Drittes Buch/ Hauö-Mutter.
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Huflattich-Safftaufdie grindige Haut gestrichen/heilet sie bald; item/wer räudig ist/schmiere den Leib MBrombeer-Saffr in einem Bad / die Haut wird glattund schön,-oder grüneHolderbeer gestoßen uü ausgelegt;item/ man soll nehmen gestoßenen gelben Schwefel undLorbeer-Pulver/ gleiches Theils/ mit Baumöl zu einerSalbe tempcriren / und sich bey einer Warme damitschmieren/wird geschwind und gar wol dafür helffen.
Freysam Kraut/ CamillenundSinau/ jedeseineHand voll/ im Wein gesotten/ und alle Morgen nüch-tern getruncken/ und dabey wöchentlich zweymal in ei-
MBad-Stuben geschwitzt/treibt alleböMalcri aus/
daraus die Krätzen kommen.
Für die Krätzen soll man Lauge machen/ Baum-Oeldarein giessen/ daß sie weiß wird/ und Hände und Füsse! eine gureZeitlang warm darinnen halten/ziehet denUn-lust heraus und heilet: Oder/nimm Hüner-Koth/gießwarm Wasser daran / und halt Händ und Füsse dar-' innen.
Wider die Uarpkez: Sied Eybisch-Wurtzen/ver^misch sie mitHönig/benimmt die bösen Rauden;Oder/Sauerampffer geflossen / und wie ein Pflaster überge-legt/oder Zwiebel gesotten mit Essig/ und die Haut osstwarm damit gewaschen.
Für die Zitlrach undFlechten/ soll man Kirschbaum-Hartz in Essig loi viren/ und den Ziltrach Abends undMorgens damit bestreichen; gleichen LffcS thut auchdasGummivomZwetschgen-Baum/Pfersich-Baum/oder bittern Mandel-Baum.
Zittrach-Salblein: Nimm Schwefel mW Lorbeer/eines so viel/ als des andern/ stoß es alles zu subttlemPulver/ misch es untereinander/ und treibe abm einemfrischen Butter/der nie in kem Wasser kommen ist/unddamit salbe den Zittrach.
Die twsenZittrach wascheerstlich mit warmen Essig/darinnenLupinen-KörnerundEybisch-Wurheu/ blßaufdie Helffte eingesotten/oder mir Wegrich-Wasser/darein dritthalb Quintweisser Vitriol/ und i..Qmntgebrennter Alaun iniunchrt »st.
Die Tabac-Salbe ist sonderlich bewahrt darzu/ wieauch das Waitzen Oel/das macht man also : Thue»nein glasirt iuden Geschin gepulverten Waitzen / machdas Geschirz fest zu/thue es in einen Kessel Wasser/ überein Glut-Feuer/ daß eswarm wird/ aber nicht siedet/darauf soll es 3 gantze Tage verbleiben / hernach nimmdasPulver/so feucht ist/heraus/thu es in ein Sacklein u.zwing dasQel in einerPreßheraus:item/derThau/wel-cher zu Nachts aufdie frischen Kühe-Fladen fällt / ver-treibt die Flechten / wann man sie damit bestreichet;Oder/ laß Fürnißzergehen/ daß er dünn wird / und be-streich den Zittrach damit; Oder/ man soll Gummi Mscharffen Essig legen / und den Schaden osst damit be-streichen/ ist bewährt; Oder/ Kranweth-Wipffel undHüner-Koth im Wasser gesotten/und den Zittrach offtdamit gewaschen und gebahet.
Für die Pßnnen im Gesicht sind gut/die frischen Gel-somin-Blumen darauf zerquetschter gelegt/oder Tau-ben-Koth mit Essiütewxerlrt.
cxxv.
Für die Apostem/ Avssen und Geschwür/ auch andere
Geschwulsten.
Ur dieApostem/ ein Pflaster gemacht von Ey-1 l'Kom. özrtKolmu8in^Äi8 ^leciicis, Volum. 4.0b»
bisch-Wurtzen/ Dillen-Kraut / Frauen-Haarund Svargel/eines so viel/als des andern/ in einwenig Oel gesotten/und übergelegt/hernach alles mit ei-nem Köhl-Blat bedeckr.
Für die Apostem im Leib / sagt I'. l'yiko vzk/ cle ksszr^rissoi.syj.sollmanNüsse/mitsamtdenSchellern/klein stossen/und ausdenNabel legen/soll alle inwendige^poliemata zeitigen undverrreibemund paZ.694 8ca-biolen in Wein getruncken oder gegessen / vertreibt alleaus-und inwendigeGeschware/daß man nicht weiß/wosie hinkommen. Wann man ein Geschwär bekommt/das nicht aufbrechen oder zeitigen will / so nimm dieBlatter von dem schwartzenBrombeer-Kraut/legs aufdas Geschwär/ es zeitigt wol/ und zieht von Stund andie iUalsri heraus. Wann jähling ein Fuß oder Handgeschwillt/ so siede nur Pappel-Kraut in Geiß-Milch/und legs warm über/es hilsst.
Item/das Lilien-Oel allein/ macht auch die Apostemzeitig;oder Gersten-Meel mu Honig-Wasser gesotten;oder Bobnen Meel/ Sauertaig/ Feigen und Frauen-Milch zusammen gemengt/und warm übergelegt;JtemSchaas-Lorbeer mEsiig zerrieben und ausgelegr.Wannein hitziges Apostein im Haupt wäre / soll mannum aufglüende Kohlen legen / und den Rauch in dieNase zieben.
öuf.'nis exiiccsti Kc a6ulii pulviz.uiccnbuscrurumricspcratis inlficrsus, cert^cxs,crimcnro ca pcrsanar.
lerv. 18.
Für die Aysen undGeschwar:NimmHönig/Baum,Oel/einEy/auch Rocken-Meel/eines so viel/als des an,dern/mach einen Taig daraus/legs über/es zeitigtzoder/gebratene/ oder gesottene Zwiebeln mit Feigen aufun-zeilige Geschwär gelegt/ zeitigt sie bald/ wannsie auchgisstig waren;der gesotteneKnoblauch übergelegt/öffnetdie Geschwär/und ziehet das Eyter heraus; Jtem/Ha-ber-Meelausdie Geschwär gelegt/als ein Pflaster ver-zehret sie / das thun auch die Blatter von einem Eych-Baum/ die nehmen die Hitz und heilen; oder/ Camillenin Wasser gesotten/und aufharte Beulen gelegt/sänff-tiget die Schmertzen/und zeitiget/ wie auchWax/ wei-chet und zeitiget die harten Geschwär.
Item/nimm ein Lattich Blat/ so groß/ als dasGe-schwärist/ bestreiche mit Honig / ehe es nochaufgebro-chen/läß es z. Tage und Nacht daraufliegen/ wird dasPflaster trocken/leg ein frisches darüber/es heilet/und istosst probiret.
Aus hitzige Geschwär leg ein Pflaster von geflossenenNachtschatten Blättern/ das ziehet die Hitz aus; dißthut auch Meel von 5oenum^rTcum, mit Eyerdottergemischt/und ausgelegt/das ätzet die Geschwär auf; dasthut auch Sevenbaum / der benimmt die Schmertzen;Item/derSasst vonJuden-Kirschen aufdie Geschwärgestrichen/heilet sie; Oder/die Blätter von den schwar-tzen Brombeer - Stauden auf die Gesch wär gelegt/
zeiti-