Anderes Buch/Hauß-Vattcr.
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den/ mit den Jahren allmählich (allermassen/wie eineLampe» nach und nach dasOel/davon sie genähtt wird/verzehret) abnehmen muß: Alsoijiwolzugedencken /daß ein alter Magen mcht so viel Speisen ertragen undverkochen kan/ dahero hoch vonnöthen/ einer solchenmassigen visrt sich zu gebrauchen/ damit die ohne dißabnehmende schwache Natur nicht vertrieben / sondernerquicket werde; ist also die erste und vornehmste Re-gel/ massig in Speiß und Tranck leben.
spatzierengehen/ oder solche mit sröllchen GesprächenKurtzweil oder Xtulics zu bringen: das Schlaff - Ge-mach soll gegen Orient/ und mchtgewölbt seyn; für-warts liegen schadet den Augen / auf den Rucken denNieren/ aufder rechten Seiten soll Anfang und Endedes Schlaffs/unddas mittlere Theil aufder linckenSeiten vollzogen werden?
Zum Fünfften / so schädlich nun alten Leuten der zulange Schlaff ist/ so schädlich auch und noch mehr ist
Zum andern/muß ein Alter sich befleissen/ daß erei, ihnen das zulangcontinuirrcWachen/es schwächetner reinen/ hellen/.gesunden und unsKcirten Lufft ge- dss Hirn und alle Sinnlichkeit/ erfchöpffr so wol diemessen möge; denn/weildieGeistervon der Lufft erzeu- ^ thierischen als auch die Lebens-Geister/gebühret roheget und ernähret werden/ und man kan solche aufkeine Schleim im gantzen Leibe/Schmcrtzen und Schwer-andere Weise reinigen und läutern/als durch die iieci- muth des Hauptes / macht den Menschen mager/ undprocstion, Ein-und Auslassung der Lufft/ die man an ^ verursachet böse und hart zu heilen beiffendeGeschwar/allen Pulsen und deren Bewegungen fpühren kan/also trocknet das Gehirn aus/ und verzehrt die natürlichesoll solche temp-riret/wederzuhltzig noch zu kalt/weder Feuchten. Lar^nus sagtcle iucnljLi»Änilstec.L9.ll-zu feucht noch zu trocken seyn/ undhatvornemlich ein iuäotzvemrc, non lolum proper üccirstcm.seä obAlter ein solche Wohnung zu erwahlen^wo frischer gu-- mcaluum Isültucjinem , Slczue etism ex inßenli, cm-terLufftist / welcher das Leben langwürig erhalten ^itslum.Kumorum scrium sc lcrolorum übunclsn-und erfrischen / wie ein böser ungesunder durch wüste tiZ. Die Ursachdefjen/sind auch die^manchenMcnschenDünste/durch Aaß/Unsauberkeiten/Moraß/und der- ^ angebohrne Sorgfucht und Traurigkeit/die soll mangleichen/desselben desto eher uns berauben kan/ er soll mit schöner Music undgMen Gesprächen lindern item/nie zu übermässig hitzig oder zu grimmig kalt / weil mit erweichenden linde Speisen/als mit Salat u.Ma-das erste durch Schatten - reicheund Mitternächtische gen-ConfectdenMagenod'mit guten gesunden Stein-Ort/ Gewölber und ringer Kleidung/ das andere aber Fischen erfreuen/auch des Fuß-Wassers sich bisweilendurchCamin/ Oefen undPeltzzursm^criien undzu und dergleichen 8omnum conci>isntia gebrauchen,demittelmassigen : Man kan auch zumTheil die unge- . Sechstens/ soll sich ein Alter den Müssiggang nichtfünde Lufftdurch gesunde und heilsame Rauchen / gäntzlich bezwingen und einnehmen lassen / denn dieNi!io8.vol!Storax/Oiamils xiiaioczZimmet-Na- Faulheit öffnet und beschweret den Leib/die Bewegunggelein/Lorbeer/vi'bano , Mastix / Roßmarin/Sal« i aber machtihn starck/gelenck und hurtig. 0tium(sagtey/Majoran/Wachholder-Stauden und Beer/und ^ c-Isus) noscito lene5cerc5acit, exercitlavero «jj».
