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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Des AoMhcn Land-undFeld-Lcbenö

sind / wie sie doch anjetzo absonderlich und

ohne sonderliche Lolisiciei-cinon der Bläktetzu beobachten/für uns nehmen wollen.

2. Zu den Blumen nun zu kommen / sv hat selbigeuns die gutigeNatur(odervilmehrder gutigeGchöpf-fer der Natur) daß sie Uns Menschen einige anmuthi-Ae Liebligkeiten geben solten/aus ihrer reichen SchoßHerfür gebracht. Dann durch ftlchz liebkosende An

und gleichscim erfrischet werden/das Gesicht und dertz^ruch: Das Gesicht wird ermuntert / durch die un-zählbare und wol recht Verwunderungswürdige Va-rietXt, oder Veränderungen ihrer Gestalt; Der Ge-ruch aber / wird erfrischet und erquicket/ durch die un-aussprechliche Liebiichkert ihres Bisamtuffts^ Unddie Wahrheit zu bekennen / so glaube ich nicht/daß irgend anderstwo die Natur/ besonders mit einerso vermehrten und fruchtreichenFreude spiele / als ebenin den Biumen-Garrm/dahero ich folgender massen zusingen bewogen worden:

OwettheBlumen-Schaar! ihr neuert unsreSinenmit eurer Lieblichkeit.

Ihr wecket in uns auf ein neues Lust-Beginnen/wann uns such weist die Zeit.

JaFarb/Gcruch/G.'stalr/undwas ihrsonste habet/ist alles schon und gut.

KeinErden-Printz ja nicht so schön als ihr eintrabet/obgleich schon stoitz sein Muth.

Narcissen und Viol/ die bunte Blum der Nelcken/der Tulpen reines Kteid.

Sind schönet Gärten-Zierd'; O daß doch ohn'bestünde solche Freud! ( Verwelkten/

z. Die Farben der Blumen belangend/so ist nicht ^tbohl einer Vermengung ( dann von den Haupt-Far-ben will ich nichts sagen ) zu gedencken/ die sich nicktin höchster Vollkommenheit befinden wird in demRang der Blumen/dahero jener recht gesungen / alser ein reiches Blumen-Feld angetroffen:

Kommt wehrte Blumen-Freund!

kommt lasset uns beschauen/

Wie schön öieFarben seynd/in diesen Blumen-Auen;

Roth/ schwartz/ grün/ gelb und weiß/

blau/ braun/ und unterlassen/

Daß auch des Mahlers-Fleiß/

solch' Mischung nicht kan fassen.

Die gläntzet schön wie Gold/die ander' Silber weiset/

Die Färb ist Augen hold/

und jene selbst sich preiset.

Fürwahr ich glaube nicht

daß noch ein Färb zu nennen/die nicht aufs schönste dem G'sicht/die Blumen zeigen können.

So wollen zwar etliche / daß die grüne und schwac-he Färb in den Blumen an und für sich selbsten nichtanzutreffen sey; Mein wir wollen solches zwar den

Zeichnen Naturlimdigern zu beurtheilen überessen/( Vicjcsturi.zuicm!!>!:rz, l_ib.2.c.s.) Unterdessen abernut den Tulipen/ die ich (schreibt6cncroiu5^>n.5rlc,.

mcrus in5iorr>cu^r >I>a cxccrplin'.us p.2^9.)

nicht allein Mit grünen Streben in den BlumeN/son-dern auch mit gantz grünen Blumen selber gehabt;Atem/mit dem tiorc vir>cil, undmiteiner

Negel- ode» Gras-Blumen / die mitten in der rothenFärb bisweilen gantze grüne Blätter / bißweilen nurgrüne treisse hat / und dahVr der Jagel'genennetwird; Item/wegen der Schwärtze mil der^nclc i>u-liana, mit dem schwartzen Boden in der u>ip-,,in PS-pavei^c crrslico, und M der Hncmonc da6 Wider-spiel erweisen.

4. Sonsten/ weil die Fürwitzigkut des Menschengesehen/daß den Winter über wenig oder fast gar kei-ne Blumen anzutreffen seyn / als haben sie aufMitt«!gedacht/solcher Sommer-Frucht in deck Winter auchsich zu bedienen, i^zu, sagr/ man solle ent-

weder Blatter oder Blumen/wann sie in ihrer bestent>01 stehen/ von den (rochen oder leibfarbmM^ge-lein vder Gras^Blum'en / von den blauen Ritterft>orn/RinZel-Blumen/Peonien/Tul>pen/Korn-Blumcn/zc.nchmen/und sieaufreines Tuch/ Bret/ oder Geschirrlegen/und auf einem mitlelmässig-gewärmten Ofensetzen/und geschwind trocknen lassen. Allein/ich hal-te nicht dafür/daß etwas schönes daraus werden wür-de. Besser ist es/ wann man besagte/ oder auch ande-re Blumen nimmt/Und iiachäbgeworffenen Stielen/zusein gehpbe;ies Bret aufsetzet / darauf mit dürrenUbr-Sand gantz überschüttet / und an der Sonnendürr werden lässet. Die Rittersporn/die rosenfarbenSternblümlem/ .die Ringelblumen/:t. mögen nur aneiner Schnur aufgebenckt / gedörret werden. Wie diecmnoch geflossene Rosen-Knöpffeingejaltzen werden/ist/als vorhin bekandt/unnöthig ju beschreiben.

s. Wie die Blumen in einem Garten sollen einge-theilet werden/stelle ich in eines jeden Belieben. ^u-rcmbcrKws meldet dieses: Datnit ich etwas wenigesvon der Äbtheuung d-r Blumen durch den Gartenhinzu thue; So können entweder eims GeschlechtsBlumen in ein Bettlein zusammen gesetzet werden/ei-nes andern in ein anderes; dieses mit Lilien/ jenes mitTulipen/ein anders mitNegelein. Oder/welches schö-ner ist / so können die Blumen alft» -wpomrt werden/haß sowohl im Ssmmer als im Frühling in verschie-denen Monaten/ von verschiedenen Arten oder Blu-men das Blumen-Feld gezieret seye.

Wie nun diese letztere Ordnung nicht allerdingszu verachten/so haben wir doch/unsers Tbeils/weildas Zwiebel-ÄZerck nicht qern eili anders Gewächsleidet; Item/nicht alle Blumen gleichen Grund'ha-ben wollen; Zu deme auch immer eines dem änderndie Krafft enrziehet/ sich überhöhet/ und das andereerstöcket/ selbige nicht nützlich befunden,. Wir/un-sers Theils folgen der ersten Abtheilung nach/ und da-mit/ nach Abgang der Blumen/von Zwiebeln oderBullen in denselbenFeldern/ je eine und andere Blu-me vorhanden sey / setzen wir entweder Blumen/ dienicht weit und sich ausbreiten/in die Mitte / öder

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