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Völiombu» ^natomicis zu (^encve Hnno 1604. ge-druckl/OdlskV 2/.daß dasL >cco6tum kusci, Morgensund Abends getruncken / auch der Wein damit vermi-schet/und das Brod/das man isset/ damit gebacken/ zo.Tage lang gedraucht/ so wird sich das Wasser per u«.na-u ausleeren/ und jetzt daselbst etlicheExempel denenesgeholffen.
Wider dieWassersucht/SchwindsuchtundAussatz/soll bewährt seyn / was krncliuz öurZzravius in^lordorum maxneticÄ meldet.'Man Nimmt im 2.EyerschalenvollGeblütvon demKrancken/und solchesbringt man in 2. andere Eyerschalen/ aus welchen manden Dotter und das Weisse/durch 2,kleme Löchlein ge-blasen/vermacht die Löchlein/ und legt sie einer Hennenunter/und wann sie 14. Tage/oder z. Wochen darübergebrutet/so wird sich ein abscheuliches und sehr stincken-des Wesen darinnen finden/ welches man einem aus-gehungerten Schwein zu essen geben muß / und wann
1 sich die Kranckheit an dem Schwein ereignet/soll mans
2 erschiessen/und der Krancke wird heil/ oder doch von sei-^ nem Übel erleichtert werdenzdas Schwein und dieHen-! ne hingegen müssen verdarben.
Graf Oigbx gibt dieses bewährte Mittel: VierHände voll der grünen Rinden/ so man am Weyden,Baum (nachdem man die äusserste graue subtil abge-than) findet/und eine Hand voll Wermuth/ thue es in2. Maas gut/ alt Bier/ oder guren alten ASein/ laß esdarinnen z. oder 4, Tage/ halt das Gefqssewol zu/thuees hernach (nachdem der i/iquorvon seinen inZrcäicn-»im abgesondert) in eine Flasche/ vermach es wol/ undverwahre sie/ trinck davon bey deinen Mahlzeiten/ undwann dich dürster.
HjZ0»il,ari5sagt: Welcher Wermuth-Safft trin-cket 10. Tage nacheinander/ aufeinmal4.Quint/ mitZucker vermengt/der vertreibt die Wassersucht: Oder/Majoran gesotten und getruncken; Item/die Wurtzenvon Altich ist den Wassersüchtigen die beste Artznep/dieman finden kan/davon getruncken.
Heu viZbx gibt dieses/als ein treffliches Mittel: Laßden Krancken alle Morgen z .oder 4.gantze Knoblauch-Zähen einschlucken/ ohne etwas anders mit darzu zunehmen/ du must sie aber zuvor mit einer Nadel an un-terschiedlichen Orten durchstechen/ so wird ein jcharffbcissend Wasser heraus fließen/ das thue weg; ein we-nig darnach/ wann du die Knoblauch-Zähen geschluckthast/so thue einen guten Trunck Wermuth darauf,her-nach bewege dich so viel / als du bequemlich kanst / zuMittags iß leichte und verdauliche Speisen / Abendsaber entweder nichts/oder doch gar wenig; zu Abendsbrauch diß Mittel wieder/ ehe du schlaffen gehest/ undcontinuir es/biß du gesund wirst/soll innerhalb ^0 oderzo. Tagen erfolgen. Vi^c ibi pluri ?artc 2.lol.7c>.
Für die Wassersucht soll auch folgendes bewahrtseyn: Nimm Brandtwein/ schabe Venedische Seiffehinein/ setz es in einen warmen Aschen / undrührsim-merzu/ biß die Seiffe zergangen / daß es werde/ wie emSalblein/ schmor dem Krancken die Sohlen an denFüssen/alle Nacht/damit/es verzieht sich dieGeschwulstaus den Füssen / und aus dem gantzen Leib/ daß sich zuverwundern ist/und ist dadurch/ mit der Hülffe GOT-TES/ vielen geholssen worden/ denen der Leib schongroß geschwollen war / man kans ohne allen Schadenbrauchen.
