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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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479
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Dritten Theils Sechstes Buch.

479,

säen und pflantzen sie in irrdene Geschirr / denen der> vergraben sie hernach in das Blumen-Beete/ss scha! Boden etwas zerbrechen / damit die Früchte ihnen > den sie dem Zwiebel-Werck nicht / und können offtbekommen/ und auch wieder einsincken mögen/ und l verändert werden.

' II.

Von denen allgemeinen Regeln / welche bey denen Blnmen

in Acht zu nehmen.

^kle Blumen/ wie sie seynd/ müssen ein abson-k derlicheö Beet/ oder Blumen-Feld/vor sich^haben/ohne daß sie durcheinander gemengtwerden/damit die /enige / so man alle Jahr aufneh-men will/desto füglicher können ausgenommen werden;und diejenige / so jeweilen 4. biß s. Jahr liegen wol»len/ durch ?lufnahm der andern/nicht im Wachsthum

wie es in andern Geburten zu geschehen pfleget / in die-sen vielfältigen Saamen ein - oder andere Mißgeburtsich ereignet; Wie nun solche doppelte Blumen zu ver-mehren ftye/ die keinen Saamen trägt / solches folgetbierbey: Ist es ein Zwiebel-Gewächs/ so nehmet dieNeben-Zwiebelein / so aus der grossen Zwiebel her-vor spriessen/ brechet solche Neben-Zwiebelein ab/und

verhindert werden / welches nothwendig geschehen setzet sie in ein gutes/ fettes Erdreich/ in welchem siemüste/wann also nahe die Blumen von unterschied- ! dann anwachsen/alsdann gelanget ihr zu eurem lnt-nr.licher Art/ beysammen lägen. Jedoch / wann man Ist es ein Stengel Gewächs/ so vermehret dasselbe mitein-oder mehr Blumen-Beete zur Zierath des Gar- dem Einschnitt; hat es einen Stengel / welcher sichtens anlegen will / so müssen frühzeitige und spater nicht einschneiden lastet/ so zertheilet die Wurtzel.Blumen-Saamen/auf einem Felde ausgesäet werden/ j 8. Alles was von Blumen / Krautern / Stengel-

damit nicht / wann die eine Art verblühet/das Beer diegantze Zeit hernach/zur grösten Unzierd des Gartens/kahl und leer stehe.

2. Alle Blumen - Zwiebeln können keinen purenMist an der Zwiebel vertragen'/sondern wann selbigegedünget oder gemistet werden sollen / so ist die Lehrezu beobachten/davon vorhero Erwähnung geschehen.

z. Alle Blumen insgemein so Saamen tragen/können auch daraus gezogen werden/und geben in-sonderheit die besten Blumen/ obgleich die aus demSaamen herspriessende Pflantzen in etlichen Jahrenzuweilen keine Blumen tragen.

4. Aller Art Saamen/ als benamentlich von Tuli-panen/Cron-lmperiaien/und dergleichen Blumen/joden gantzen Winter durch / ohne Schaden des Fro-stes / im Garten stehen/ selbiger will alsobald im Vor-jahr/so bald der Schnee hinweg ist/gantz dünn ge-säet werden/und so ihr beym Nachsehen befindet/daßder saamen Zwiebeln setzet / so lasset diese Zwiebelnz.Jahr auf einer Stelle stehen/ und demnächst nehmetdieselbe im Herbst aus/und versetzet sie auf ein abson-derliches Held.

f. Alles was aus Saamen gezogen wird / muß infettem mit Sand vermischten Grund/und in der Son-nen stehen.

6. Alle Pflantzen/ so aus dem Saamen gezogenwerden/seynd von dem Unkraut nach Nothdursst zureinigen/solches befördert deren Wachsthum.

7. Zu machen/daß man eine doppelte Blume auseinem einfachen Saamen ziehe /welches sonsten nichtbald zu geschehen pfleget; Man muß sich die MüheinZurüstung der Felder/nicht verdrießen lassen/undöffters einfachen Saamen darein säen / so viel / daß ,man 2 .biß ?oO. Pflantzen in der Anzahl machet / so Unkraut/Raupen und andern schädlichen Ungezieferwerden in diesen Pflantzen sich etwann zwey oder drey wol gesäubert werden/gleich dann hie» bey zu merckcn/doppelte Blumen hervor thun/ nicht daß die Quanti- daß Citronen-Baume etliche malen Lause wieWanzentät des Saamens ein solches eben verschaffet/sondern I bekommen und haben/wovon man sie reinigen muß.

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Gewachs/wie Graß-Blumen eingeschnitten wird/er-fordert leichten/ fetten/ mitSand vermengten Grund.

?. Alle Bmmen oder Kräuter/so der ^ricui« ur6,oder ^uiicni gleich sind/ und einen Stengel haben/so nichts höltzernes in sich hat/also/daß sichs nicht ein-schneiden lässet/ daffclbige spaltet man an der Wurtzel/und vermehrer sie solcher Gestalt.

10. Alle Blumen/welche gleich seynd der Omp».nuliL szir-,miä-ii>, oder Iricjl 6UÜ6NS, als welche keinenEinschnitt vom Messer oder Stahl vertragen können/werden mit der Hand durchgebrochen / und also ver-mehret; jedoch mag das Kraut solcher Blumen wolmit dein Messer abgeschnitten werden.

11. Alles Zwiebel-Gewächs/ so keine Neben-Zwie-belein setzet/ wird mit dem Einschnitt vermehret.

iz.MerBlumen-^aamen muß gantz trocken undreiffabgebrochen werden.

i z. Es müssen allen Blumen/Baume und Krau-ter/ wann selbige verpfiantzet werden / die überflüssigeWurtzeln benommen/ und an einen schattigten Ort solange gestellet werden/biß daß sich das Gewächs inet"was erholet.

14. Alle Blumen/ so an einem schattigten Orte ste-hen/ werden ihre Blühe lange behalten; jedoch müssetihr sothane Blühe nicht beregnen lassen / die Knospeaber muß begossen werden.

1 s.Alles so krum wächst/kan und muß gerichtet wndö.

16. Kein Saum oder Blum / so Blüth oder Früch-te träget/muß verpfiantzet werden.

17. Keine Wurtzel muß von Erde entblösset seyn.

18. Alle Pflantzen von Blumen müsset ihr so groß

lassen/als ihr immer könnet,l 9. AlleBäume/Kräuter undGewächft müssen

vom