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Dw Adelichen Land-mwFeld->LebMs
schlage das Eyer-Weiß in dem Rosen-Wasser immer-hin mW wieder/biß es fast wie ein Wasser wird/ her-nach tuncke hinein gedoppelte weisse Leinwand/ undlege sie auf die Oerter/ wo die Mahler sind/oder dieHaut hinweg ist. Wann er will trocken werden / mußman es abnehmen/von neuem eintauchen/ und wiederdaraus legen/ und solches immer widerhohlt / das ziehetallesBlaue heraus/ heylet die Versehrte Haut/ und ver-treibet die Geschwulst in sehr kurtzer Zeit. Jrem/vordie blauen Flecken/ nimm alsbald/ wann der Fall/oderStoß geschehen/ aus einer Semel ein ^tücklein Bro-sam/ weich sie in frischBrunnen-Wasser/ und legs alsonaß aus- Wanns trocken will werden / wieder gene-tzet/ continuir ein wenig damit/so last es nicht blau wer-den. Oder netz e-n Tüchlein in Heissem Elstg / schlagsüber/wanns kalt ist/wieder gewärmet/ diß so lang/bißes hat ausgezogen. Oder nimm lerra LiZiil^t.1. ge-schabt/mitWass.r angefeuchl/ un übergebunde. So ei-ner in ein Wasser stillet / und wiederum heraus gezogewird/ so solle man ihn gleich stürtzen/ damit das Was-ftr aiis ihme lausten möge: Und sich wol hüten / daßmanihnnicht alsobaldnieder/ und das Haupt hochlege/ weit man dardurch leichtlich ersticken kan. Wiedann Hen Thomas Barrhoiinus Vl f.; 19. er-zehlet / daß einsmahls zu Venedig bey seiner Kost-Frauen/ em teutscherGoldschmid in das Wasser gesal-zen/ den man zwar heraus gezogen/ hernach aber m einBctb mir erhohetem Haupt gelegt/ daraus er noch sel-bige Nacht gählmg erstickece. Deßwegen hierinnenVorsichtigkeit vonnölhen. Man solle aber auch solcheaus dem Wasser gezogene Leuthe/ sonderlich bey küh-lem Wetter/mit warmen Tüchern wol erwarmen /und ihnen ein Zimmet-odei.- anders kräfftiges Wassereingeben/ und nicht gleich mit .?peiß und Tranckü-berfüllen/ sonderlich/ so noch Wasser bey ihnen seynsolle. Welches leichtlich folgends durch den Harn /oder das Erbrechen ausgeführet werden kan. Manfagt sonsten/ daß der jenige / welcher einen Türckis-Stein antrage/nicht leichtlich vom Pferd falle / oderihm etwas begegne. Und hat mir einsmahl ciNesFreyherm Schreiber erzehlet/ daß er mir seinemPferdvon einem Hügel in einen Graben hinab gestürtzet/ dochweder ihme noch dem Pferd das geringste Unglück be-begnetseys: Allein sein TürckiS-Stein/welchen er incinemRing am Finger getragen/habe nur einen Spaltbekommen. Wann sich hierauf zu verlassen wäre /soltc wol niemand ohne einemTürckis seyn.Sonstcn istauch vor dem Fall vom Pferd gut ein Quintlein 5pcr-mz(.'cii(Wallrath) odersovielKrebs-Augen/ wansin einer Brühe eingenommen wird. Theils thun imNothfall / da man sonsten in der Eil nichts haben kan/einen guten Trunck Baum-Oel. Andere brauchenButter mit warmen Bier. Theils Essig und Honiguntereinander gemischet.
