Merdte» BuchS Anderer Theil/Obst-Gatten.
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scheu die unnatürliche Hitz/ sind gut für Durst / erqui-cken den hitzigen Magen / laden dle Krancken; maumacht auch einen guten Wem von de« gemeinen/odn
siedet mit Zucker einen ScO/ damitman/wan« manwill/ Weichje^WM amnachev ka».
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Marillen-Baum.
Eil er eher zeitiget/ gchl er dem Psersichbaum'dtßmal vor; ist ein schöner lieblicher Baum/> der bcdes vom Kern / als auch durch allerleyUrovssen wohl fortkommet/ aber auch nicht allzulang(dennoch besser als die Psersichen) daurct/dahermauimmer aus der Kern-Schul hm und wieder den Slb-aanq ersetzen muß ; er greiftet mit seiner Wurtzentjefferinden Grund/als der Pferfichbaum; daher et-liche für das beste halten / man setze den Kern gleich audas Ort/ wo er bleiben soll; will man sie aber peltzeu/muß man Reiser erwählen/darinnen Laub-Augen Md/dann die Blühe-Augen verderben.
Theils wollen ihn für eine Art Pfersich halten / undso viel der Frucht äusserliche Form anlanget/siehet er lh-neu nicht viel ungleich/sonst ist er aber an derRmden/Blühe/Kern und Blattern gantz unterschiedlich; die-ser Baum hat lieber einen leichten/ als harten/ einentrockenen als feuchten Grund; man kan ihn auf sichselbst/oder aufMandeln/ Zwetschgen/Kerschbaum undKutten veltzen/ auglen und röhrlen; auf dem Kirsch-und Mandelbaum aber werden sie kleiner/ weil dieserdie Wässerung und Dung fliehet/ so diesem nicht übelanschlägt; hingegen aber werden ihre Kern inwendigsüß und Wohlgeschmack auf den Mandeln/ und bleibtdiese Art hernach beständig/ wann man sie gleich durchSehung des Kernes sortbrinqet/ auf Zwetschgen und!Kutten aber wird ihre Frucht grösser/weil sie mit keinerArt/ in Anuehmung derDung/gleichmässlger sind; un-ter allen diesen aber nimmt sie der Zwetschgenbaum amliebsten an/ und werden süßer/auf denKerschen aberdauren sie länger/ ohne/daß sie härter darob gedeyen.
Wann man die jungen vom Kern aufgebrachtenBäumlein versetzen will / muß man ihnen die Hertz-vder Spitz-Wurtzel im andern oder dritten Jahr ab,nehmen/sonst bekeimen und tragen sie nicht gern; ambesten ist/man setze die Kern im Anfang hin/ wo siebleibensollen; will man sie aber versetzen/so muß es imersten oder andern Jahr geschehen/ an warmen tempe-rirten Orten im Herbst/an kalten aber im Frühling; an-dere aber sind der Meynung/ je öffter man die Marillenallzeit in bessere Ort versetze / je lieber sie tragen.
Man kan zwar die Marillen auf allerhand Gattun-gen der Pflaumen äugeln / wann man sie aber aufdie grossen weißen runden Pfludern oder PflaumenMll/sv bringen sie schönere Frucht/weil dies« etwas
vvn jener Natm an sich haben /weedm sie aufUngari-sche Pflaumenbäum geäugelt/oder abiaSin/so ist ihre
te/ und thun am besten gut / wann man sie in Mauer-Geländern gegen Orienc stellet; daß tnan aber alleJahr eine Meng Marillen bekomme / soll man sie/(nach des te (Zcnärc Meynung ) weil sie in der Blühesind/ des Nachts mit Stroh-Matten und Tüchem be-decken/und wann die Sonne wohl aufgegaygen/wie-der aufdecken; also muß man sie auch bedecken/lvanndie Sonne gar heiß scheinet / dann sie verbrennet dieBlühe/ so wol als die Nacht - Kälte; man kan dieseTücher oben an der Mauer einhefften / daß man siezusammen waltzen/und wieder nach Belieben herablassen kan.
Marillen fruchtbar zumachen: Mische Küh, undRoß-Mist/so wohl gefault ist / mit feinem Erdreich/und Laub von rothen Weinstöcken/ von jedem ein we-nig/ blosse die Wurtzen vom Marillen-Baum/ imJenner/Hornung und Mertzen / lege die gedachte Mi-schung neben der Wurtzen / und bedecke sie wieder mitgemeiner Erden / so werden durch dls Mittel dieseBäume tragen / wann sie gleich vorhin nie getragenhaben/ »UZ. plZtte. c,rä. /. l 14. PSZ. 148. Sc 14A.
Gras haben sie ungern bey ihren Wurtzen/ daheres auszujetten/haben Dung oder doch gute Erden sehrlieb/und wird die Frucht davon de>5o grosser; gepeltzteMarillen können die Kälte weniger leide»/ als die an-dern/ sollen in der Jugend/ für dem Winter-Frost/mitStroh etwas bester verwahret werden / so wol als diePsersichen. Dieses Baumes Stand ist besser in demKuchen- als in dem Baum - Garten / weil er freyeSonne liebt/ und gerne nahe an den Häusern stehet/sonderlich/wo er vor den Nordwinden eine Versiche-rung handle lungen Bäume müssen etliche Jahr langmit starcken Pfählen wol befestiget seyn / bis sie rechterstarcken; was vom Kern kommt/ trägt lieber als diegepeltzten/ aber die Frucht ist kleiner/ müssen fieissig undofft umgehackt seyn; sie sind auch vvn unterschiedenenArten/ groß/klein/ roth/geel und gemengt; (Zaienu,und Einers vermeinen / sie seyen gesünder als diePsersichen/weil sieder Fäule nicht so leicht/ als jene/unterworffen/nnd also dxm Magen gesünder. Es wer-den auch mit Zucker unterschiedene köstliche Salsenund Confect daraus zubereitet.
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