Dritten Theils Drittes Buch.
Theriac z.Loth/alsdann Kitten Safft / so viel / daßgenug ist. Diese Latwergen wird al,o gebraucht/wannder Mensch die rorhe Ruhr Harz oder MagenDig ist/so gibt man i.Quinrlem einer Person/bestrauel es mitZucker/ oder mit ein Blätiein Gold/ daß es nicht so un-lieblich ist;es hilffr gewiß; Der Quitten - Saffr / soman zu der Latwergen gebraucht / muß ohne Zuckerseyn / und der Patient muß sich wol warm daraushalten.
9. Eine gar gute Hertz Latwergen zu machen.-Mannimmt Salbey/Jsop/ Wein-Kram / Frauen-Distel/Nuß-Kern von Welschen-Nüssen/Lorbeer/jedes 2.Loth/Allant-Wurtz/ weissen Diptam / Cranaberh-Beer/ Pimpernell/ Teuffels- Abbls-Wurtzen/Gaffer/jedes einLorh/dieseWurtzen undKräurer kiem zer>tos-sen/ und durch ein Sieb geführt/des besten Saffran 1.Quinclein/guten Vcnerianischen Theriac i.Loth/dannmit gelautertem Hönig zu einer Lacwergen abgestojsenzu rechter Dicke. W um sich ein Mensch um das He; tzoder Magen klagt/giebt man einem a.tenMenschen ei-nes Ducaten schwehr m einem hiezu tauglichen Was-ser ein/und last ihn daraus schwitzen ; einem jungengiebt man weniger/ ist gewiß appr^d.ret.
10. Giffr Latwergen c Nimm Galgant / weissenDiptam/ Angelica/ Enzian/ jedes e,n Quint; Pinelle/Tormentill/ Langmid/ runde Hollwurtz/ Zirrwer / gelbund rotten Sandel/jedes emunoemhachQuiNt/Citronen-Schelffen/ rothen Armenischen Boly/ Terra-Sigillata/Zimmet/Muscat-Nuß / jedes em Quint/Saffran ein drittel Quint/Calmuß/Ingwer / Nä-gelein/ jedes ^.drittel Quint/gebrandHirsch-Horn/Campfferv jedes ein und halb Loth/ guten Theriac einviertel Pfund / Zucker ein halb Pfund ; den Zuckerdick gekocht; dann die andern -.pecics klein zerswssen/und samt dem Theriac darunter gemischt. Diese Lat-wergist dienlich in allen gifftigen Flecken Fieber/lang-wierigenHaupt-Krankhellm/und wo sonst derThenacnicht darff gebraucht werden/als bey Kindern / undSchwangern/hiervon in theriac- Waffer/mit Ci-tronen-Saffl vermischt/nach dem Alter/ vonememMen/ biß gantzem Quint schwer/ auf einmal ge-brauchet.
11. Schwindsucht-Latwergen: NimmweiffeLor-beer/thue die S belffen davon/ein Loth/und mvasCreutz-Salbey/hacke beydes klein/ mische ein<Ve>d-lein geläutert Honig/ und ein und ein halb SeidleinWasser darunter/ laß es miteinander sieden / so langals harte Eyer / zwings durch ein Tuch / darvonesse alle Morgens/und Abends / ist sehr nützlich.
12. Magenstärckungs-Latwergen: Ulmer-Rosendrey Viertel Pfund / Canari - Zucker drey ViertelPfund / Hönig ein und ein halb Seidlein / Jngber 6.Loth/ langen Pfeffer ein und ein halb Loth/ Pfefferein und ein halb Quintlein; Nagelein/MuscateN-Nuß/Zimmet/Galgant/jedes z.Quinllein; CubebeN/Cal-muß/jedes r. Quinrlein;Zitwer ein und ein halb Loth/Cardamomi 2. Loth; Wann Zucker und Hönig un-tereinander gesotten und geläutert/ biß es seine rechteDicken hat/alsdann die Rosen darein gethan/und ei-nen Sud tbun lassen/ daß sie einander annehmen/her-nach die Würtz / so alle auf das kleinste muß zerschnit-
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ten werden/hinein / und woluntereinander gerühret..>6. Wann die Würtz hinein gerühret worden / sodarff es nicht mehr sieden.
