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Des Adelichen Land-und ^eld-Lebenö
der Leser daselbst aufsuchen kan;sonst melden die ^Nro-nomi, da es donnerr/ wann die Sonne im Scorpionlaufft/soll grosse Theurung selbiges Fahr folgen; so solles auch ein gewisses Zeichen der Theurung seyn/ wanndie Fische mit grösserer Anzahl undMenge in denWas-fern sich einstellen/als wollte der getreueGOtt undLieb-haber der Menschen/denTrayd-Mangel/mit der FischeÜberfluß ersetzen und compcnllren; nichtweniger sollsTheurung andeuten/ wann grosse Sonnen-Finsternis-sen/indem das Getrayd in der Blühe stehet/einfallen.
Dieicmpcrantz/ wie oben gesagt / ist bey theurenZeiten der beste Spahr-Krug/ Wirschliessen/ mildesweisen Hrittoteiis lib. 10. I^icomacli U 6. goldenen Ge-bens-Spruch/w«m er sagt: kclik, non czui omniakabet, leäcuies, czus lisbct,latiz sunt; 8c czui s>rsleres , ^uze ksbet, nilcupit ulcerius: Glücklich istnicht der/ welcher alles hat / sondern dem das / waser hat/genugsam ist/ und der/ ausser M/wgKxrhat/ nichts mehrzetzWgtt.
cx?. xxv.
Was ein Haus-Vatter zu thun in Sterbens-Läussten.
As Sterben durch contazion / ist auch einePeitschen/ deß / durch unsere unbereuete/ und>noch unmer;ucontinuirke fünden/beleidigtenGOttes; und sind diese gleichwolglückseeliger/welche ersahrneund behertzte Kieckcak.Apothecker und(^KisUlKOZ bestellen und haben können: Es kan jedochdieses aufdem Land nicht allzeit seyn / weil offt ein Ortsehr weit von den Städten entfernet liegt; Also ist wohlvonnöthen/ daß in einem jeden Adelichen Hause / eineHaus-Apothecken(davon im drittenBuch)vorhandenseyezJtem/etliche andere/nicht allzusehr enliegeneHäu-ser/ die man für Pestin Hauser und Hospital/ im Fallder Noth/ gebrauchen/ und eigene Leute darzu bestellen, ?an/ den Krancken zu warten/ undsiemirSpeißundArtzney zu versorgen.
Die Pest zu verhüten / dienet vprnemlich eine guteOrdnung und Fürsorge/ Abschaffung der ungesundenGachen/alsBrandtwein/Tabac/unddergleichen;auchist viel daran gelegen / daß reines Wasser und gesundeLusst/durch Säuberung der Häuser und Gassen/ Be-schaffung tüchtiger NahrungsMittel/durchSchlach-tung gutes gesunden Fleisches / und recht gut gebacke-nes Brod/erhalten werden: Dann/wo gesunde taugli-che Sveiß und Tranck/mit geziemenderMässigkeit undVerhütung aller Vollerey und ke^iction/ gebrauchtwird/ da kan nicht leicht eine Ansteckung oder Fäulungdes Geblüts/ wodurch dieSM-tu, vitale» angeflammtund entzündet werden/erfolgen.
Die Leute/ welche den Krancken warten müssen/ willI). L)obcr?enzk/ cle dlezroponte, in IVijlcellaneiz Lu-kiotorum.^nno 9.6c io. Oblcrvationc 170 p. z8l solange sie den Krancken in der Nahe sind / sollen sie dmSpeichel nie hinab in den Leib schlingen/ sondern allzeitwohl ausspürtzen/ danndieklialmata, inquinsmciusund conlaminatones, der von anfälligen Kranckheitenansteckten Personen/vermischen sich/weil sie sehr lp-ri.tuo» und subril sind / gar leichtlich und empfindlich mitunserm Speichel / durch die Sinnlichkeit des Ge-schmacks/ und wann derselbe m den Magen hineinge-schluckt wird/ nimmet er daselbst seinen Sitz/ inkcirtdenselbigen / biß er endlich gar mit dem Gebiet ver-mischt/ die lebhafften Geister angreifst und bestreitet/ja wohl gar überwindet und zu Boden wirsst; und die-ses soll man in Obacht nehmen/bey allen Patienten/dievomAussatz/ Klsio Qsiiico, Schwindsucht/ rothenRuhr/allerhand febribu» >-laiiHni8,undanderßgiffll-> gen ansteckenden Kranckheiten befallen sind / daß man- den Speichel nie hinabschlucket / sondern allzeit aus-j
spürtzet/und dieses so lang/ als er vermeynet / doßihmdieSpK-era vicimtatis schaden kan; man soll auch sol-ches thun/ so lang man etwan durch einen mkcittenOrt gehen/ oder/wo man in einer übel-riechenden Lufftsich aufhalten mus; dann durch die Nasen mögen der-gleichen lnspirstiones nicht so leichtlich schaden/ weil lman daselbst mit ?r«lervaüven und tauglich widerGifft streitenden Balsamen / leichtlicher wehren kan.Andere sind derMeynung/wann man/Beruffs halber/zu einem solchen Krancken/odeil gar zu einem Verstor-benen gehen muß/ so sol^nan sich/nächst fieissiAem Ge-bet/also przxscr Viren/ nemlich/vorher einen Küdel oderBecken mit heissem Wasser oder Milch in das Gemachsetzen lassen / und einen heissen erst aus dem Ofen kom»menden Laib Brod mitten voneinander schneiden/ deneinen Theil in die Höhe/ mitten in der Kammer / alsoaufhängen/ daß die Schmollen unter sich sehe/ und dasandere halbe Theil lege man neben das Bette / zwi-schen sich und dem Patienten / daß die Krumme oderSchmollen übersich gehe / man muß aber dieses Brodüber eineStund hernach vergraben/daß wederMenschnoch Viehe davon zu essen bekommen möge/ auch mußman das Wasser oder Milch an solche Oerter weggies-sen/ da niemand hinkommt / oder in fliessende Wasser/oder in eine Gruben / die man alsobald wieder mit Er-den beschütten muß / sonderlich muß diß gethan wer-den / wann der Patient am Sterben/ oder schon ver-schieden ist / und soll man sich sonderlich vor seinemOdem oder Prodem hüten; das heisss Wasser oderMilch/ muß man/ so offt es kalt worden/ wieder mitneuem versetzen; man mag auch/im Fall der Noth/nurkaltesWasser/aus dem tiefestenBronnen/den man ha-ben kan/fchöpffen/in Gefasen umher setzen/auch Bodenund Wände offt damit besprengen/ und alle 2. oder z.Stund// allezelt wieder erfrischen / thutmangrünenVictriol darein / so zieht es das Gisst desto starcker ansich;Item/lege man grüne oder dürre Rauten in scharf-en Wein-Essig / 24. Stunden lang/ mach hernach ei-nenZiegel-Stein gantz heiß/und sprenge nach und nachdiesen Essig darauf/ der davon entstehende Dunst ver-treibt das Gifft aus den Klumsen und Löchern / wo ersfindet^ man mag auch wohl mit diesem Rauten - Essigdie Hände waschen/ und die Nasen Löcher damit oft-mals befeuchten; In die Fenster soll man wohlriechen-de Kräuter stecken / also auch gleichermassen in alleKlumsen/ als Wein Rauten/Schaben-Kraut/ Sal-bey/Wolgemuth/Lavendel/ Stab-Wurtz/ k^num(Zrscum.und dergleichemJß und trinck niemals in soll
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