Druckschrift 
3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
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Dritten Theils Drittes Buch.

in junHuriz, und in dem gantzen Giied mit Terpentin-Oel.

is. Dirmqicht. Gekochte Chamillen/mit Stein-Kiee-und Kimmel - Saamen / auf den wehtlMndenOrth gar warm geleger. Item Fenchel-Wasser oderLinden-Biüt/ oder Mäuß-Ohren/ Rittersporn / oderblaue Lilien. Item von weissen Glocken-Blumen-^ Wasser getruncken/ stillet das Darmgicht.! 16. Engbrüstigkeit: Nimm Zucker-Candi 2. Loch /^ lebendigen Schweffel 1. Lorh/ siosse beyde zu reinem^ Pulver/ und misch untereinander; Darvon gieb em- Loth entweder also trocken/oder in einem TrüncklcmI Vieh-Distel-Wasser/das warm seye; darmit ist cr-! lich hundert?)?enschen geholffen worden. Nimm 2.^ Loth gantzen Schwefel / stoß ihn rem/reib ein QuinrGaffer/gieß.daran 4. Loth Rosen-Wasser / und ver-misch mit dem Schwefel / lösche ihn also ab/ laß amSchatten eintrocknen/ stoß alsdann zu Pulver/ davon. gib einem alten Menschen 1. Quintlein / einem jungenein halb Quintlein in Ispen-Wasser/oder sonst in ei-nem Lungen-Tranck. Wem eng um die Brust ist /der nehme Jssop/am Schatten gedörret/2.Lorh/Lor-beer i.Loth : Stoß zusammen / darvon nehme erMorgens und Abends ein. Oder nimm des Pulversoder des Meels von gestossnen Linsen/ein Nuß-Schelf-fen voll / rrincks in einem Trüncklein warmer Geiß-Milch Morgens nüchtern 9. Tag nacheinander.Was-ser aus Eichen-Laub gebrandt/ und getruncken / ver-treibet alle Enge und Wehetagen um die Brust.OderBraunellen-Wasser getruncken/ reiniget die Brust/und machet anen guten Athem. Item Wegrich-Kraut gestossen/ und den Safft darvon gecruncken /machet weit um die Brust/und benimmt denWehetagim Hals. Oder Bethonien im warmen Wasser ge-sotten/ und genützt/ reiniget die Brust / und machetwohl athmen. Jcem nimm gut frisch süß Holtz / sau-ber geschahen/ und klein zerschnitten/ baitze es 8. Tagin Salbey oder Fenchel-Wasser ein/ darnach zwingsaus wieQuitten-Slfft/siedsmit klarem Zucker ab/wie einen ^>,ifft/das brauchet man ein Löffel vollaufeinmahl. Oder nimm Saffran 1. Scrupel / Bisam2. Gersten-Körnlein schwer: Reibs durcheinander /giebs meinemwarmenWeinzutrincken. Etliche neh-men saffran 9. Gran/Bisam z. Gran/ und thuensin Wein. Reib die Hand Morgens nüchtern mitnassem Saltz/ das ziehet den Dampssvon der Brust/und machet weit. Item / siede Brosam von weissemBrod in Geiß-Milch/biß es wird wie ein Brey/ magst' es wol mit saffran gilben/ streichs auf ein Tuch/ oderxeder/ legs auf die Brust/ wann es hart will werden/ soerfrische es wieder. ItemWermuth mit Schwertel-Wurtzel gestossen/ und gewürtzet/ vertreibet die Eng-brüstigkeit. Item Poley mit Hönig zerrieben/undgessen/ räumet die Brust.