i). Emeandere vortreffliche Magen-Latwergen:Nimm 8.Loth rothe Negelem / halb dünn-und halbdicke/schneide das Weise unren davon/und hacke sieklein/dann läutere mir einem Seidlem rothen Wein/ein und em haib Psund Zucker / darnach thue die ge,hackten Negelem hinein / laß es miteinander siedenso lang als weiche Eyer / alsdann folgendes Gewürtz//Muscat-Biüh/ Cardamomen/Muscat-Nuß/ Nege-lem/ Galganr/ jedes ein halbes Quinrlein / Zunmet einQumllem/alles gröblich! zerstoben/vier Loth in Zu-cker / eingemachte Citr onen und Pomerantzen Schels-sen/ vier Loth Citronat/ sechs Loch eingemachten Ing-wer/ von einer frischen füssen Cu. oncn die Scheinen/dieses kiem würsslichr zerschl.irlen/ und wann die Lat-wergen vom Feuer gehoben/ alles zusammen darein ge-rühret/ und wann es e. ruhtet/in einen Tigel wol ver-bunden/verwahret; Diefev ist eine ungemeine Hertz-starckung/und,ast mallenSchwachheiten/undKranck-heiten zugebrauchen.
Noch eine kollliche Latwergen vor demDurstMattNiininr sünff Viertel Psund Zucker/ läutert ihn ge-wöhnlicher massen/ nur Wasser/ dann thut man vondrey Citronen das Marck mit einem silbernen Löffelein wettig zecirucket/ hinem/ last es em wenig sie-den/ foigends nunmt man ein halb Psund in Zuckereingemacht- und wieder abgetrockneten Citronat/ wel-cher aus emem Rieb-Eisenttem gerieben / und thur,ol-chell gleichfalls hmem / lasts wieder ein wenig sieden;letzlch/ werden von zwey Citronen die Schemen ge-nominen/ anderthalbe aufeinem Rieb-Enemlein gerie-ben/ und die übrige halbe klein/ wie ein Kraut/geschmt-ren/ und darzu gethan/ dann sieden lassen/ biß die rech-te Dicken kommt/ darnach in Glaser gesast/ undwann man grossen Durst hat / einen Löffer voll dar-von genommen / oder einen Löffel voll m ein MaßWem gethan/und genossen / ist eine vortreffliche La-bung/ auch für die böseLufft sehr dienlich.
Haupt-und Hertzstärckungs-LatwergeN : Nimmpl-pär.ste Perlem/ pr^aurte rothe Corallen/p^rttt Smaragd / pkT^rirt Hirsch-Horn / HirschsHorn-Creutzlein/ jedes ein halb Quint; Cubeben/ Pa-radiß-Holtz/ Citronen-Schelffen/ Muscat - Vlurh/jedes zweydrittel Quint; Galgant/Muscat Nuß / je-des ein drittel Quinr; Rosen-Zucker / Nagelem-Zu-ckerv jedes z.Lorh; Goid-Blarrlem 6. Bisam dreyGran; Zunmec-Oel/ Negelein-Oel/jedes7.Tropffen/Alkermuß z.Qumt; Zucker 8.Loth/ diesesalks klein zerschnitten/und zu Pulver geflossen / denZucker mit Rosen und Zimmet-Wasser zu einem dickenSaffr ge,orlen/alsdann alles hinein gethan. DieseLarwerg ist hitziger und scharffer Tugcnd/starcket dasHaupt/ Hertz und Magen/ auch alle innerliche Glieder/nimmt hmweg oasHechgesperz/ erfreuet das Hertz/benimmt alle kalte Zustände/ des Haubrs/und mildertsolche Schmertzen/treibtt die verstandene Zeit/wider-stehet den Grimmen/und bringet die verlohrne Kraff-1ren wieder. Darvon einer Hasel- Nuß groß / dannund wann genommen.
14. Kraff-