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Th. 1 (1716)
Entstehung
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434
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Deö Adelichen Land- und FeZd-Lebenö

Wider das dreytägigeFieber/soll man vonTormen-till-Wurtzen und Kraut trincken / oder Eisenkraut-Blatter und Wurtzen also gebraucht.

Für das viertägige Fieber ist gut Hasclwurtz/Hirsch-zungen und Seneblatterm Wem gelegt/kW»gebaltzt mit Hönig/oderZucker/Abends undMorgens/8.Tage nacheinander UN Leptembes. ^unkcrclccnte;Item/ breiter Wegricht-Sasst 2. Stunden vor/ ehedas Fie', er kommt/eingenommen; oder/nimm S. Jo-hannis-Kraut-Saamen/undtrinckdavonzodernimmeine grosse Creutz-Spinne/lebendig/thue sie zwischen 2.Nuß- Schalen/vei binds wol in einTüchlein/binds demPatienten auf den Rucken / laß es aljo/ biß er schwitzt/hernach laß demParieiMnbleNuß-Schalenausthuv/so wird er darob erschrecken und gesund werden.

Für allerley Fieber soll folgendes ein probirtes Mit-tel seyn:Nimm einen lebendigen Frosch/schneid ihm denBauch aus/so springet eineBla'e heraus/dieselbe dörreund pulverisire/und gibs demKzanckenin jplv?arox.vl-mo; so es zum erstenmal nicht hilfst/ so thue es zum an-Lern-und drittenmal/so geneset er gewiß.

auf lasse. Das Fieber/wie etliche wollen/ soll man vordem neundten Tag nicht vertreiben / hernach nimm einwenig Rocken-Brod/ brock es in einen Eß-Lössel/ thuedarzu eme Messer-Spitze gestossenen Pfeffer / und gießso viel Brandlwein darüber/daß sich das Brod feuchteund naß werde / und wann du fühlest das Fieber kom-men/ so nimms ein/ und halte die Nasen zu / damit derDunst ins Haupt gehe/ darnach laß dich nieder/ usdschwitze/thue solches dreymal/es hilssrgewißlich.

Her: Carrichter sagt / für die <<usrtans sey gut/ mitKranweth-Schwammen-Brandtwein den gantzenRuckgrad bey einer Warme/ von oben hinab/ biß un-tenauö/gantz wol geschmiert/ und das etlichmalgethan/vertreibe es.

Und OoÄ.cai-cjliucius setzt dieses für ein berühmtesMittel wider die Huanöna-.An dem bösen Tage/wannder Schauer/ als ein Vorbottdcs Fiebers/ zu kommenBezt/so nimm ein heisses erst aus demBack Ofen aus,genommenes Brod/schnvid an; Boden ein rundes Lochhinem/unvgieß Brandwein darein/leg es mit dem Lochauf den Nabel / so warm es dir möglich ist / zu erleiden/'

Ein probirtes u m für das Fieber: Nimm 4. und lasse es also darauf liegen/so lang du des Fieberst-Loch guten abgestossenenRosen-Zucker/und i.Lothdeö rox^t^umhast/ alsdann herabgenommen/ und einerbesten Methridats oder Theriac/stoß beedeStückwol j Sau/ entweder allein/ oder unter das andere Fressenuntereinander/ und alsdann in eine bleyerne/ zinnerne/«gegeben/wie mans ihr am besten beybringen kan/Mei-oder irzdeneBve gethan/ist gut für allerleyFieber/man bet das Fieber aus.

muß es des Morgensfrühgebrauchen/z.oderH.Stunden darauffasten;oder man kans auch nehmenAbends/wann man zu Bette gehet; ein alles Mensch nimmt 1.Loth/em junges unter 20 Jahr z Quint/vony.biß ioJahren Quint/ein Kind 1. Quint. Oder/nimm von2. frisiken Eyern allein den Dotter / thue sie in ein klei-nes Schüsselein / gieß Brandtwein daran/ daß er dieIween Dotter bedecke / zünde es mit eimm Wax-Lichtan/und laß es brennen / daß die Everdotter sehen / als

Für das Fieber: l. Loth eychene Mistel/ kleingepul,vert und gesiebt/auf einmal eingegeben/ soll ein gewissesExperiment für das Fieber seyn.

Für das viertägigeFiebenNimm Pilsenkraut/druckden Safft heraus / rühr darein gestossenen Weyrauch/daß es wie ein dünnes Mus werde/streich es aufeinFin-ger-breites Tüchlein/das so lang sey/ daß es 2 us.que sä iincm l)orii reiche / leg es also über den gantzenRückgrad hinab/und laß es liegen/^oll gewiß helffen.

waren sie gebraten / wann dich nun die Kälte will an» Wann das Fieber Mrhand schadlichekeiiquien/als

greiffen/ so iß die gebratenen Dotter aus dem Brandt-wein/ leg dich darauf nieder/ decke dich wohl zu / garmarm/ daß keine Lufft zu dir mag/ strecke die Hände ge-rad zu den Füssen hinab/und schwitz wohl/eine Stund/oder zwey/es ssll gewiß helffen/und offt probirt wordenseyn.

/vkattnes ^loibanus schreibt/ daß wider das Fieberbewährt sey/ daß man aus Spinneweben und PopuicoPillulen mache/sie etliche Stunden vorher/ehe dasFie--ber kommt/aufdie Pulsen lege/überbinde/ uvd also dar-

Undauung/ Magen-Weh/ Miltz-und Leber-Verhär

tUNg / Odttru^tiones vensrum mcsaraicsrum, Unlust

zu Essen/Wachen und dergleichen/ Hintersich verlasset/schreibet?clr. ?c>terius O. in t^entur. l. inliZniumcurälivnum num.z8.daßdißk.eccptgeholssenhabe:Saltzvom kleinen cenlaur I. O.uint/ Rosen-undVeyel-coaserv.jcdes 1. Untz/ Vitriol Oel io. Tropf-,fen gemischt/ zu einem Ll-ÄuZriogemacht/ z.llräcjt-mas, davon zweymal im Tage genommen.

cxxxiv.

Hitzige Kranckheiten.

N allen hitzigen Kranckheiten / Lpit-mislischenverqifftetenKiebern/die man sonst vermeynt hat/sie kommen aus den Entzündungen des Hertz-Geblütes/ ist zu wissen/ daß mehr sindeineink-immzuo

Lpinluum animslium.in ccrcbri fudlianri^ exort.,,8c ävcrisnsta czuslilate ikiclsm causata,wie LeorZ. Qrzsec-

eiu8l^1. l). in der Vorrede seiner Oelincslione) strickvilTliumanT bezeuget.

Für grossen Durst in hitzigen Kranckheiten/ sagtHpoliiliAriz, sollman Kürbis-Wasser mitZucker ver-mischen und trincken; Jtem/Wassergetruncken/darin-

nen Anis gesotten; Weyden-Vlatter unterZestreuet/lindern die Hitz/und kühlen wol; Jtem/Weinrauten/Hauswurtzen/ Sauertaig / und ein wenig Preinzeltel/! untereinander gestossen/aufein Tuch angestrichen/ undj warm auf die E ohlen gebunden.

Das saure Wasser für die hitzigeKranckheiten/machalso: Nimm Scheilkraut/Carbobenedict/und Wein-^ Rauten/fedes z. Hände voll/ zerhack alles klein/thue esin einen Hafen/ gieß z. Aechtring des besten und scharf»^ festen Esslg darauf/ verlutirs wol mit Laun / und laß es' also über Nacht stehen / des andern Tags siede es/ daß

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