19. Frosch. Für dem Frosch unter der Zungen:Nimm klein Feigwartzen-Kraut mit Wurtzel undBlü-he/das im April/ bey zunehmendem Mond undhüp-schem Wetter gesammlet / und an einem trocknen Ortnufgehebt sen worden/ ?. Quint / bind es in ein rothesseidenes Sacklein / häncks an Hals/an blossem Leib/rrags einMonat lang/Tag und Nacht/und verbrents
alsdann. Weiter / nimm des erstgemeldten Krauts/mit Wurtzeln und Blühe x.Quinr/ thue es in ein sau-ber verglaßres Häfelein/gieß daran ein Viertel gutenstarcken/ weissen Wein/ d^cks zu / laß den halben Theileinsieden. Netze dann eineBaum-Wolle darein / oderein lindes zartes Tüchlein/ an ein Höltzlein gebunden/und wasche das Gewächs damit / das thue offt. Undwann du denWein gebrauchet hast/so dorre dasK:aut/und'wirffs auch in das Feuer/und verbrenns.
Item/nimm Poley/Dosten/und wilde Deumentenoder wilde Müntz/ jedes so viel als man mit drey Fin-gern halten kan/Berrram-Wurtz/Neßeln/ jedes 2.Quinrlein/Gilgen 1 .Quintlein/geschnittenes Frantzo-ftn-Holtz ein halbes Quintlein ; dieses alles unterein-ander klein zerschnitten/dann kochs im Wasser / undgurgele dich des Tages drey mal. Darnach schmierees mir Oi.,morum (Maulbeer-Saffr/ der fein süß undgelinde ist/) oder zerstosse Wesche Nüsse mit ein wenigRosen-Honig / thue ein wenig Pfeffer und Saltz dar-zu/streichs o-ft auf/es hilffr.
Für dem Frosch im Hals. Nimm altes Schmcerund leisten/jedes gleich viel/stoß es durcheinander/sal-be den Hals damit bey dein Feuer/ oder in einer war-men Smben/ daß sie wohl hineingehe / und binde denHals mir einem warmen Tuch zu.
20. Gelenck. So man ein Gelenck Vertret-ren und verrencket hat / so nimme Wegrich / kochesin sauremBier-oder Wein-Eßig/schlag es um dasGlied/so befindest du/daß sichs von Stund an wiederzu recht giebt.
Ein Pflaster auf zerfallene oder kalreGelencke/ diesehr zerschallet sind: Nimm weiß Wax zwey und einhalb Loth/Mastir ein halb Quintlein / Hartz 2. Loth/Bibergeil 2.Quintlein/Zimmet/Bockshorn Kraut/Cbamillen- Blumen / Wermmh - (saamen/ jedes einhalb Loth/ zerlasse und mische es wohl untereinander/und bereite es zu einem Pflaster.
21. Geschoß. Vom Geschoß in Handen / Füssenund allen Gliedern / und voraus in Fingern/ darvonein grosser Schmertz entstehet. Von dem Geschoßwäre viel und mancherley zu schreiben / dann man haterfahren/daß ein Mensch das andere über 6oo. Meil-Weegs erschoßen hat; wie auch einsnrals zu Paris ge-schehen ist/ da ein Ehe-Mann über Meer/ wegen seinesWeibes/ zu der ein anderer grosse Liebe hatte/ermordetworden; Wie aber dieses zugegangen / mag bey dengelesen werden.
Es sind auch noch andere Geschoß / welche die alteWeiber und Wettermacherinnen wohl wissen zuzu-richten/mit Schlehen-Dorn/ mit Eychenen-Zweigen/mit Nadeln / damit ein Todter eingenehet worden/durch Fisch-Angeln/ durch Nagel aus Roß-Huss/ undvon allen andern Dingen/ das vonNatur kalt und tro-chen ist/welche dem 8atumo unterworssen. Wie esnun die tägliche Erfahrung giebt/ daß nicht allein vor-erwehnte Stücke/alsHaar/Bein/ Marck / und aller-ley solch häussigGauckelwerxk muß ausschweren/wel-ches nicht zu glauben/der es nicht mit Augen gesehenhat.
Solche Geschoß von ersten zu curirenist leicht/dannso bald du den Balsam von Hasen-Mispel daraufstrei-
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