Fünffteb Buch/ Kuchen - und Artzney - Garten.
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0x/acantka, Spins acuta , in Oesterreich!) eist manswilde DArnlein/ oder tNchlbecr-Stauden/ die
Frantzosennennens >' ^ubespin.wird auch von etlichenHagdorn genennet/ weil es fast das beste und bequem-llchste Gewächse ist / die GeHage und lebendige Zäunezu verfertigen/ wegen feiner dick-ineinander sich flech-tenden Aeste/ und der harten/festen und stechendenDornen; hat einen ziemlich-dicken Stammen / dieBlühe ist weiß/ Dolden - weise zusamm gesetzt / einesnicht üblen Geruchs / auf welchen runde / doch etwaslanglichte rothe/mit einer kleinen schwartzen Krön be-setzte Beerlein ersolgen ; wann sie zeitig sind / werdensie inwetidig weiß / bißweilen auch ein wenig röslicht /weich und süßlicht/werden von denKindern und armenLeuten gegessen / stehen gern in den Hecken und an denWegen.
Die Beerlein gegessen/ oder das Oecoüum davongetruncken/ stillen den Bauchwehe/ K 5cemin^umprniluvia mmia; haben also die Krafft zu trocknenund zu stopffen ; sind einer subtilen durchdringenden
Natur. Oioscoricjes rciert, äbonum 6cri, ii tcrröliicc vcntcr gut tentim fricatur sut perunZatur. Das
aus der Blühe gebrannte Wasser / wird Wider dieübrigen Flüsse nützlich getruncken/ dieselben damit zustoppen. Wann man Tüchlein in diesem Wasser netzetund überlegt / ziehet es Dorn und Spreussen gewißaus/ solches thut auch die Wurtzen klein zerstossen/ undübergelegt.
Diß Wasser soll auch gar gut seyn wider den Len-denstein/und so man die Blühe zuvor in Wein m^ce-rirt hat/ und alsdann distilliret/so ist es gut wider dasBauch-srimmen.
l.xxlü.
Wilde Rosenstauden.
Stauch ein wildes Gewächs/ das allenthal-ben in den Feldern / Gehagen und Wegen zufinden/wo es aber nicht ist/ magmanswol indie GeHage bringen ; die Blühe istan etlichen wolrie«chend / weislicht/und theils auch mit etwas Leibfarbevermischt; wird fleissig zusammengesucht/ und ausge-brennt/weil von etlichen dieses Wasser schier besser ge-halten wird/ als von den Garten - Rosen.
Auf die Blühe folgen grüne / und zu ihrer ZeitigungZinnober-farbe/ ablänglichte/ an beyden Enden schma-lere/ und in der Mitten dickere Beeren / die man in Oe-sterreich Hetschapetschen/ und anderwärts/ Hagenbut-ten nennet; bisweilen findet man auch zwischen denAestengelb-röthliche rauhe Knospen/ die von etlichenSchlaff-Aepffel benamset sind/ weil sie einem Patien-ten / unter das Haupt gelegt / den Schlaff bringensollen.
Eben diese Schlaff-Aepffel sind auch gut/wann siezwischen den zweyen Frauen-Tagen eingesamlet wer-den/für die Pferde/ welcheWürm im Leib haben/wannman die roth-braunen den Hengst-Pferden/ und diebleichen den Stutten brauchet; man gibt/ wann siegroß sind/ einen halben / und wann sie klein sind/ einengantzen/ müßen gepülvert/ mit Saltz vermengt / undalso früh vor Tags (wie etliche wollen an einem Frey-tag) eingegeben werden; man muß ihnen nicht balddarauf zu trincken und zu essen geben ; zum Gebrauch^ läßt man die Aepffel an einem schattichten warmenOrt! dörren/ und behält sie an einem trockenen Ort/ daß sienicht ersticken
Merckwurdiglst/was'm klilcellzneis curioloruni
/mnoiccun^o Oblerv 189 lol. D. EhrenfriedHagendory/ przüicuszu Görlitz in der Laußnitz/ erin-nert-.Er habe solche Würmlein in einer Schachtel zuseinem Gebrauch ein Jakr-lang aufgehoben/und auf-ferhalb des Schlaff - Apffels nach derZeit befunde/daßsie ohn alle Nahrung noch gelebt/und wann man sie be-rühret/ sich noch geregt haben, kiiratuz sum. sagt erweiter oppiclo, quvmoclo tsm ciiu luperclle potucrint,noaciukitoopinari, ex iisclcm in liczuorem reclaZis.
I. Theil. ,
lin^ulare polle contici somniscrum, aNks i^ztisunZoacllcribi lolitum. !
Die Frucht/oder Hagenbutten/ ist inwendig vollerweißlichten Graten und harten Haaren / darunter derSaamen wie eckichte Steinlein verborgen ; wird imHerbst embsig zusamm gesucht/dieSteinlein und Haarsauber herausgeputzt/ und eine köstliche gesunde rotheiSalsen oder ^yrup/etwas dicklicht mit Zucker daraus!gesotten/ hernach mit Most oder Wein angemacht/und zum Gebratnen ausdie Tafel gegeben / ist nichtallein lieblich/sondern auch wider denSand undSteingesund.
Sie werden auch also gantz sauber ausgehöhlt/ imZucker gesotten / und zur Labung behalten / oder wer,den also bey gemählicher Wärme ausgedöm/ in einerSchachtel verwahret/und an die Speisen/ sonderlichan gebratenen Fleisch/ (da sie dan gar schön wieder auf-schwellen) gelegt/ welche sie sehr angenehm und wolge,schmack machen; in der Artzney vermögen sie sast allesdas/was von den Garten-Rosen im sechsten Buch zufinden ist.
Sonst gibts auch (nach Gezeugnus Herm V.Els,holtzens in seinem Tisch-Buch >ib. i.foi^i) noch eineArt wilderRosen/die sehrgrosse Hagenbutten / fast sogroß als Castanien tragen/ sind auch die Blühe größerund röthlicht/ daselbst wird diese Frucht Wiepen genennet.
Die Schlaff-Knöpffe und Hagenbuttengedönt/gepulvert / und eingegeben / dienen wieder Stein undSand/ und treiben den verstandenen Harn; sonder-lich aber ist merckwürdig/ was Her: Graf vonals ein sonderbares Geheimnus/in seinen auserlesenenund bewährten Artzney-Mitteln/ von der Wurtzen derwilden Rosen schreibet/ daß es ein bewährtes Expe-riment sey/den Bis eines wütenden Hundes an Men-schen und Vieh zu curiren: Dergestalt erstlich mußman die Wunden mit einem saubern eysernen Instru-ment (aber keinem Brod-Messer) ausputzen/ hernachmit lauem Wasser und Wein/ darinn so viel Saltz/ alsman zwischen dreyen Fingern fassen kan / gelegt/ wolauswaschen/ nachmals nimt man etliche Wurtzen von
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dem