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Th. 1 (1716)
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594
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Des Adettchen Land -Ulid Feld-Lebens

jcicm sägt im 2. Theil am 4. Cap. Wann jemand j Loch muß mit einem Nagel desselben Baums wieder

emen Pfersich-Zweig auf einen Nußbaum-^tammpfropftet/ und besprengtt denselben offt mit Ziegen-Milch/ so wird er fruchtbar / undbringr grosse Pfersi-ch^n/ die mwendigRufte haben.

Ztem/geschriebene Pfersich zumachen / wann du ei-nen Kern zwey oderdrey Tag in Wasser legest/so wirdsich dessenSchluß erweichen/mache alsdanndenStemgemach twf/nimm den Kern heraus / und schreib aufdesselben Schelffen oder Hautlein mit einem Griffel/was du wilt/ doch nicht zu «eff/ darnach thue den Kernwieder in den Stein/ Wickel ihn in ein Papier / und setzihn also ein/ so wachjr der Kern ans/ und wird zu ei-nem Baumlein/ M dessen Früchten auswendig zu se

verschlagen seyn.

In den ?kilc>s. 8c pk^lieis Locict.can« tol. 74s. stehet: ^cj t<iporcm ilru^uum unmu-

tsn6mn, prodadiiiz moclus , cjusmvis non sciaiocluinccrtus eile potck : kscliccg Lc «runcum , tleorlun, Sclrsnsvt,rr4 pcriorsre, 5c Loramms oopiasö ejustlcmvcl ^liuz sidvri» succo regiere, in <z-u«m »li^u« »ro»maticse subttsnti« >»rZilcr infulse iucrint.

Warum aber die altenBäume bessere und ftühzeiti,gere Früchte tragen/als die jungen / ist die Antwort:Weil die nunmehr vollkomene Bäume nur zur Frucht-bungung/ lmd nicht M Gewachseö-Vermehrung ih-ren Safft beybringen dörffen/ und also zu einer Arbeit

hen seyn wird/was du zuvor aufden Kern gezeichnet erklecklicher sind/als zu zweyen; dahingegen der jungenhast. Item/ sagt er/ wann jeinand recht grosse und Bäun>e Nahrung mehr zur Ergrösserungund Zmieh-

meii/ tvnl »»>.

voUkomnscne Küttenhaben will/so beuge er den Zweig/daran der Kütteii-Apffel hanget / in einen Hafen mitErdreich/ mid' laß ihn darinnen wachsen/ so wird errecht groß werden.

Wann man von Gips und HafnnThoon allerleyinwendig gemodelte Geschirr auf die noch imWachsenbegriffene Früchte bindet/ so kriegetdas Obst/ als Küt-ten-Aepffel/ (Kürbis/ Melon/Unmurcken) diefttbigeFigur/ dte im AkvdellMgepvcgttst.

Das ist wol gewiß/ wann man die edlen Brünner-Aepffel / Morschansker / oder Holder-Aepftel aufStämme von Paßamäner und anderer groften^ieps-fcl/ oder Muscatellbirnen auf Pfundbirnen - Stäm-men veltzet/daß sie sich um ein Merckiiches erg»'vssern.

Wie man an einem Rosenstock vielerlei) Rosen ha-ben soll/lehretHerr Dütnler also: Im Frühling/wanndie Rosenstöck anfangen zu drucken, und Augen zu trei-ben/so bahret mit einer Llhl unter den Augen eines weis-en Rosensiocks ein Loch / unterwärts bis aus dasMarck / lasset mit einer Schreib-Feder cm wenigBasilien-Farbe hinein fliessen ; unter einem andernAuge bohret gleichfalls ein Löchlein / und flösset gelbeFarbe hinein / fahret so fort mit einem dunen undvierdten/ und lasset grüne und blaue Farbe hinein/ al-so bringt der Rosenstock zwar seine weisse Rosen von'Natur/die nnterbohmn Augen aber sollen Rosen brin-gen nach Art der viererlei) eingeflößten Farben. Ge-wisser aberist s/wann man durch das Äeugeln vierer-ley Art Rosen auf einen Stock bringet. Die Musca-ten-Röseiaufgrosse weisse oder Purpur-sarbe Rosengepeltzt/werden viel grösser und schöner.

Wann man einenBaum/ der saures Obst bringet/eine Spanne ober derWurtzen untersich einbohret/undj>eustHonigftimdarein/^ fclldaöObst süß werden/das '^roio^s..

men/ so wol des Stammes als der Aesie/als zur Voll-kommenheit der Frucht dienen können; als wie der ge-lehrte recht saget - 5lov«-il« Nupes siimsniacvnvertunl in incrc»»enlum , fruÄibus sutsm cru-clum Ac inconeoZum kuinorom continuö inZcrunl;cjui obeli Veteres sukcm ttirpcs.incre.mcntum plcnum atlscutx, bumorem nimi, copiosein lruüus eKerunt , sc xroincis isciliÜ! exco-

tjUUNt.

'Was sonst diekunstreicheVeranderungdek^ewäch-seund Früchte anlanget/daßsieam Geruch/ Farben/Geschmack und Eigenschaft! aus ihrer An schlagen/hälterst-gedachter hochgelehrte öoclinus nich'tviel davon/und sagtNtl vel locorum vsrictZti, vc> ölislvm üil-piuw propin^uitsti jc contsZioni, vel tiominum cu»riosurum vil»o tribuenclum ck, <zui ltirpium,rs<jicuwsc lciriinu«? mikivne, sut cvlorum Lc tspoium insu-livns, sui mcciullsrum scioptionc, nstursm inzc-nusm turpiMm^ scrvilute clcsZrsvsnt,cum ex cers-lo uva, Aut rvsö» inmiles, äur vitibu, cxcmpiä me-ciul>Z racemos leminc vscuos cx arborlbus prunsAne nuclcis, ex ^czuiiolio rols» viricles ic inoclors«,e Zcnika ross» lutcs» , rcpuznsntc sc invit^ nsturäplvwcrc<ozunt ; l^cze ÖivinÄ vctsntc, ullsm kir-pium sut scminum conluiioncm sut plöntsruw »-cittltcris 6cri.

Und sind dergleichen curioLtätenbey denen ävtlio-ren/ so von Baum-Gärten geschrieben/hin und wiederviel zu finden/ von denen doch die wenigsten die Probehalten; als habe ich auch derftlben vielunterlassen/weilsiemehrFürwitzalsNutzen in sichhalten. Wersonstvon allerhand wunderbaren Bäumen zu lesen begeh«ret/ der besehe l). ^äsmi v^cbcri curiose und

Frucht-reicheDiscursen m«. Discms von d«r 0^-

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