Des Adelichcn Land- und Feld-Lebenö
Her, Adam Praun/Nieder-OesterveichiftherCam-mer-Lecrct^lichat gerühmt/ daß ihm folgendes kcccptam besten geholffen/daß er einen Hafen nm weissen Rü-ben/ hat lassen abschneiden/ mit frischem Wasser anfül-len und wol sieden lassen/alsdann abseyhen/ d,e Aubenausdrucken/ ein wenig Zucker-Candi hinein thun/ undabkühlen lassen/ und davon hernach/ wie ein anders ge-sotten Waijer/und sonstnichts getruncken/etticheWo,chen nacheinander;dadurch ist er gantz von der Wasser-sucht erledigt worden.
i«- Item / nimm 2. Löffel voll Rub-Saamen / stoß ihngar klein/rothe Myrrhen/ einer Hafel-Nuß groß/ undso viel Campher/ diese 2. Stücke gar klein zerschnitten/und samt dem Rub-Saamen in em Glas gethan/ wieauch einSeidel ringen vierdigenWein/und »aß es überNacht stehen/ Morgens gieß das Lautere herab/ undtrincks auf einmal aus/gieß auf die w stcr > gleich wiederein Seidel Wein/und laß es/ wie vor/ über Nachl ste-hen/und trinck Morgen früh das Lautere/ und diß wie-derhole zum drittenmal/ darnach muß man wieder neuevisier, nehmen/ und ansetzen; diß hat vielen Leuten ge-holssen/ die schon mit grosser Geschwulst die Wasser-sucht am Hais gehabt haben.
Wann ein Mensch einen grossen Bauch hat / undWassersüchtig werden möchte: Nimm Gundelreben/wasche sie auSs-Wassern/und in den zehenden siede sie/wie ein Kalb - Fleisch/davon laß den Krancken trincken/so gehet dieKranckheit hinweg durch den Stulgang/soll bewährt seyn.
Oder/brenn Mich-Wurtzen zuAschen/deßgleichenauch Wermuth/vom Attich-Aschen/ nimm einen Löffelvoll/und vom Wermuth-Aschen noch so viel/thue es ineinezinnerneKanne oder Flasche/gieß guten vierdingenWein daraus/ laßes meinem Kessel Wasser z. guteStunden sieden/und kalt werden/ trinck Morgens undNachts ein klein Glaslein voll warm davon/ zu Nachtsaber rrinck es kalt.Jtem/ausHerm ksn-o vio:Bra «chQuendel-Kraut ossr in deinem Tranc?/ trinck auch daödistillirte Wasser davon.!
Ein anderer c t^micus gibt für dieWind-Waffer-sucht dieses Mittel/und will/man soll den Leib mit Pur-gieren/wie in den andern Wassersuchten/ nicht plagen/sondern man soll mit Himmelbrandt-Blümlein einGlas Vollfüllen / und sie mit einem Stock fest aufeinan-der drücken/das Glas mit genetzter Lacher Schweins-Blartern zubmden / und rund umher das Glas mitTaig/z. oder 4. Finger dick/einschlagen/es mit dem an-dern Brod in den Ofen thun/doch aufemBretlein stel-len/daß es nicht zerfpringe;wann nun das Brod gar ist/findet man im Glas einen lüquorcm, oder ölichrenSafft / der muß noch einmal in einem Kolben distillirtwerden; man kan auch ein Theil undistillirt bleiben las-sen/ und gleich davon einnehmen; man gibt dessen alleTage/und offt auf einmal einenScrupel in einerWein-Bruh/ darinnen Fenchel-Saamen und Wurtzen ge-sotten.
Auf den Leib zu legen / nimmt man aus der Apothe-cken das Lorbeer-Pflaster/ mischet darunter gleich soviel Geiß Koth/und legt es auf den Bauch/ conli,. mr.lich zu tragen/ und macht alle s. Tage ein frisches Pfla-ster-
l^eopkrgstus gibt contra dieses folgen-
de Mittel: Schneid dem Wassersüchtigen die Nagel— -