Vlerdten Buchs Erster Theil/Wein Garten.
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than /und in einem Wein gehenckt/ auch 5. Tage nach-einander/ täglich einmal/ herausgezogen/ und in denWein ausgedruckt/darnach wieder hinein gchenckt/derWein wird gerecht und wolgeschmack; Oder nimm diemittlere Rinden von einem Linden Baum/ in einem
Wem gehencthoderSchwartz- Wurtz in denWcm ge-henckt/und über Nacht darinnen gelassen.
Ztem/nim emen neuenHafen/laß ihn vollWein/chueeine Hand voll Pfeffer/5.Loth Negelein/eineHgndvMSaltz/emMäselBrandweinhmein/laßsieden/mchweij
Back-Ofen gedörtt/ und aufs wärmest oder Heisseste in es siedet/rühr dieweil dasFaß wol/mW schütt es hermch
^ I hinein.
^vil.
Kaim und Schimmel zu vertreiben.
AengEiter-Nessel hinein/zieht alles heraus/undthue das/so osst es vonnöthen ist; Jtem/2. odermehr Hand voll Saltz in einer Pfanne wol ge-brannt/aus das Heisseste/und das glüend lassen werden/in den Wein gethan/ und verbailter 8. Tage stehen las-sen/ der Wein aber muß vorher durch Haber-Nesselvon dem Kaim gereiniget seyn / und man muß ihn her-nach ablassen.
Wann der Wein nach Schimel riecht/so nimm einegute Hand vollSalbey und so vielHopffen in einSack-lein/Hangs in Wcm/derSchimmcl--Geschmack vergehtin z.Tagen/darnach nun das Sacklein wieder heraus.
NimmPetersil-Wurtzel/wasch sie sauber/bind sie zu-sammen/ und einen saubern Kiselstein daran/daß sie zuVoden fallen.
Item/nimm einen Taig aus einem Trog/wann er imbesten Aufgehen ist/thue lhn in denWein.Jst derWeinschtver oder schimmlicht/ so ziehe lhn ab in ein rein zube-reitet Faß/schlage ihn wol durcheinander/ daß er schäu-met/ und hange darein/ in einem leinen Tüchlein/ einBüschlein Salbe»/ und Rauten/ klein-geschnitten undgedörtt/ mit Hopffen/ der Wein gewinnet wieder einenguten Geschmack.
Oder/nimm von einer Erlen dieRinde/schab die obe-re Haut weg/ die innere Rinde laß dün werden/ Hangsdarnach bloß in den Wein/ sie zieht allen Kaim an sich/das thue so osst/biß der Kaim hinweg gehe. Der ErlenRinden kan man 6. oder 7. zusammen binden/ nachdemdas Faß groß ist/ein Loch dadurch stechen/und an einemBändel durch das Bail ins Faß hinein hangen/so legtsich aller Kaim daran/ zeuchö heraus/ wasch es aus imfrischen Wasser.
Oder/nimm neue Eyer/und thue sie hinein/ das thueso lang/biß aller Wein geläutert «st. Theils nehmen 2.Pfund sauberUnschiit/hitzens wolmndgiessens heiß hin-ein / so soll es den Kaim allen an sich ziehen/ schwimmtoben/und wann derWein aus ist/so findet man dasUn-schlit an dem Boden; diß aber wird wenigen belieben/
weil zu besorgen / das Unschlit möchte einen Geschmackdem Wein zubringen/doch/ wann es frisch ist/ und zumerstenmal zerlassen wird/ möchte mans noch patKrenlassen.
Item/klein-geflossenen öorraz in denWeingeworf-fen/das Hitsst;oder /N!mm ein neu gelegtes Ey vomNesi ^her/ und thue es laulicht in das Faß/ so bekommt derWein keinen Kaim. i
Item/nimm Haber-Nessel/dör: siewol/ und stoßsie kzuPulver.NimmBach-Wasser/und macheinenTaig °daraus/dör: es in einem Ofen/oder an der Sonne/und ^wirsss in den Wein/ und verbail ihn/ so vergeht ihm dieUnreinigkeit.
Oder/nimm Haselnuß-Laub/Hainpuchen-Laub/ E-schen-und Psersich-Laub/ eines jeden z - Hangs oben inden Wein / bey dem Bail / so wird der Wein nicht kai-micht;soll bewährt seyn.
Das beste Mittel denKaim zu verhüten/ ist/daß mandas Faß wohl mit Säuberung und Einschlägen vorherbewahre/ehe ein Wein hinein kommt/ hernach wol undgehabe mit dem Bailen verwal>re/un die Lufft nicht dar-zu lasse/ und daß ferner mit Füllen und Wischen nichtsübersehen werde; etliche/wann sie den Wein anzäpffen/giessen einen oder 2. Löffel voll heisses oder kalt Baum-Oel darauf/so wird der Wein auch nicht kaimicht.
Wann derWein schimmlicht ist:Nimm i.K.gedön-ten Saldey/und so viel Wachholderbeer/ stoß alles un-tereinander / thue es in ein Sacklein / gieß ein SeidelBrandtwein daran/ laß es z. Tage darauf stehen/ thueden schimlichten Wein m ein saubers woi-geschwanck-tes Faß gesyhen hinein/ und hang das Sacklein darein?. Tage lang/so wird er lauter und wolgeschmack;oder/nimm einen saubernBad-Schwammen/wasch ihn garschön aus im frischen Wasser/leg ihn über den Spund/das ziehet allen Schimmel aus dem Wein an sich/doch/muß man ihn alle Tag einmal aufheben/ drey oder vier-mal im frischen Wasser wohl auswaschen / und wiederauflegen.
Abgestandenen Wein wieder zuzurichten.
^N diesem Fall istsam besten/ daß man einem! also das Geläger heraus zeucht/ hatdasGeläger/ dasWein/der sich ändern w,ll/ beyzeiten zu Hülffe in den Röhren geblieben/einen bösen Geschmack/ so ists
ein Zeichen/ daß er verderben will/ daher er bald auf einfrisches starckes Lager in ein anders saubers Faß ab-zuziehen.
Kommet / ehe dann er gantz abstehet/ man kansbeyläufftig aus dem Geläger erkennen; wannman ein lang Rohr zum Spund biß ins Läger hinabsenckt / den Daumen für das äussere Loch fürhält/ und
Zu