Fünfftcs Buch/ Kuchen-und Ltttzney-Garten.
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Pflaster gemacht/ziehet cß alle,Dom undPfeil aus demLetbe.
Mettrmn / Uatncakig oder ?^rlkcnium , istwarm IM dritten und trocken im andern Grad/ erwär-met und vertrocknet massiglich/wachset gern an dürren'Orten/ daher auch leichtlich m den Garten fortzubrin-gen; das gedör:te KraurmHönig/ Estig oder Weinmit Saltz getruncken / führetausdie Cholerischen undPhlegmatischenFeuchtigkeite/hilftt wider das beschwer-liche Athemen undMelancholie/ vertreibt den <^rein.^ Der Wem/in welchem dis Kraut/mit ein wenigMuftatblühe gesotten/zwey oder drey Tage nacheinan-der getruncken/ treibt die Nachgeburt/todte Frucht /auch die /Vl^nscs; dieser Wein nntHonigmidZuckervermischt/ lindert die Hüsstwehe/ suliet die Entzün-dung der Bärmutter / zerbricht den Stein/ und HMden Nieren und Blasen/ anManns-und Weibs Per-sonen/alles Unraths ab; ein warm Bad von diesemKraut / erweichet die erhärtete Mutter/und löschet dieunnatürliche Hitz; über den Bauch warm gelegt/ ver-treibt es das Grimmen/ und ertödtet die Würmer.! Wiewol der Müs das Ansehen haben möchte / alssolte er mehr unter die Unkräuter als Kräuter gehö-ren/soll er gleichwol / wegen seiner vielerley unter-schiedenen Arten und Nutzbarkeiten / nicht ausgelas-sen / sondern seiner mit wenigem gedacht werden.Hat nach dem Ort/wo er sich befindet/seinen Namen/als Baum-Mies/Erd-Mies/ Stein-Mies/ wirdauchin den tiefen Bronnnen gefunden; dem k-wlco ar-borcv sind die Gärtner sehr aufsätzig/ weil er ihnenviel gute und fruchtbare Baume zu schänden macht /daß sie genug zu wehren und abzuschaben haben.O.Be-'cher sagt/ es seyen von allerhand Mies acht und vier-zigerley Sorten / der an Cederbaumen wächst/wirdfür den besten / sonderlich an der Farbe weiß ist/ ge-halten/ und der nächste darnach/ deramEychbaumwächset/ dienet für die Wassersucht / für die Geel-sucht und Ruhr. Baum-Mos in Wein gelegt und da-
von getruncken / machet schlaffen / und ^gt das Würgen und Brechen des Magens / tzi uucy eme guteBlut-Stillung/welches man von denen verwundetenBaren gelernet hat. Der Mos von etlichen Bäumenhat einen guten G-eruch/wird dschalben umer die wol-riechende Rauch Pulver und a- . oderHaar-Pulver gemenget. Der Erd - Mies wird auchGürtelkraut oder Bärlapp genannt / verkriecht aufder Erden wie ein Wurm / blühet mit geelen Zäpff-lein: »ieronymuz l>aZU5 sagt/dieser Mos im Wemgesotten/ und davon getruncken/ zermalme den Slein /und führe lhnaus; theils machen auch ein Pulver dar-aus/ und geben es in einem bequemen Vcwcm-. ein /das soll eben diese Wirckung leisten; dienet auch imrothen Wem getruncken/ wider d:e rothe Ruhr/ undandere d'pLcic5l.i-!'leriT und BauchftÜsse. VScariuzim andern Theil seines Persiamschen Reyß-Buches /beschreibt dieses Gürtelkraut also: Im Julio und Au-gusto findet man einen geelen Staub daran/ der zuvielen Dingen nutz ist / die Mosiowitter brauchen ihnzu ihren Freuden-Feuren/ weil es sich leicht entzündet/wie Büchsen-Pulver/sie nennen es Plauen; man kandessen eine Probe thun / wann man ein Nöhrleinnimmt/ein wenig bis Pulver darein fastet/ und durchein brennendes Wachs-Llecht bläset / und wann manklein gepulvert/ Weyrauch/ Mastix/ Agtstein / undBenzoin darunter mischet / und also durch die Flam-men bläset / so blitze: es nicht allein / sondern gibt aucheinen annehmlichen Geruch von sich; wächst gern inden Wäldern/ blühet auf der Erden/ und hatvornendreyfache / meistens aber doppelte bleich-grüne undgelblichte Zäpffieiü/Mschen denen kriechenden Rebengibtskleine miesichte Blümlein. Der Mies so in denBronnen wächst/ sonderlich in den tieften ausgemauer-ten Schöpss-Bronnen/ ist gut/aufgelegt/ wann je-mand das kalte Gesucht hat / und ihm an den Fuß-Ballen die Verbällungangreifst / osst abgewechselt /kühlet die Hitz/ und zeucht den Schmertzen aus.
Cx?. xcvlii.
Gegen Mittag: Münch-^bs^zrum, Nessel / Ochsen-zungen/ Quendel und Radden.
Unch-K.lisbarbzl'um, ttlppo-I^pztkum 8a-
ti vu m, ist eine Art der Mengel-Wurtzen / mitsehr grossen breiten Blättern/ die Anfangs wieein Knopffzusammen gehäufft/ aus der Erden sich her-fur lassen / biß sie sich nach und nach hervor thun / derStengel wird fast zwey Elen hoch/mit trauschlichtenweis-gelben Blumen/ ausweichen eindreyeckichterSaam erfolget/ die Wurtzen ist gelb-röthlicht/hat aucheinen gelben Sassc wie das K KitzgrKarum , wird we-gen seiner Schönheit m die Garten gepflantzt/ ist kal-ter und trockener Namr/ verdauet / reiniget / eröffnetund befördert; ein Quintiein dieser Wurtzen/ mit einwenig Ingwer gemisst/und des Morgens in Erbes-Brühe gebraucht/ führet die Phlegmatischen und Cho-lerischen Feuchtigkeiten aus. Der Wein/ in welchemsolche Wurden eingeweicht sind/ getrunken / hilfst denNieren alles Sands und Steins ab / wie auch dasPulver der Wnrtzen selbst eines Quintels schwer im!. Thni.
Wein getruncken/eben solchen esscH hat. DerSaamedavon/ ist einer stopffenden Art/ wird deswegen inBauchflüssen gebraucht. Die Wurtzen/ oder dasPulver davon/ ist auch sehr Min der Gelbsucht/ wieoben gedacht / mitIngwer gebraucht/ dann es reinigtsehr die gelbe Gall; dergleichen Wirckungen man inguten »erdsriismehr lesen kan.
vlllsiein/ Ultica. sind warmund trocken/und einerzarten Lubttsntz/ verdauen und stärck'en; der Saame isthitzig und trocken im andern Grad/ wie auch die B lät?ter/ diese im Wein getruncken / befördern den Harn /reinigen die Lenden/und bekräftigen / sonderlich wannder Saame in gesottenen susjen Wein getrunckenwird.
Das im Heu-Monat aus den Blumen und Blät-tern distilime Wasser/ Morgens/Mittags und Abendsauf6. Loth getruncken/ nimmt das Grimmen/ Nieren-undBiasen-Stein/auch die altenHusten hinweg/heilet/
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