Anderes Buch/Haus-Vatter.
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riZiren können; welches in Feld Zügen/zu schleunigerBeförderung/em guter Vorschub ist. So müssen sie«uch/zum Theil / m derMinier-Kunst einen zimlichenUnterricht und genügsame Anleitung haben; Item/wie und wo man die tournciien geschicklich setzen/ und
mit was vor Vortheil man die Minen sprengen; oder/wo man in einer Garnison liegt / die comrs Minengegen den Feind führen/ und sein Miniren zu Schan-den nnchen solle»
xii.
Was zu thun/ wann ein Haus-Vatter seine Kinder
verheyrathm will.
Ine von den grösten/ doch nützlichsten Sorgenist/wann ein Christlicher Haus-Vatter/ seinGeschlecht zu perpceuiren/einen Sohn/ oderwegen guter Versorgung/eine Tochter/noch in seinemLeben/wol verheyrathet. Nun sind bey der Well diß-falls mancherley Absehen: etliche suchen ihr imereiZe,als grosse machtige ^liiancen und Freundschafften/et-liche suchen Reichthum und Geld/wie Lolinusvon denThraciern saget: l^onmoribu, nudunt,s«<j prseiniis;und ist wahr/wie eine vornehme Freundschafft ein An-,sehen gibt oder vermehret/ also hat der Reichthum eine
undlncimstior, beyzeiten wahrnehmen/ist es rathsam/fyrthelssen/ ist es aber dedenckiich/ im Anfang gleichvorbauen;, vor allen Dingen soll er seiner künffrigmSchnur oder Tochter-Manns ^atme« und Eigelbschasst ihre Auferziehung und Euern/ genau und wobetrachten / weil die Kinder meistenthei.s den Sternnacharten/wo Vatter und Mutter gomoß/ ge-.^ig/un-billich/ leichtfertig / lasterhafft / verschwenderisch sind/kan er seinen Kindern mit Bescheidenheit solches vor-stellen/und sie bey Zeiten von ihrer Vertraulichkeit av-ziehen/da:du:ch man sonst/an statt desGöttlichenSce-
tressliche commoMt/ dardurch fast alles zu erlangen gens/ihm selbsr denFluch über denHals bringet; Item/und zuWege zu bringen; wer aber allein dieses suchet/ wann sie zu zärtlich/ zu hoffartig und!u unwirtlich
- ^ ^ ' ^ -^^d/^heistes/nachdesSst/riciAusspruch:
kroäiAa nvn senlit pereuntcmkoemins ccolum,^«velut cxkzukÄ rcclivivus pullulet srcädlummui, Lc t plcno scmpsrtollstur acelbo»!^on unczuam reputst, quanti suzZzuc^ia conkent.
Daher seine Kinder/ ob sie schon sonst zimlich bey Mit,teln wären/ durch einen solchen liederlichen Ehegatten/leichtlich gar amBettelstab/und in ein grossesElend ge-rathen können: Das vornehmste kequilttum.darauf/so wol Vatter alsKinder/sehen sollen/istGottesfurcht/mit welcher man denZuwachs undBeyfall allerGlück-seligkeiten zu hoffen hat/ und / wann die Eltern eine
der findet manchesmal soviel andere Beschwerlichkei-ten/ die alle diese eingebildete Glückseligkeiten verbit-tern und vergällen. Das vornehmste Stuck/wo eineHeyrath glücklich soll getroffen werden/ist/ so wol aufder Eltern als Kinder Seiten/ein andachtig und eifert-aes Gebet/ daß GOtt seinenRaphaelins Mitteisen-den/und selbst Braut-Werber seyn wolle: Sonst alleHeyrathen/die nur äusserlichesAdsehen haben/sind vfftmehr für fsmaiia als tseslia zu halten. Und wo die Ge-müther der Eheleute nicht übereinstimmen / ist es alseine iViukics von zweyen übel-gestimmten Instrumen-ten/oder/da eines von einem guten Meister/das an-
dere von einem Stümpler gebraucht wird; als wann gute löbliche Wirthschasst führen / von allen bösenman einem jungen Menschen/ wegen der Güter / will Exempeln weit entfernet / vielmehr ihren Kindern ein
ein altes oder häßlichesWeibsbild/oder einem schönenjungen Mägdlein/einen alten/oder andern ihrer Naturwiderwärtigen Mann/ aufdringen/weil insgemein/das Alter argwöhnisch/kaltsinnig/listig/langsam undverdrossen/ die Jugend aber aufrichtig / hitzig/ schnellund fürwitzig ist ; die Jugend ist freygebig / das Altergeitzig/die Jugend leichtgläubig/ das Alter untrau-sam/daher auch/ was dem einem angenehm und wol-beliebig/das ist dem andern zuwider und verhasst; istalso unmöglich / daß ein oder der andere Theil hierbeylang vergnügt seyn könne/weil zwischen wide:sinnischenlemperamcnlen keine Freundschafft oder beständigeLiebe seyn kan: drum sagt der große?o>^icu»?i,in seinem ?<>iitico: Die äki oioßis ist in^ allen Stücken falsch ; aber in den Ursachen oder Be-schaffenheit des Ehestandes amallerrichtigsten/ weilM die Menschen nicht verheyrathen nach ihren Nei-gungen/ sondern conkrmiren sich nach ihren Interes-sen,die Heyrathen geschehen zwar nach ihren Willen/aber nichtnach dem Willen/der mjt ihnen gebohrenwird/ sondern nach dem / welchen sie ihnen selbst ma-chen.
Die Wahl aber zu machen/ einen Ehegatten zu er-wählen/muß ein Haus-Vatter seinen Kindern/ alsnoch unerfahrnen Leuten/nie allein überlassen/sondernln lpeculZ czuZclam stehen / und ihrer Bezeugung
l. TW.
Vorbild vorstellen/ daraus sie mehr/ als allen Büchern/welche vonderKtKicÄgeschrieben/lernen und be-greiffen können.
Wann nun einVatter ein solchesZubjcät angetrossen/muß er erstlich bedencke/ ob es seyn könne/daß seineAnschläge möchten einen gutenAusgang gewinnen/wiees anzugreiffen/daß es geschicklich angestellet/vermit-telt und vollbracht werde; Er muß seinen Sohn solcheIntention weislich entdecken/und seine l-iciinsrior, vor-her» pcnetriren / darnach muß er auch einen gutenFreund haben/der ihn mitRath und That an dieHandstehe/und an denselben Ort auch etwas gelte/ demitman Gelegenheit finden kan / erstlich zur Kundschafft/un hernach zurVertraulichkeit/folgends zurWerbungund Handlung zu gelangen. Wer schöne und wolge-zogene Kinder hat/der ist in allen seinen Vorhaben de-sto glückseliger; die Schönheit hat in den menschlichencommertzienden ersten Rang / sie stellet sich den Au-gen vor mit trefflichem Vortheil/nimmt das Gemüthein/ und bekrieget unsere Naigung und/uclicium.witeinem grossen ?rsejuclic>ound Ansehen/ wie der treff-liche I^ricu8öai6e saget/l. I vc!?. 10.
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