Des Adcltchen La»d«und Fc!d»tebens
c>?. xxix.
Baum-Schäden an den Aeften zu verhüten.
Aese Aestesind mancherleyZusällen uöGebrech-A ichkeitunterworffen/ unter welchen die Siclerg.
liv,vapc>reKcaK^lu Orisntiz Lzmculseexcita-
ta,die von obenherab den gantzenBaum schnell- verdorrren und sterben macht; und darwider ist kein Mittel zufinden: Theils meynen/ es komme von einem gifftigenBütz-Strahl/ der mit seinem Anhauchen dem gantzengesunden Baum(ohne/ daß manvorhero merckenkön-nen/daß er schwach oder mattgewesen)ausallen inwen-digen Lebens-Sassr trocknet/und das ^lumiclum ra^i-csle, suditcineü sutsvcaticzne abdorret.
Wann aber der Baum sonst/aus Mangel der Nah-rung/ oder andern Ursachen/ einen und den andern Asterstorben und verdorben zeiget/ sonderlich/ wann es amWipffel sich ereignet/ davon der Brand nach und nachabwärts dringet / und letzlich das gantze Wesen desBaums "Kurt, ist kein besser Mittel/ alsdasausge-donte unverzüglich wegschneiden und abraumen lassen;heißt also : Iinmsckcabile vulnus ente rscicienclum eli,nc parzliaceratrak-itur ; ist aber zu AbschneldUNg der
Aeste keine Hacken/ sondern eine Sage zu gebrauchen/und der Schnitt hernach mit einem scharssen Messer zuebnen/daß es ehe überwimmern möge; die kleinen dür-ren Aeste mögen auch wohl mit brennn. Eisen oderBaum-Meisselabgenominenwerden;diealren Bäumemüssen im abnehmenden/ diejungen wachsenden aberim wachsenden Monden beschnitten seyn-
So geschieht auch zuzeiten/wann der Baum gesundegaile Wurtzen und gutes ihm beliebiges Erdreich hat;sonderlich / wann auch das Gewitter mit gehörigerFeuchten und Warme miteinstimet/daß er so viel Holtzund Aeste treibt/ daß er hernach bey etwa» einfallendentrockenen Zeiten nicht Safft genug hat alle sein« unnü-tze Gäste zu bewirthen/uü hat er schon Nahrung für das
Holtz/so bleibet ihm doch nichts übrig für die Frucht/al-so/ daß ein solcher Baum wohl schöne Aeste / aber keineFrucht bringet; da muß man mit gehöriger Vorsichtig-keit demBaumPlatz machen/die übrigenAeste und allesüberflüssige Holtz / es sey unten oder oben / benehmen/sonst ersticken sie einander selbst/und saugen dieWurtzenalso aus/ daß sie endlich gantz ausgemergelt avjterbenmuß.
DenNeben-SchössenunWasser-Zweigenmußnmohnediß keinen Zmr-.lt gestatten/ sondern sie/ so bald siesich nur blicken lassen / stracks vertilgen / und also desBaumöSafft nur in die guten fruchtbaren AesteelM-ten;d:e Verletzungen aber/so mitAbhauung der grossenAestegeschehen/ müssen ohne Verzug mit Baum Sal-ben/oder wenigstens mitLaim und darunter vei.mschlenKüh-Koht verstrichen/un diß muß zu Endedes l-cdrua.rü» oder in folgenden nächsten Wochen verrichtet wer,den/obschon etliche denHerbst darzu erwählen/ists doch/wegen annähender Kälte / (wie oben schon gedacht) ge-fahrlicher/ und muß man solche Aeste/wann es ja nichtanders seyn kan)dasmal nicht gar amStamen/sondernein 4.Fmger davon abstuHen/damir/wann sie durch desWinrers Frost aiigegrifsen und beschwartzt würden/man sie im folgenden Frühling gar abnehmen möge;gibt aber doppelte Müh/so wol zu ersparen.
Was an den Wurtzen mangelt/kanman durch Um-hackung und Abraumung bald spühren; diese Baum-Wurtzen machen bißweilen Knotten/voller Saffrs/dieinnner junge eigne Brüt machen/und dem alten Baumihren Sassc nicht beyziehen wollen/ da muß man mir ei-nem Messer den Knocken sauber abschneiden / mitKohtbereiben/ und also dem rechten i^tamm seine gebührli-cheNahrung wieder zusenden/muß aber alles im abneh-menden Monden verrichtet werden.
Cz?. XXX.
Himmel-Witterung/ so den Bäumen schädlich.
On den durch himlische inku-nhen erregten bö-)senWinden/ so die Bäumeanwehenund zuGrund richten/ist im vorigen Capitel etwas ver-meldet worden/ so die Lateiner 8iaerati oncm, eine Be-schädigung nennen/ von dem Wetter / oder von derHitze-. ^
8olis ngm lsepe arboribus^t noxiusaer,
tensrum zermcn, i?oruni<^; insecilkonoremInlcräuin sczelcm 8t sais Iseta, snni^; lsboresdorripuit, scsbrscj; utllt rubizinc culmc>8.
Wie fraeakciriuslid. i.8^szbii.schveibet;derenUrsachviel den Vei-ziliiz. etliche aber dem Hunds-Stern zu-schreiben/ wiewol man diesen mehr dem Weinstock/ dieVcsHiliZs den Bäumen/ und ^c^uiiam der Saat schäd-lich zu seyn erachtet.
Weil nun sondern alleGewachsederWarme und derFeuchtigkeit in gewisser .VlvcjerZtion bedörffen/ und
wann die allzuhitzige Dürre die Feuchten / und die zugrosse übermässige Kälte die Warme austreibr/sowirddas Wesen und Krafft der Gewächse bald zu ihremUn-tergang beschleunigt - daher auf die 4. Jahrs-Theile/und ihre gewöhnliche Eigenschafft billige kcücxionzumachen / daß im Sommer der Hitz und Dürren / »nWinter aber der Kalt und Feuchtigkeit/ mit geziemen-dem Temperament begegnet/ und der Bäume undGarten Gewächse unzeitiges und ungewöhnliches Un-wesen in billiger iVloäcrstion und Gleichstand erhaNenwerde.
GOTT hat zwar alles weißlich und gut erschaffen/derSünden-Fall aber unserer erstenEltern/und die an-ererbte Boßheit/ damit wir ihnen immer folgen/ verur-sachen / daß GOTT die Erde verflucht hat/ und dieserFluch kommt meistentheils durch schadhassce intlucntzcndes Gestirns/ der Lufft/ der Wolcken/ so aus dervom
" ^ ^ ^ ^ Gött-