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Des AdeliHen Land-und Ze !d -Lebens.
wol anlege / und jede Arbeit so viel möglich/ befördere/auch zu rechter Zeit verrichte / auf daß nichts verab-säumet werde/auch keine Arbeit der andern hinder-lich sey. So man auch im vorigen Monat mit Bau-und Grund-Tragen nicht fertig werden könne/ ist nö-thig/daß man nun selbiges beschleunige / und sonder-lich solche Tage darzu anwende/die ohne das zu ande-rer Arbeit wenig dienstlich seynd/wie sichs dann öss-ters zu begeben pfleget. Nach verrichtetem schneidenund Bautragen will sichs gebühren/daß man stracksdas Einlegen der Reben vor die Hand nehme / und al-so die Arbeit/ wo möglich / vor dem Hacken verrichte /damit durch dasselbe der Boden .fein wiederum vereb-net werde / dann da es widrigen Falls Hernachmahlsgeschieht/ siehet alsdann der Boden sehr unlustig aus.iW.DiesesEinlegen sollAnfangsan trocknen Orte an-gestellt werden/ weil alsdan die Erden von dem vergan-geneWinter noch etwas feucht ist/auf daß man also mirder Arbeit desto besser fortkommen könne; Es soll aberwie vorgehend gesagt/kein ^?tock eingelegt werden /man thue dann etwas von wolgtfülltemMist/Schaaf-Hörnern/ oder guten Scherr - Grund in die Gruben;zu den eingelegten Ruthen/ soll man alsbaldtAteckenschlagen/ und die Schoß daran hessten / die Banderaber nicht zu hart anziehen/ weilen sie es wegen Zartig-keil der Jugend noch nicht wol erleiden mögen. Aufdas Graben folget alsobalddas Hacken/ an welchemviel mehr gelegen/ als einige daraufhalten/»nassen ichmich von erfahrnen Wein-Meistern berichten lassen/daß ein wol-tiesses und sauberes Hacken / ohne Mist-Anlegen/ gemeiniglich besser und nützlicher sey/ alseinliederlich - obenhin gehudeltes / darzu Bau komme;Darum dann ein jeder Reb-oder Wein-Her: fleissigdarnach trachten soll/ daß seine Reben mit getreuenstarcken Mannern recht gehacket werden. Es sind diezweyWott Getreu und Starck/ nicht vergeblich zu-sammengesetzt/ weil deren keines für sich selbst/ und al-lein genugsam/sonderttbeede zugleich nothwendig er-fordere werden. Das Packeis erstreckt sich gemeini-glich biß zu ausgehendem Mertzen/ länger ist es nichtnutz und M / (es wäre dann/ daß7>er widerwärtigeJahr-Gang es dergestalt verhinderte / daß man längerdamit verziehen müste) sonst da man zu lange darmitverzeucht/daß dieR<!benzu drucken ansahen/werdenalsdann die Augen leichtlich abgeschlagen/ welchesdenReben zum mercklichm Schaden und Nachtheil ge-reichet.
Im April.
4. Man soll nun fleissig räumen um die Stöcke/ undzugleich ausreisten über und über/so gilt es für ein Ha,cke/ und ist von neuem die erste Arbeit; Stracks dar-ausund zwar noch vor demMay/folget dasPfahl-oderReb-Stsckcn Einschlagen. >16. Worbey diese Erin-nerung norhwendig beyzufügen : weil durch dasHa-cken der Reben immerdar etwas Steine und Wur-tzeln / wie auch Moder von alten unnützen Stöckenherfur kommen / sollen dieselben jetzund fleissig aufge-lesen und abgetragen / unn die Reben schön gesäu-bert werden/ in welchem etliche unfleissige Reb-Leuthgrosse Fahrlässigkeit erzeigen/ indem sie die Steine al-
so liegen Wen / daß sie nachwärts wiederum unterdie Erden/ und alsonimer aus den Reben kommen/welches sowol denselben / als der Arbeit verhmderlich/neben dem es allezeit unlustig ausstehet. Es ist aber,nicht vonnöthen/ daßmanalleSteme olMe Unterscheidauttese und hinweg schasse/ sondern allein die/so wieeinHühner-Ey und grösser/ dann die kleinem den Rebennicht nur unnachtheüig / sondern auch nützlich sind/weil einGrund/ da sich keine Steine befinden/^im-mer so wol für die Rebe gut/ als emer/ da klemeSteinedarunter vermischt/ wie solches die Erfahrenheit be--zeuget. Nachdem nun die Reden gehacket und gesäu-bert/ wollen alsdann dieRkbstecken eingeschlagen seyn; -Es wird zwar diese Arbeit für der geringsten eine gehal-ten/ als welche nicht grossen Fleiß und Erfahrenheiterfordere/und also von einem jeden leichtlich könne ver-richtet werden; Wann mmr aber die Sache recht be,rrachten will/ wird man leichtlich das Widerspiel befin-den/ dann ersUich muß man aufdie Ungleichheit derStöcke undSteeken fleissigAchrung geben/ damit manalso eineGleichheir treffen könne/ und dm hohen Stö-cken lange/denNiedern aber kui tzegebe:Darnach wirdbey demEmschlagen erfordert/ daß man eigentlich war>nehme/wie der tock stehe/und sich kehre/ auf daß indem Einschlagen die Mutter nicht etwann verderbtwerde; Wann man dann gespührt/daß der Steckendieselbe berühren wolte/ soll er alsdann wiederum aus-gezogen/und änderst eingestecket werden / um also derMutter zu verschonen.
Im May.
f. Zu Anfang diesesMonats / oder bald hernach/wird das erste Rühren/ oder Ausreisten/ in den Reben/oder Weinbergen vorgenommen/ mit dem es diese Be-schaffenheit hat; daß/ wann es soll mir Nutzen verrich-'tet werden/ man nur nicht schlecht obenher durch denBoden fahre / sondern etwas liess in denselben hineinhacke. Au dieser Arbeit wäre sehr nützlich und gut /wann man sonderbare Künst hatte / die Erde etwaszu mindern/als die damit das.erste mal gehacket wordk/auf daß also die Erde besser umgekehret und gebauetwerden möchre/ welches dann so wolden Stöcken als> der Frucht sehr wol bekommen würde. Insgemein^ muß dieses erste Rühren vderAufteissen etwas wenigeralsdasHacken/ jedoch etwas tiesser als das andereRühren geschehen/ ausUrsachen/daß der Boden beydiesem ersten Rühren schon etwas mürber und ge-schlachter worden / als es bey dem Hacken gewesen.Im Gegentheil aber noch weniger/ als bey dem andernRühren/ wie dann ein jeder/der dessen fleissig wahr-nimmt/ erkennen wird. Man soll aber zuvor/ ehe mandieseersteRühr vornimmr/dieMgenEchoß um etwaswol erstarcken lassen/dann sonsten sie gar leichtlich ab,geschlagen werden möchten/ in welchem Fall aber mansich norhwendig nach dem Jahr-Gang richten muß /nachdem nun derselbe früh oder spat / soll alsdann auchdiese Arbeit demselben gemäß fürgenommcn / und ver-richtet werden ; Gestalten man dann nicht eben eine ge-wisse Zeit hierzu bestimmen oder benennen kan; Einfast gleiches Bedencken/ hat es schier auch mit allen an-dern Wein-Arbeitern. Hierauf erfolget alsobald das
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