Anderes Buch/ Hauö-Vatter.
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er durch l'r-elcrv-tiven bald eineAbkühlunginde:Hitz/oder Erwärmungen in Kälte; eine Trocknung in derFeuchte/und eme Bedauung in der Dörren/entwederselbst finden/oder doch semenMeckeo seine wahreBe-schaffenheit/mit desto bessern Gründen/fürtragen/undhat dieser desto mehr Erkanntnuß/so wol seines natur-lichenGebrechens/als auch wie er mit sppropriztis ungebührendenHülss Mitteln desto glückliche! und balderzu curiren; und wie will ein ^i-ciicus errathen / wasin dem. Menschen verborgen ist/ wo ers selbst nicht an-deuten kan ; daher der Heyden-Lehrer und grosseApo-stel Paulus recht sagt: i.Lar. 2. ^uis kom'murn lcir,
qusesunt komims,n>ii spiritus kc»miniz,czui in i^zso cll:
Und wie der edle Venetiane^ r^ovico eornaro insememTractHt cje8obrictacc schzeibt/auch selbst mit ei-
genem Exempel bestättiget: I/Kuomonon ks mizliorlVicclicockclcKcllo.ni ls piüeKcscelUcclicina ckeIa5otzriets. Also soll ein Mensch beylaujstig die Ur-sachen seiner incklpoülion, wordurch es erweckt undirrilirt worden/verstehen; was vom Hirn/vom Ma-gen/von der Leber/ vom Geblüt / durch Unmasiigkeit/Müdigkeit/Gemüths-Bewegungen/vder anderwärtszufälligerWeise/ her entspringet/ und welcher < c-m-picxionÜbermaß darzu Anlaß gegeben/ betrachten.Er muß einen halben Hnatomicum soweit i->ren/daßer dennoch wisse / wo zugegen die vornehmsten mner-lichen Glieder liegen; wann sie wol oder ibeltrirt sind/und wer eine gute vi-ec fihret/und massiglichlebet/der kan sich leichter darein finden.
l.xxvi.
Wie das am füglichsten/durch Beobachtung seiner Gliedmassen/
geschehe.
befriedigt oder betübtes Gemüth andeutet. Die übri-gen Sinne-Pfotteu/als Ohren/Nasen/Mund/ hatje-des seine absonderlicheWohnung; dieEmpfindlichkeitaber des Angriffs ist durch den gantzen Leib ausgebrei-tet/damit man überall das Gute gemessen / und dasBöse empfinden und abwenden könnte. Das Hauptist durch den Hals und Ascheln von den andern Glie-dern abgesondert/sowol damit das Gehirn die Unei-nigkeit des kochendenMagens nicht so beschwerlich er-duken/und dannoch das kalteGehim/so wol vomFeue»des Magens als derLeber und des HertzenS/möchte ge-mässiget bleiben. Die Brust ist von der Gegend/des
^»Jcht vergeblich ist(wie gesagt) das Nolcs i'e.für etwas Göttliches gehalten worden;weil es der menschlichen Schwachheit sehrschwe!fälletnind8ocratc8 allein darum durch dasOrä-cuium für den Weisesten gehalten worden / indem er/seine Unvermöglichkeit erkennend/gesagt habe :Er wisseallein diefes/daß er nichts wisse. Wir wollen aber all-hier die Kiorsiia umgehen/ und allein bey der Naturverbleiben; nichts ausser uns / ober uns / neben uns/unter uns/sondern allein in uns selbst suchen; so wer-den wir dieSchwerigkeit dieses zu prsQiciren und un-verruckt fortzusetzen / leichtlich greissen können. Der
Mensch/seine Natur zu erlernen/soll wissen/warum ! Bauchs durch dasO.a^sAma-als einFell abgetheilt/er (da alle Thiere gebückt gehen) mit erhöheten Augen damit das Hertz darzwischen seine Lebens-Geschäffte/gen Himmel sehe/dann/weil der nächste Ursprung und > unter so vielen Einwickluugen/und beederseits mit denGeburt der Seelen vom Himmel komme/ als habe sie Ribben / als Palisaden verwahret/desto bequemlicher
auch ihren vornehmstenThron undSitz genommen andem Ort/der dem Himmel am nächsten ist/nemlich imHaupt und in dem Hirn / und daselbst hat ihr der All-mächtige Schöpffer drey Cabinet oder Zimmer zube-reitet / darinnen sie ihre geistliche Würckungen undVerrichtungen ausüben könne; dis sind nun die dreyunterschiedliche Abtheilungen desHirns/vornen in derStirn/ als in dem ersten Wohn-Gemach/ ist lmeiic-6uz. der Verstand/ das Gegenwärtige zu erkennen/zuurtheilen und zu unterscheiden; Im mittlern Zimmerist ksntalia. die Einbildung / das Abwesende zu besin-nen und zu bedencken/ob es zu verlangen oderzu hassen.Im letzten Zimmer wohnt die Gedachtnuß / die ihr dievorbeystreichende Gestalten eindrucket und fest hält/und allein / nachdem der Verstand oder das Einbil-dungs-Urtheiles ansiehet/darnach sich richtet/ herausgibt/oder zurück hält; und dis alles in schöner und rich-tiger Ordnung. In dem Haupt/ als obristen und vor-nebmstenTheil desLeibes/sind auch die fünff sinnlichenPforten/darunter die Augen/ als zwey schöne Liechter/die höchsteStelle gleich unter denHirn einnehmen/ausdaß/wann sie gen Himmel sehen / ihr Vatterland da-selbst bedächten/und sich dessen nicht unwürdig mache-ten: Sie sind Wächter und Hüter des gantzen Leibs/worinnen das Lie<5t eingeschlossen/und daraus dieGe-dancken und Bewegungen des Hertzens gleichsam zuerrathen Ober ihnen ist die Stirn/ die ebenmasskg ein
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verrichten könme/nichtgedrengt / und von der Unsau-berkeit der im Magen liegenden Speisen nicht verun-ruhigt würde.Der Magen/als die Kuchen/ liegt in derMitten des Leibs / so wol durch den Mund und Hals-Röhren die Nahrung zu ergreissen/jedem Glied seinengebührlichen Unterhalt zuzutheilen/als auch die grobenund unverdäulichen Feuchtigkeiten auszuwerssen. DieNatur hat den Menschen zween Füsse gegeben/damittwann der eine im Gehen fortrucket/der gantzeLeib ausdem andern/ als einer Seulen/ ruhen möchte. ZweyHände/ mit solcher Kunst und Geradigkeit / daß sich sowol dieÄeschicktichkeit in den Fingern/alsdieStärckein den Armen dabey vereinigen sollten. Dbr Mund istmit de Zähnen/nickt nur durchZierd/sondern auch/weilsie in doppelter Ordnung stehen / gleichsam Mühlsteinsind/ durch welche die Speisen vorherzerma'mct/dcmMagen zu teichlerer Verdauung zugesendet werden;DieZungistdasJnstrument/cx s^nrwiis szüvniibusdie den Geschmack in sich hat di-Nahrung befeuchtet/fortschiebet/und dievcrstärd'!che Reden svsmiret.DerHals ist der richtige Post-Wege / dardurch die obernund untern Haupt-Glieder des menschlichen Cörpersin der s^srmonic gegeneinander correiponcliren. DieLung ist einkeccptscuium Zcris,darinn die frifcheLusskempfangen / die Athemhohlung befördert / das Hertz/und die innern Glieder/ abgekühlt werden. Das HertzisteikWohnhaus de:Le bens-Geiste:/die es in d ieLusst-
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