Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
607
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Fünffteö Buch / Kuchen - undArtzney - Garten.

wird sich der Noß-Mist per >iitipcsK.>an 'anWn/und dessen mit seinen übersich wallenden DünstmundDäinpffen Anzeigung geben / so man / wo man em we-nig mtt einem Fmger in die Erden stupffen mag/ baldsühlen kan. . , ^ ^ ^ ^

Man muß aber nicht sogleich denSaamen daraufanbauen/weil er Anfangs/von der allzugrossen Hitzedes Mistes /würde verbrennet werden / dal^ro wartetman / biß man Met die Erden vön einer temperirtenWärme gemäßigt / sodann mag man / -nach Belieben/was man will/ anbauen/ bißweilen auch mitlaulich-tem Wasser begiessen ; vor allen Dingen nwß man ei,nen Vorrath haben/ von dicken entäherten/ in Flech-ten eingebundenen Stroh / nach der Breiten und Län-ge des Mistbettes/einer oder melmrn/welches hand-samer / auch Ooperculs oder Decken / damit manalle Nacht / und wann übles kaltes Wetter / auch beyTage das gantze Mistbette genau zuHüllen / und vorden Eingriff aller Kälte versichern möge 5 wann aberdie Sonne scheinet / Wind-stille und laulichie Tagesind/mag mans fleißig aufdecken ; von den Stroh-

Decken müssen dieAehren vorher abgeschnitten seyn/damit man tue Mäuse nicht dahin gewöhne.

Viele sind / die ihre Mistbetter mir den Decken ma-chen/wie eine gemeine Kiste / daß die Decken auf Mit-ternacht-warts/ gegen der Mauren / mit eysernenBandern / wie eine Thür an der Kisten oder Tru-hen angemachet seye / die man bey schöner Zeit auf-thue / an die Maurer lehnen / und bey Nachts wie-der schliessen möge ; wann halb und halb Gewitter/werden sie nur einer Elen-hoch / mehr oder weniger /; gelüfftet/ daßfie der noch harten und gemählich-sichlinderendm Witterung / nach und nach gewöhnen;dazumal ist die gröste Aufsicht vonnöthen / indem eineeinige Nacht- Gefrier/ die eingreifst/ das gantze Bau-Werck verderben und zu nichts machen kan. Theilsbrauchen / an statt der Stroh-Decken/nur eine grobe/doch dicke aufgespannte Leinwath / ihre Mistbette zuverhüllen/welcheswol um ein merckliches leichter undhandsamer/aber doch nicht so warm ist/auch vor ei-nen cxtrzoräinsri einfallenden Frost nicht so wohl ver-wahren kan.

Unterscheidung der Matten -Mewöchse.

S ist in den Garten - Gewächsen / wie in allenFeld- und Baum-Früchten / ein mercklicher Un-terscheid / daß etliche zeitlich / etliche mittelmäs-stg / andere aber gar spat zu ihrer Vollkommenheit ge-langen ; so sind etliche/davon man allein das Kraut/

theils darvon man die Wurtzen/ andere abet/darvonman die Frucht gemessen mag.

In den Pkilolopkicis8ocieiatiz kcßi» Hnzl.toi. 669. werden die Garten - und Feld - Gewächse fol,Mder Gestalt artlich eingetheilet:

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