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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
332
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Des Adeljchen Land unv Feld Lebeilö

solchem Ast zwey andereZlugen-Aeste herkommen/also !daß der unterste heraus / und der obere hinein stünde/so muß dieser hinein -stehende nicht weggeschinl^nwerden/ weilen ohne dem das alle Holtz biß an denheraus-stehenden folgendes Jahr hinweg geschnittenwird / ,st also nicht rarhsam / den Baum am diese Zeitin dem alten Hol.:) abzuwerten.

z. Einen Baum/der nicht mehr als ein oder zweyJahr gestanden/ und noch etwas schwach ijl/ müssenden gantzen Sommer keine Aeste benommen / oderweggeschnitten werden/ob sie gleich/wol odelübei/ztc-hen/gut.oder falsch sind/ bleiben sie dennoch stehen/bißdie rechte Zeit zu schneiden herbey kommer/wiewoloie-ser junge Baum für sich oder sm seinen kleinen Stnntsolche 2leste nicht alle nöthig Karte/ mchrsdestow. Ni-ger lasset man ihn solche/ um die Wurtzem heilen zuvermehren; Dann/ je mehr ein iunger Baum Aestehat/je mehr Wurtzeln er ansitzet; »m Gegentyai/je mehr solche im Sommer wegschnitten/je schwä-cher seine Wurtzeln werden / und kan ein /unger!Baum durch das viele Schneiden imSomimrgar >verderben / oder von einiger Kranckhea angesleckerwerden/ sintemalen der Saffc durch solche benom-mene Aeste zurück weichet/und der Krebs oder Brandan die Pfersig und einen schädlichen

Gummi ansetzet / zumalen wann der Stamm desSommers zuviel entblösset oder entdecke! wird/ wiedann sonderlich ein Baum/so an einer ^cMcr widerdie Mauren und gegen Mittag stehet/ vonderSon-!nen imhitzig-und trocknen Erreich/ ohne dem/starckopcriret.

Es ist wol wahr / daß einem öouquc: oder freyenBaum in der Mitten der Sonnen Lussc gemach c wer-den muß/ damit die Früchte ihre rechte »»i-uran- ^nehmen können / sonderlich wann selbige in ememfeuchten Grund stehen^ allein mir dann die

Blattersollen den Stamm/so viel nöthig / bedecketkalten / doch aber auch ohne Vechmderung der!Früchten und Frucht-Aeste; wann man jolches n; ei-nem hitzigen Erdreich allzu viel pr .ct.c ren wollte/würde vorgemeldteKranckheir nicht ausbleiben/dar-um werden auch von dem Monat Äugusto an/biß zurechter Schneidens-Zeit/keine Aeste von dem Baumgeschnitten/wol aber in solchem Monat alle Baumedurchsuchet/ob deren Flüchte auch LM und Sonnehaben/ und so das nicht ist / dann werden die Blätter/welche um oder bey den Früchten sind / oder solch«bedecken/ mit einer Scheer an dem Stiel hmweg ge-!schnitten/ und kan auch in dem vorhergchendem Mo-nat Julio schon ein Anfang gemacht werden/ damitallgemach die Früchte von der sonnen ihre Güti«z-keit und Louicur bekommen/ ob auch gleich die Blat-ter bißhero denen Früchten lirumab > gewesen/so istdennoch dahin zusehen / daß die Früchte sowol in alsnach vorgemeldtem Monat/nicht allzuverdecket/ oderzu viel Schaden haben / damit nicht sowol Holtz alsFrucht rechtzeitig wird/sonderlich finden sich Flüch-te/ als KL. da wohl zwantzig bey-sammenstehen/ und wann dann solchen die Blatter ,zwischen den Früchten nicht benommen wird/bekom-men selbige eine schlechte (.'oulcur.

Die frühzeitige , Kirschen und Pfersich

haben solches auch sehr nöthig/anders sie keine Far-be annehmen/deswegen folcht( auch Birn und Aepf-sel) wegen grosser Hitze / nach der Sonnen Unter-gang / mit einer darzu mir vielen Löchlein ge-!machten Wasser - Spritze besprenget werden/wei-'chesdie Flüchte nicht allein nun-iret/ sondern auchmehr Erfrischung und ^afft giebet; dieses erhalt ser- ^ner den Baumgrün und frisch/ sintemalen er solchesan Sratt eines Abend-Regens/ oder Nacht-Thaueskiasstlgempfindet / und zu der Flüchten Geschmackund (ouleur fürnemlich dienet/thut dem Baumauchbesser als der Wmtzci zu begiessen/ welches vielmehrdie Früchte schwach und ungefchmackt machet; jedochdem Wasse^ zuvor durch der Sonnen Hitze die Kal-te benommen wird.

Wann weiters zu so'cher Zeit im Augusto nocheinige Aeste cm einem Baum gefunden werden/ diehmweg geschnitten seyn sollen/und den Flüchten undFrucht-Aesten zu viel Schatten verursachen / werdendoch solche zu der Zeit stehen gelassen ; allein/so vielkan man thun/daß man solchen Ast s. 6. oder mehrBlätter / sammt den Augen heraus reisse/auchdie klei-ne Aestlein/weiche an einem so'chen Ast stehen/könnenwol sammt ihren Blattern ( verstehe die den Früch-ten verhinderlich) weggeschnitten werden/ damit die^>onne etwas Lufft habe/ hernacher wann es Zeit zuschneiden ist / daß man alsdann solchen hinwegschneide.

4. Sv man einige Erfrischung einem Baum er-weisen wollte/kan man/wann die Früchte biß in dasdritte oder vierdte Theil'grösser gewachsen sind/undderen viel auf einem Knopss beysammen stehen / diekleinesten mir einer Scheer weg / und den Stiel mit-ten entzwey schneiden / sonderlich an denen i cui-c,öuu Lkrcticn a'tty vcr, auch an allen Winter-Früch-ten/und geschiehet solches zu demEnde/um demBaumdieLastzu benehmen/ und die Früchte grösser zu ha-ben/dergestalt wird an einem gar schwachen Ast nurein oder zwey solche Frucht gelassen ; aus welche Arter folgende Jahren stärcker/ und deren mehr erhal,tenkan.

Dieses Schneiden in dem Monat Julio wollendie Baume alle Jahr haben/ und wann solches ge-schiehet/so ist viel Arbeit im Früh-Jahr iret;Es muß aber solches im Abnehmen des Monds/ beyschönen trocknem Wetter geschehen / welches letztere( versiehe schön trocken Wetter ) bey allem Schnei-den soll oblciviret seyn.

Die neu-gesetzte Baume von ein biß zwey Jahrenwerden zu gemeidter Zeit/ um ihre Wurtzeln zu ver-mehren/nicht geschnitten/und muß mit solchen biß inWinrer/da der Baum inRuheist/solanqmmgebal--ten welden;Hingegenwird an einem starckenBaum/ >dieWurtzel nicht zu vermehren / sondern derselbenauf allerhand Weise Abbruch zu thun/gesuchet / deß-wegen werden auch in Sommers-Heiten solche Aesteweggeschnitten/ wodurch die Früchte gesto'rcket / dieAeste in ihrem Holtz vollkomener/un dieFrücht Knöpf-fe/ welch: künfftiges Jahr tragen/gefüllet werden.

N ö. Der erste ^>afft thut nichts zu den Früchten

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