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Des AdeUchen Landend Kld Gebens
jedes eine halbe Hand voll/ Wein Rauten eine Hand! voll/diß qllesgeschnitten und gestossen/ indasOelgc-^ than, und verbunden stehen lassen/ daß kein Geruch da-von kan/ alsdann auf eine Glut gesetzt/ daß es wol erhi-tze/aber nicht siede/und wieder stehenlassen/ und solches9-Tage/taglich also gethan/hernach zur Nothdurfft be-halten : Dieses Oel muß eine Hebamme zu den Nieder-kunfften brauchen/wann die Kinder gewendet sind/ denFrauen inwendig den Leib wol damit salben/ und wannsie zu dem Kind kan / alsbald das Köpfflein wol damitschmieren/auch/ nachdem das Kind kommen/ die Sen-
ne wohl damit bestreichen/ so kommt die Nachgeburtbald. Die Geburt zu erleichtern: Nimm VenedischenThmac i.Scrupel, süssesHoltzundgestossenenZim-!met/ Ms z.-Gran/ und weissen Wein anderthalb Un- ^tze» einen Tranck daraus gemacht;so nun eineFrau all- ^ze,t über den andern Tag/Morgens früh dieses trmckt/ >^4- Tage oder z. Wochen vor ihrem Kind-Bett/ wirdsie viel leichtergenesen. Vor das Hertz-Geblüt: Schab'eine Muscat-Nuß/sieds in Malvasier/weiche 2 gebahe-teSemmel- Schnitten darein/und binds sein warm aufdie Sohlen.
cxxxix.
Was in der Geburt zu thun/und was bey einer gebühren-
den Frauen in Acht zu nehmen.
O bald nun die Rechnung aus ist/ und die We-hen sich anmelden/soll man alles/ was aufhättet/
und die Frauen amHalse tragen/wegthun/da: ?
gegen auf den Nabel halten/von folgendenSteinen/alsKröten Srein/ Smaragd/ oder einen Cryfolich/ auchwann die Arbeit angehet/ den Nabel gar fieissig mir ei-ner neu gebackenen Semmel/ daran die untere Rindeweggeschnitten/ halten.
2. Man soll auch ein Seidel Wein/und so vielWas-ser nehmen/gar warm machen/un mit einem Schwam-men derFrauen beede Füsse/von der Sohle an/biß überdie Knie sein aufwärts streichen u. abtrocknen/Strüm-pfe anziehen/ und die Füsse unter-und ober der Knie fä-schen/ damit die Wehen nicht in die Füsse kommen.
z. So bald die rechte Anzeigung derGeburt vorhan-den/ soll man der Frauen fein kiein-gestossenen/weissenSenff/ so viel man mit dreyen Fingcrn fassen kan/ in 2.Löffel voll Schlüsselblümel-Wasser eingeben/ verhütetviel böser Zufälle.
4. Man soll der Frauen ein gutes Dotter-Süppleinmir '^affran wol gilbt/und srischeBurter darinnen ab-gegossen ^zu trincken geben/auch etwas zurLabnus/ wasihr angenehm/von Citroni/ Malvasier/ Ammet-Perl-oder Carfunckel Wasser, wann sie nicht gar hitzigerNatur ist/ auch ein Hirsch-Creutzel in weiß Lilien-oderPerl-Wasser eingeben/ wann das Kind gewendl/unddie Mutter offen ist/eher aber nicht.
s. Das Weisse aus einem hart-gesottenen Ey ge-nommen/mit Negelein/Zimmet/ und Galgant Stuppwol abgeflossen/ mit ungebaitzten Melissen Wasser ab-gerührt/ und wann es ein lindes Müelein worden/ aufein Tüchlein gestrichen/und ausdie Pulsen und Mediängebunden / auch etwas von Galgant in den Mund ge-geben.
6. Wann sich aber das Kind nicht recht wendet/undin einer Seiten ansteht / soll man das Ort mtt gelbenVeyel-Oel fein warm salben/ auch eine ^lend Klauecn f den Nabel also legen / daß der Fuß gleich auf dieSchooslange / auch soll man ihr 9. Körmein blauenVeyel -Saamen im Wein eingeben / auch (wann oißnicht helssen sollte) von der Mumia/ so viel nian mitdreyen Fingern fassen kan/ eingeben. Wann die Hrauein gewendlesKind hat/und sich die Wehen legen/oderGefahr vorhanden ist / so nehme man z Messer-Sp'tz
gar subtil-gerieben Federweiß in einen Löffel vollCco»xion-Qel wo! abgerieben und eingegeben/ ist bewährt/aber nur aufden grösten Nothfall zu gebrauchen/ dochein unfehlbares Mittel.
7. Wann das Kmd recht gewendet ist/ und doch dieGeburt sich verweilet / auch die Wehen gar langsamkommen/ gebe man der Frauen drey gestosseneHasmSprüng in Gamanderlein-oder Bepfuß-oderweißLilien-Wasser ein ; man kan auch Zimmei im Wem sie-den/und z. kleine Messer-Spihlein gestosscnen weissenAgtstein darinnen eingeben.
8. Man soll auch Beyfuß im Wein sieden/ und derKrauen gar warm aufs Tuch binden;die Spttzlein müs-sen unrersich gewendet seyn.
9. Auf die Pulsen kan man Krafft-Säcklein von Pe,tersil/Lemoni Schalen/ Kranweth-Beeren/ und aller-hand Gewürhe/ mit weißLilien-Wasserund H mbeer-!Essig angefrischt/ binden / auch ein Stücklein Galgantund H>l >chzungen in den Mund geben.
1 o. Man soll auch/ einer Hand breit und lang / mitgestossenen Lem-Saamen gefüllte Sacklein im Wassersieden/und der Frauen in rechter Wärme/ vor den hin-dern Leib halren;diß verhütet viel Zustände und auch dieGeschwulst.
11. Wann das Kind eingetretten/und die Hebammdas Köpfiem mir den Fingern erreichen kan/ soll sie desKindes Kopf-Blättlem mit dem wolriechendenOel garwol schmicren;wann es sich aber noch venveilet/soll manvon demBenedictcn-Oel warm machen/ein Schwam-lein darein netzen/und solches in dieGebutt legen/es trei-bet forr; wollt es aber noch nicht helffen/und die Nothgar großist/ sostossemandieHoiwurtzen/ siedesieunWein und Baum-Oel / alsdann schmiere man mit derBrühe den Leib gar warm / biß hmab in den Schoos/doch/ daßvorhmdasKmdrechtgewendetsey, sobaldaber das Kind von ihr ist/soll man das Ortnm warmenWcin wieder adwaschen/dann es treibet gar starck.
Man soll auch in grosser Noth die Hirsch-Trabern/sogroß/ als ein Erbis ist/nehmen/ und in die Schoosoder Pfannen/ gegen dem Rucken zu/ untenher schmie-ren;die Hebamm soll auch den Leib inwendig salben/undaus das Tuch/ so sie zum Leib - halten braucht/ schmie-ren/ wie auch mir einer von Sassran wohl gegülluenButter/dann ein wenig vonQmttenkern-Schleim/der
mit