17. Erbrechen. Fürs Erbrechen alter Leuth undjungen Kinder wegen eines bösen Magens. Nimmy.Muscaten - Nuß / Negelein zerstossen/ i.QuintKrausemuntz/rothe Rosen/Wermurh jedes i.Handvoll/zerstosset und knetret esin Sauer-Taig wol / ma-!chet es wie ein Hertz/ und legt es mit dem Spitzleinwarm in die Herzgruben. Einem Kind nimme nur ein

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wenig/das Brechen vergehet. Item WcybrauchmitEyerweiß con/i irt/und aufdie Pulsgebun^en. Ödernehmet Welsche Nuß-Kern 1 s. zerstosset d»e wol/ undsied sieinZiegen-oderGeiß-Milch/ thur darzu Dostenz. Hände voll/hiervon lasse« ihn alle Tage z.mahl s.Löffel voll trincken. Oder nimm rothe Myrrhen /Muscaten-Blumen / an.i ein Untze/Weyhrauch einLoth/das in Wein gesotten/ und getruncken / ist schrgut. Wer das Brechen des Magens hat / und dieSpeise nicht behalten kan/ der brauche den Safft vonsaueren Grauat-Aepsseln/vor Essens. Oder er esseschwartzen Rertig vor der Mahlzeit. Item nimmLavendel-Blumen/20. eingemachte Rosen-Knöpffe /auch so viel Krauscmüntz/ vor 2. Pfenning Garren-Kimn.el/und ein wenig dicke braune Negelein/ alleszusammen vermischet/ im guten Wem gesotten / undaufden Magen gelegt / wanns kalt wird/so mache eswicderumwarm/ thue es offt/so stillets da? Brechen.Oder thue eine Hand voll rotheRosen/ und eineH.mdvoll Krausemüntz in ein Säcklein / siede es im gulmrothen We»n / legs so warm es zu erleiden / auf denNabel. Odernimm Rockcn-Brod/ bähe das wohlbraun/ und reibs aufeinem Reibeisen/ desfelbigen nime4.Loth/ thue eo in einen Tiegel/gieß Wein-Essig dar-auf/tlme darzu Sauer-Taig/ Mastix/ Weyhrauch/Kraußemüntz Gersten-Meel 1. Urtz/die-

ses wol warm gemachet/auf einTnch gestrichen / undwol warm über den Nabel gelegt. Item nimm eineRinden oben von dein Brod abgeschnitten / solche ü-bcr Kohlen gebäht/ dann besprenget mirKrcmßemüntz-Wasser/ oder mir Wein-Essig/und darauf gestreuetkleine gepulverte Kraußemüntz/ dasselbige gelegt zwi-schen den Nabel und Hertz-Grube auf den Magen/dabey zutrincken geben ein Löffel voll Kraußemuntz-Wasser/und auf die Armen gebunden Kraußemüntzgrün oder dörr/ ist ein gewisse Kunst. Oder bespren-ge eine dergleichen gebähte wol Heisse Rinden Brodmit Rheinischen Brandtwein/ streue geflossene Nege-lein und Muscatnuß darauf/und legs warm aufdenNabel, iiecisz? Lölis diitri. suii. (ZcmmX, SNZ I8emi5s. (Z^IIanAD, Viscis Lubcb. ans Dracli.unam

i lcc. Hiervon werden von 4. biß m 8. Gran oderGersten-Körnlein schwer m einem Wein oder Sup-pen-Brühe eingenommen. Item nimm einen neuenSchwamm / und wasche ihn sauber aus mir Wein /netze ihn dann mit einem guten Rosen-Essig / der wohlheiß sey/ wickle ihn in ein saubers Tüchlein/ und leg chnüber den Magen.Nimm Linsen 2. Hände voll/ sied eswol in Milch zu einem Brey/ thue darzu 7. Feigen/ ge-stossnen rothen Sandel 1. Loth / Feld-Kimmel/ Deu-menten/jedes zwey Hand voll/stoß in einem Morsnerzusammen zu einem Brey/ gieß weiß Rosen - Wasserdarzu/ so viel du bedarffst. Diesen Taig thue zwischenzwey leinene Tucher/und steppe es/daß es ein breitesSacklein werde/ legs an den Magen/so warm du esleiden magst.

18. Fallen. Wann einer gefallen/daß er in demGesichte blaue Mahler bekommene/ auch die Hautverletzet/ und geschrunden ist. Nimm Rosen-Wasser/gieß es in ein «schüsseleiu/tbue da'zu das Weisse voneinem Ey/ nimm alsdann ein Stucklein Alaun/und

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