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Des Adelichm Land unv zc!d^ebenS
es voll Beyfuß/ und gieß Wein darauf. Dieser Weinist ein augenscheinliches Mittel / in Ausführung desSteins und Griesses im Menschlichen Lewe/ und an-bey eine herzliche Blut-Reinigung.
8. Borragen-Blüt-Wein. Den kan man machenwie man will/entweder die Blüte in einem Sackieinm den Most hangen und damit vergahren lassen/ oderdieselben erst nach derVergährungdarzuzuthun.Unddieses mag auch mit alten Wein vorgenommen undverrichtet werden. Die Blumen werden am bestendörr und trocken/ in ziemlicher LvpiZ hinein gethan/dann zugejpündet/und wann deren Krafft vom Weinausgezogen ist/ wieder heraus genommen. DieserWem empfangt die Eigenschaffren und Tugenden derBlumen/welche massig erwärmen/Verdünnern / zer-theilen/gute Hjziricuz ^-nci-iren/ das Hertz stärcken/dessen Zittern oder Klopffen stillen/frölich machen /die Melancholey und Gifft vertreiben ; Item / dieGelb und Miitz-Sucht/ Schwindel/ Hhnmacht/ ver-siopffte Monar-Zeit/zc. curiren.
9. Brombeer-Wein.Nimm ein Maas Honig/und5 .Maas Brom-Beere / solche mische wol zusammen/darnach thue 6.mal so viel Wein darunter/ und siedees bey einem Feuer/laß es wol erwallen/und schäu-me es immer ab/ alsdann seyhe es durch ein Tuch/undwanns wohl erkaltet / so thue es wieder zum Feuer/und schäume es sieiffig/wie zuvor. Thue es darnachin ein fein rein und sauber Vaßlein/und laß es wol zuihm selber kommen / wann du es trincken wilt/so kostees zuvor/ist dirs zustarck/so mische mehr Wein dar-unter/und mache dirs/wie du es gerne trinckest. Die-ser Tranck ist gut für die Hitz.
10. ^uglossen-oder Qchsmzungen- Wein. Neh-met Buglossen mit Blättern und Wurtzeln/ thut deninnerlichen Kern an den Wurtzeln heraus/Eennet/rotbe Rosen/Borrag^Blumen und Buglossen- Blu-men ledes ein Pfund / zerknirschet alles miteinander/tbut es in ein lang- rund Sacklein/ daß es durch denSpunt in ein drey-Oehmicht Vaß möge hinein ge-hen/füllet das Vaß in die Helfftemit gutem weissenMost/die andere Helffte lasset in einem Kessel sieden/und verschäumet sie wob!/ giesset sie darnach auch indas Vaß/ hanget das Sacklein darein / und lassetsalso zugeschlagen stehen/ bis der Wein klar wird/trincket das gantze Jahr darvvn/sonderlich im Win-ter/ im Frühling und im Herbst. Dieser Wein die-net wider viel Gebrechen / vornehmlich ist er gut dieK»eii5>cku!ico5, oder melancholischen Gemüther / zuerfreuen / und die Schwermuth zu vertreiben / den(^koiencis, denen/so Mangel an der Lebern haben/denen welchen die Nieren verstopfst / und denen so be-schwerlich harnen/ ist er sehr dienlich. Ist auch gutfür das vier-tägige Fieber/für inlmliche Verkaltung/und für das böfe Geblüt.
ü. Cardobenedicten-Wein. Dieser Wein kanmit dem Kraut und Saamen von Cardobenedictenfein sauber darein gehenckt/mil Most oder alten Weinzu bereitet werden. Hat eine Krafft zu erwarmen/dünn zu machen/zu eröffnen/ zu reinigen/den Schweißund Harn zu treiben / die Monatliche Zeit zu beför-dern/der Fäule zuwiderstehen / Gifft auszutreiben/
das Hertz zu starcken/ Wunden zuheilen / allerleyFieber / sonderlich testen und qusrr m , oder dasdrey-und vier-Tag»ge; Item/ den Stein / Schar-bock/ Husten/ Seiten-Stechen / die Gelb - Miltz-'Schwind- und Wassersucht :c. curiren.
12. Dosten-Wein. Wird gleicher Gestalt von demKrallt lind Blumen vor oder nach der Gährung inMost oder Wein gehenckt / gemacht / und wie beyvorigen berichtet worden/darmitprocediret. DieserWein hatKraffr zu erwarmen/zu durchsclmeiden/dünnzu machen/zu eröffnen/zertheilen/ den Schweiß undUrin zu treiben/das Haupt undHertz/ja! alle Sinne zustarcken/ Melancholey Magm-Wche/ Eckel/ Schlu-cken / Husten / Engbrüstigkeit / Keichen / Heiserkeit/Gelb-undWassersucht/:c. zu vertreiben/auch denWei-bern die Milch zu mehren/:c.
1 z. Ehrenpreiß-Wein. Hat mit vorigen gleicheZubereitungs-Art/ die Wirckung aber richtet sich nachder Krafft des Krauts / welche ist zu erkennen / zudurchschneiden / den Schweiß und Urin zu treiben/folglich auch den Stein fort zuführen / der. Lungenund anderer Vjlccrum, Geschwar oder Wunden;Jlem/die Colic / Leber - und Miltz - Verstopfung/Gelb- Schwind- und Wassersucht / wie auch das Ju-cken lind Kratze / Unfruchtbarkeit/böse gifftige Fieberzn euriren und zu vertreiben.
14. Flieder - oder Hollunder- Wein. Brich Flie-der- oder Hollunder - Blühe/wann sie noch nicht garweit aufgegangen seyn/ ab/dürre oder trockne sie inreiner Luffc / daß sie nicht schimmlicht werden / undverwahre sie dann wohl in einem Säcklein oderSchachtel an einem trocknen Ort / da sie keine Feuch-tigkeit wieder an sich ziehen können/biß aufden Herlest/oder zur Zeit des Gebrauchs. Wann man nun Weingelesen lind Most gemacht hat/ so hange der Blumenein wenig in ein Vaß/ oder wirff sie gar hinein/undlaß den Most darmit vergahren/ so wird er köstlichund gut.
Dieser Flieder - oder Hollunder - Wein erwärmet/verdünnert/ zertheilet / eröffnet die Verstarckung derLe'-er/ Miltz/Nieren und Mutter/stärcket den Magen/das Hertz/vertreibet die Melancholey/ das drey-undvier- tagige Fieber/Geschwulst und Waffersucht;item/dasRorhlauffen / Gicht / Zahn-Wehe / treibet denSchweiß und Urin/lindert die Schmertzen / vermehretdie Mich den säugenden Weibern / und wehret denGifft/ :c.
is.Gundelreb-Wein. tt-cl-rZ tei-rcttr^, Gundel-reb-Wein/ist ein sehr edles Krautlein/und giebet auchgar einen gesunden und heilsamen Wein zu sehr vielenLeibes-BeschwerungemDieser kan eben auf vorige Artmir Most oder alten Wein zubereitet und gebrauchetwerden. Schmecket aber nicht so lieblich und annehm-lich. Dessen fürnehmste Krafft ist zu erwarmen/ eröff-nen/dünn zu machen/ Urin zu treiben/ und dannenherodie Brust und Nieren vom Schleim und l^rtsr« zureinigen/den Stein fort zutreiben/, die Monat-Zeitzu befördern/ Wunden und Geschware zu Heilm/Gelb-und Miltzsucht zu cunren/:c.
16. Graß-Wein. Es wird dieser Wein von jun-gen GraßWurtz.'ln dergestalt bereitet und gemacht:
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