Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
261
Einzelbild herunterladen
 

Anderes 5

«gen Hertzens/zancksichüg oder sansstmüthig/falsch odertrcuhertzig sind/damit ersieh nacd ihrem ttumo, rich-ten/ und durch ss viel Klippen und Sand-Banckevhne Schaden durch-schiffen möge; dann / wann et-wannLvmmiMoncn oder Zusammenkunssten werden/darju er kommen muß/daß er unlersä)eide / mir ememFreundlichen/Großmüthigen/ Gast-freyen und Treu-herzigen/auf gantz em andere Weise umzugehen/alsmit denen / sohart/kkuimüthig/ geitzig/ zanckjichtig /mißtrauig und falsch.sind / sonst wird er wenig frucht-barliches ausrichten kömien; und wann ihm diese Er--kanntnus zu nichts dienet/könnte er doch daher wissen/mit welchen er sich in vertrauliche Freundschafft einlas-sen dörffce oder nicht / wem zu vertrauen wäre/ und fürwelchem er sich zu hüten hatte. Drittens/ wird ihmauch viel nutzen / wann seines Fürsten Hofhaltung nnLand ist/ und er ohne dißaufdiejährlich-gehaltenenLand Tage beschriebe wird/daß er sich befleisse/beydenhohen und sümehmen i^inittris sich bekannt und be-liebt zu machen/ wie auch bey den hohen Justitien--lhen/ ihnen ossters aufzuwarten/ und ihre Gunst/so vielerbar und möglich/ zu erwerben/ damiter/ ehe er ihrerHülffe vonnöthen/ einen Zutritt bey ihnen habe/dann/wer dieses erst thun will / wcumer ihres Raths undBeystands nothdürfftig/der wird viel tnehr Mühe und8p-ls müssen aufwenden / weil sie gedencken werden /daß diese Ansuchung nicht aus Vertrauen oderFreund-schc.sst / sondem nur aus Noth geschehe; kan er beyseinem Landes - Fürsten gar emen Zutritt erlangen/ soist es ihm und den Seinigen rühmlich; grosse Herrensind wie grosse Astreiche Bäume / darunter man in derHitz einen Schatten / und im Regen einen Unterstandund Dach findet. ZumVierdten/soller seiner Grün-der/ Felder/Wiesen und Wälder/eigentlicheNachrichthaben/damit er alles wisse zu rechter Zeit/ durch tüch-tige fleissige Leute und mit gebührlicher Nachsicht zubestellen. Zum Fünfften / soll er eme Lista haben/ so

M . .

äUjj - Valter. 261

wol dessen/was er andern/ als auch dessen/ivas ihm ail-dere schuldig / damit zu bestimmten verschriebenenTerminen/ das interclie, so wol andern abzustatten/als auch von andern einfordern zu lassen; zu dem En-de ist folgenden gleichHiernebenstehenden Blat / alszum Beschüß dieses Capitels/ein luerclls Raitknechtbeygefügt'/ daraus ein Haus-Bater leichtlich sehenkan, was von IOOOO. fl. biß auf einen/zu funss biß zehenjedes/ Jahr/ Monat und Täge/ die gebüh-rende Verzinsung prv ka-o anstraget. Zum Sechs-ten soll auch em vernünsstiger Haus-Batter wissen/soivol in seinem eiFnen/ als auch m den inichst -angrän-henden Landern/ was furMüntz/ Gewicht/ Elen/<rayd - und Wein - Maß beylaussig an einem und an-dern Ort^ebrcmchig: Es hat ili Unter-Oesterreich al-lem vielerlei) Maß /von Getrayd/ als die Zwettler-Maß/die ist die gröste/heruach die BöhmisbeÄLcidho-ver-Maß/ zum dritten die Land-Maß/ wie sie zu Kremsund allenthalben im Land herum gebraucht w'.rd / end-lich die Wiener-Maß/ die ist diekieinestc/und wiewolüberall der Muth zc>. MekeulM/ so ist dock der Metzendar unterschiedlich/also daß 18. Weidhover-Metzen/ zuKrems 24. Wetzen/ und zu Wien einen gantzen Muth/das ist/ zc> Metzen austragen/ und das geschiehet dar-um/das man desto mehr aufWien zuführe; Also kan-ein Haus-Vatter/ der sein Kom und Waitz au einemoder dem andern Ksrn^Marckt führen lässt / beyläuffigwissen/wo er mehr Gewinn oder Schaden hat/und sichnach dem richten / was zu seinem besten Nutzen dienet;Item/das Gewich t zu wissen/oder die Elen/daß/wanner etwan Gewürtz / Materialien/ Kammer-Zeug/ unddergleichen bedarff/ es nicht von gemeinen Kramern /sondern an solchen Orten von denKauff-leuten kauffe/wo ers an wolfeilsten und besten bekommen kan/und et-was imVorrath/zu rcchtergelegenerZeit/und am rech-ten Ort einzukauften/ist nichtdie geringste Weisheitdie eivemHaus-Vatter inObacht zu nchmen/öebühzet.

Folget nun die mmeldte Ausrechnung.