dergleichen/ corri^iren und etwas verbessern/dardurchdas Hirn und die Lebens-Geistergestarcket werden.Zum Dritten/ wird einemAlten nicht schädlich seyn/
turnam conlervsnt juvcntutem Die Faulheit er-lahmt und entkrafft die Glieder/macht dengantzenLeibschlagen und verdrossen / verbleichet die Farbe des Ge-
daß er einegutegennsse Ordnung/so viel möglich / in ^ sichtes / schwächet die Gedachtnus/ verursacht allev>seinen Mahlzeiten halte/ und / sowolzu Mittag/als Hand schädliche OcK-dtion-s, Glieder-Kranckheiten/
Abends/ eme benannte Stund habe/ sein Tisch-Arbeitzu verrichten/ob es gleich denen / die Dienste haben/nicht allzeit möglich ist; doch dienet es der Gesundheitbester/ wann man den Magen gewöhnt / zu bequemerZeit die Speise zu empfangen/ und auch zu verkochen:Die Mahlzeit soll gut / massig und kurtz seyn; dieSpei-sen/sonderlich was vom Fleisch ist/ je frischer/ jegesün-der/die eingesaltzene/geselchte und alte/geben keinen soguten Safft / wiewol den gesunden alles gesund ist/wann es nur mitMässigkeit genommen/ und der Ma-gen mit unbescheidener Menge nicht überfüllt wird :der Getranck soll/wie man es von Jugend auf gewohnthat/rein/gerecht und klar seyn / soll auch den Alten/Brandwein und Meth/ sonderlich Winters-°Zeit/ mäs-sig gebraucht/ mehr nutzen als schaden / indem sie dieüberflüssige Feuchten verzehren.
Vierdtens/wiewol der Schlaff den Alten darumfürtraglich ist/weil er die zähen und schleimichtenFeuch-tigketten cii^rirt/muß er doch nicht zu viel noch zu langseyn; vor den Mittag - Schlaff soll man sich hüten soviel man kan / wiewol etliche Kieckci dieses den Wen/sonderlich/ wann sie bey Nacht nicht wol schlaffen kön-nen/ nicht gäntzlich absprechen/wann es eine Stundnach dem Mittagmahl/sitzend vernichtet und bald ab-loi virt wird. Abends soll man nicht gleich aufs Nacht-mahl znBette gehen / sondern vor eine Stund lang
i- Tbejl. .
Schlag und Frayß. Also hat ein verständiger Alter dieRuhe/ mit ihm und seinem Alter wolanstandigenBewegungen zu tewpcriren/ damit eines und das andereingleichem-^uiiibriogehalten werde
Zum Siebenden ist die kepieüon und Uberfüllungder Feuchtigkeiten/ die in allen des Leibes Höhlen undAdern strotzet und zu viel ist/ ein den Menschen schädli-cher Zustand / weil der Bauch/ die Im-Ana, und alleVala kumani corporiz dardurch überladen/verstopfft/ausgedähnt/ und dardurch die cbullitioncs 8- termen-taticmes tgNZuinis 8c omnium tiumorum bewegt undverursachet werden; gleich wie aber diese kcpleuon al-lein aus Übermaß der Speiß und Tranck/ und andererUnordnung / erwachsen/ also ist auch kein bessers undsicheres Mittel dieselben zu verhüten/ dann wann einegute/ ordentliche und massige vi-t angefangen undcontinuirt wird.
Zum Achten / 6epcn6irt auch die kvacuirung undAuslahrung dessen / was die Natur ohne diß zu ihrerNahrung nicht bedarff/ allein und am allermeisten voneiner wolgeordneten und Lebens-Anstellung/ dar-durch diegantze S/mmcn-, u. K -spubiici, des mensch-lichen Cörpers mit einer erwünschten guten und zu Er-haltung der Gesundheit dienlichen Vorsorg und Aus-sehen/ regiert/ fortgeführt und glücklich erhalten wird/und ist der Natur weit anstandiger/ sicherer und besser /
Kk
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