und ge- >j brauche davon ein O.uintel aufeinmal mit Wein/ oderi indendavondistillirtenWasser/ oder (wie l)iylcori-clcs will bey ^x>6nclc») nimm des ausgedrucktenSafftösechs Loth / und rothen Wein vier Loth/ vermische es /und gib davon offtmals zwey Löffel voll ein.kupatorium , ZV-tssirdost/ Romgskravt/ tterbsj kunihuncks, eannabina, wird auch unter die Leber-! krauter gerechnet / wachset gern an feuchten Orten/ in^ den nasien Runsten am Wasser / wird offt mehr alszweyElen hoch / hateinenrunden/starrten braunenund rauhen Stengel / mitzerkerbten grünlichten Blät-tern/fast wie der Hanff/ doch grösser/ eines guten Ge-> ruchs und bittern Geschmacks/ oben am Gipffel trägt, es Cronen - weise stehende kleine Leibfarbe Blumlein /deren Saam verfliegt sich vom Wind/die Wurhel istzasicht und mit vielen Zincken / die gibt jährlich ihreSprossen Herfür im Julio undAugusto; von etlichen
wird es Wasser -Odermenig genannt / weites mitdem rechten Odermenig fast einerley Wirckunaleistet / ist warm und trocken im andern Grad ,kreKrasst tst oftnen/ durchschneiden /gelind zusammzie-hen / und das Geblüt reinigen / wird unter die Wund-Krauter gezehlt; wider die Wunden und Versebrun,gen soll man täglich zwey oder dreymal einen Trunckvon dem l)ccoäo dieses mit Wein oder Wasser aesot-tenen Krautes thun ; vor Versehrung der Leber/Mil-tzes und Gallen/ nimmt man dieser Bmtter drey Hand-voll / kocht sie in einer halben Maß Wasser / lässt dasdritte Theil einsieden/seihet es durch / macht es mit Zu-cker süß / und nimmt taglich zwey Gläslein voll ein-aus dem Kraut und Blumen wird ein Wasser distil-lirk/und andere mehrArtzneyen/ wie in v./ok. sosckBeckers Krauter-Buch mit mehrern zu sehen ist.
Eienstrich / potentiiis, oder ^nlerina, wachsetauch allenthalben an feuchten Orten/ist warm im ersten/und trocken im dritten Grad/zieht zusammen und stopf-fet;im Wein gesotten und getruncken / stillet es dasBlutspeyen / man kan solchen auch zu dem Schmerl-endes Ruckgrgds / Bauch und Hüffte und der Gelenckegebrauchen.
Des gedörtten Krauts Pulver in seinem eigenemWasser getruncken / curirt die Frauen von dem weissenFluß / und ist noch kräfftiger/ wann man rothe Corallenund Helffenbein-Pulver darzu thut.
Das davon gebrannte Wasser von Blumen undKraut/ist gut für die Flüsse und Röthe der Augen/auchfür die Augen-Fell/heilet Wunden /dienet zu Lenden-undRucken-Wehemit Wermuth das Kraut gesot-ten im Wein / tödetes die Würme / ist gut für dasGrimmen und Colica / so aus der Kälte entspringt/überden Nabel / im Wein gesotten / gelegt/beweget auchzum Stuhlgang; die Glieder damit gerieben/ kräfftigetund stärcket sie/das Wasser von den Blümlein alleinist gut für den Schwindel/ stärcket das Hirn / und rei,niget es/ heilet alle Wunden und Geschwär/ sonderlichim Mund und andern zarten Gliedern zu; das Krautin Essig gesotten/und warm im Mund gehalten /reutetdie Zahu-Schmertzen aus/ und befestiget sie; mit Alaunzu einem Gurgel-Wassergemacht/ hilfst dem abgefalle-nen Zäpfflein wieder zu recht.
LNoos-Blumen, oder Doeeer-Slumen Gsld-wieseo-ZSlumen/ Gchmaly-Slvmen und Mat-ten - Blumen/ wird von etlichen unrecht cb^rsantke.mum, von andern aber ^stkapaluttriz und populaZogenennt/andere halten sie für eine Lpccicm russ.isZj.n i s,ihrer Tugenden wird in wenigen Krauter-Bücherngedacht/ hatrunde aufder Erden ausgebreitete Blätter/die Blätter gleichen der Haselwurtzen/ schön grün undrund / auch glatt und umher em wenig zerkerbet;inOesterreich wird dieBlumen mit Hönigabgestossen/unwie der Zucker Rosat bereitet/dienet sonderlich zu deränßina und dem Halswehe / wächset gern in Brunn-äderichten und feuchten Wiesen/ und lassen fleißige/Haus-Mütter solche abgrasen /und ihren Melck-Kühenvorgeben/in Meynung / sie sollen Milchreich davonwerden, i-onicerus schreibt/daßdashierausdistillirte' Wasser gut sey in die hitzige geschwierende Augengethan / oder mit einem leinen Tüchlein darüber gelegt/> soll ein gewisses / Mittel seyn. Kraut u nd Blu-
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