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Th. 1 (1716)
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516
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De6 Adeltchen Landend Feld-Leben6

darauf/misch frisch-gemolckene Küh-Milch dammer/und geuß esm das Faß.

Oder nimm zwey Hand vollKranawethbew laß siezwey Tagm einem guten Wein liegen/darnach chue siein em Säcklein/undhängs mitten mden Allein. Manmag auch eine Zeitlang Coriander Hinein Hängen / bisder Geschmack vergeht.

Zerlaß m Wein Hausen- Blätter / seihe es durch/und nimm auf einen Eymer Wein zwey Loch dieserHausen-Blätter/und schütt es laulicht in den Wem

Wann ein Wein stnzcket / so seude Lorbeeren imWein; oder hänge ein Säcklem mit Solve in denWein/doch daß es den Wein nicht berühre; dardurchwird ihmauchs«holffen/wann er anzick wird.

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Dem zähen Wein zu helssen.

i Jmm eine Schüssel voll Kißling und saubernSand/ thue es in den Wein / darnach ein halb^^geflossenen Weinstein darzu / überlaß denWein/ und rühr ihn hernach wol um/nnt einem Rühr-scheid/ füll ihn Wieder ^ und laß ihn drey Tage ste-hen.

Oder nimm schönen Weitzen/sied ihn in einem neuenHafen/einen gantzen Tag / darnach schütt ihn in einSchaff/ geuß kaltes Wasser darauf/ und wann er kaltist/ thu ihn in einen Mörser / stoß ihn gar klein / treib ihndurch ein dickes Tuch/nimm das Weisse davon/ dasdurchgetrieben worden / geuß es in ein klein Schaff/und kaltes Wasser daran / laß es den Tag über stehen/Morgens seihe das Wasser davon / und geuß abermalein kaltes daran/ laß es den Tag über stehen/ zur Nachtseihe es ab/und laß es trocken werden / darnach nimmauf ein Pfund Ummerthum sder ausgetrockneten Wei-hen/ein Pfund Mandel/stoß sie klein/ mach eine guteMandel-Milch daraus/ thus darunter / nimm sodannaus dem Faß eine Kandel Wein/und ein Viertel kleinzerflossenen Red Aschen/ thue alles untereinander/ rührden Wem/und gieß diese compolmon hinein/so rich-tet er sich innerhalb sieben Tagen/ verliert die Zähenund wird klar.

Item/laß ein Viertel Eymer ab von einem Fuderin einen Hafen/deck ihn fest zu/ und fetz ihn zu einem fri-schen Feuer/und laß ihn wohl sieden / schäum ihn fleis-sig ab- und wann er lang hat gesotten / so deck ihn auf/und halt einen brennenden Brand m dem Dunst überden Hafen/ fo entzündet sich der Wein/ und beginnet zubrennen/und wann er also eine gute Weil gebronnenhat/so blase darein und lösch ihn / und die Zeit über/weil der Wein über den Feuer steht und siedet/ soll mandas im Keller bleibende Faß mit einem starcken Rühr-scheid wol/ vou Grund auf / rühren / den gesottenenWein also heiß daran giessen/ und eine halbe Stauf-fen gebrannten Weins / und es wol verbailen/so wirder in 14. Tagen gut.

Item/ Zisern-Mehl und Oliven darunter gestossen/dieses ein halbes Pfund in den Wein gethan; Oderdie Schlehen/ wann sie anfangen blau zu werden / zer-stossen/in den zähen Wein gethan / und wol ausgerührtund verbailt/ richtet den Wein in acht Tagen."

Item K-. das Weisse von Eyren/Milck und Sem-mel/ zerschlags wol/ daß es faimt/ gieß es in den Wein/und laß ihn wol umrühren.

Oder bind einen saubern Hadern an einen Stecken/rühr den Wein wol vom Boden aus laß einen Hafenvoll davon sieden / und gieß ihn siedheisser wieder insFaß/kanst auch ein wenig Brandwein darzu mischen.

Oder nimm Eschene Rinden/Hängsms Faß; odergieß ein wenig Wemstein-Oel ins Faß / so hebt derWein an zu gessten/ und kommt wieder zu recht.

Item/nimm Bibenell-Wurtz/aufemen Eymer einLoth/seuds im Wein / und geuß ihn wieder ins Faß/rühr ihn wol ab / darnach nimm zu einem Eymer eineKandel Kühe-Milch / geuß die vorher in zweyen Ge-schirren wol ab/ bis sie faimt/ gieß sie also faimend indas Faß/ und rühr es wiederum. Dis ist auch zu ge-brauchen/ wann der Wein nach Schimmel richt.

Oder zu einem halben Dreylmg / nimm eine HalbeBrandwein/chue einen schönen Weihen darein / laßihn darinnen liegen/ ^is auf den andernTag/oder biser wol aufgefchwüllet/ darnach überlaß den Wein/ beysechs oder mehr Kanden / rühr das Faß mit einemRührscheid wol/ geuß denBrandtwein mit demWai-tzen darein/ füll ihn mit dem abgelassenen Wein wie-der zu/ und laß ihn 14. Tage ruhen; es hilfft auch für dieZähe/wann man ein Faß überlasset / wohl verbailt/und imKeker hin und wieder wältzet / und lasst ihnacht Tage also liegen.

Nimm rockenen Taig / so viel zu einem Laib Brodgebührt/ laß ihn halb aufgehen/ thu ihn ins Faß / undlaß ihn auf den Boden sincken / errichtet sichm fünffoder fechs Tagen.

Item nimm Kranaweth Rinden / schabe die obereRinden ab/und thue deren eine Hand voll ins Faß.

Oder nimm zähen Leim/darunter kein Sand sey/misch ihn ab/als einen festen Taig / mach Kugeln dar-aus/ einer Faustgroß/bach sie in in einer Glut/und floßsie klein/ und sahe siedurch ein Sieb/nimm alsdann ei-ne Halbe Wem und halb Wasser / lcwpcrir allesdurcheinander ab/geuß es in das Faß.

Item/nimm drey birckene Kohlen/ die eines Fingerslang sind/wirsssie in das Faß/fv wird der Wem frischund gut.

Oder nimm einen halben Vierding SchwesMnisein Loth/und soviel weissenWeyrauch/es bringt cenWein wieder zu recbt.

Item/nimm im Mayen sichten« Ruthen / wann sieim Safft sind/von einer jungen Fichten/ eines Elen-bogen lang und drey Finger breit / schäle das Rauhedavon/und laß es in einem Back Ösen dürr werden/wann du einen zähen Wein hast/ oder vermeyiiest / erhebe an zähe zu werden/magst du in ein jedes Faß 20.oder zc». Rinden warm thun / füll das Faß und ver-bails/ und laß es acht Tag ruhen; man kan sich unMayen mit sichtenen Rinden aufdas gantze Jahr ver

j ^ Oder die mittlere sichtene Rinden gedörrt/ gestosseii/und mit zerschnittenen Nägelein in ein Säckl ein ge -I

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