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DcS Adelichsn Land-u»d Feld-Lebenö
lich ist/mehrkl die Milch/treibet den Harn/ und nch-ret besser Nnn Boncn. Dsnn sie selbst die Kichern/sind warm mit t-mp-ritter Feuchren/nemlich im erstenGrad/bringen Lust ju ehlichen Wercken/undtxrmeh-ren die Natur. Es sind aber zweyerley Art/zahme dieman säen und bauen muß/und wilde/ welche von ihnenselbst in freyem und ungebautem Felde wachsen. Esist auch eine Art Kichern/die sind schwartz/und den einander/ die sind roth und hitziger Natur als die schwar-tn.
'7. Es werden jetzt/hiw und wider in unserm allge-meinen Vütterland/ Teutscher Nation/ eine Art -Erb-sen/ genannt Erven/oder Welsche/in grosser Anzahlgesäer/ und gezehlet; und sind dieselbigen/wieQo>-„uz dastlr hält/ wol zwey- oder dreyerley Art: Weisse/rothe/L-nd gelbe. Item/ zahme / die man säen muß/und wilde / die von sich selbst wachsen. Sie sind aberalle heiß im ersten/ und rrucken im dritten Grad / wiees etliche Geleyrte dafür achten. Aus diesen Brod ge-backen/ ist gesund den Miltzsüchtigen / und die Ber-stopffung suhlen. Und well es fett machet / und wolsättiget/ habe ich dessen alihiex keines Weges geschwei-ge» wollen.
8. Feig -Bonen/ Welsch-Bonen und Faselen/magman fast auf die Art mahlen/und Brod daraus backen/das sättiget gar sehr. Man sagt / sie seyen warm undfeucht un ersten Grad / dannenhero sie / wegen ihrertcmpcnlten Natur/gute Nahrung geben/ wenn man' es isset. Jedoch sind die Goldgelben/ gelbe und rothe' Faselein/etwas hitziger als die weissen. Wie dann dieFarbe mehrentheils/sastin allen natürlichen Cörpern/^ den SlMplicien und Einfaltigen/so wol als denpo5uen und Vermcngrcn/von der Qualitäten!) Lom.picxion, Anzeigung giebt. Aber von diesen unddergleichen hart-körnichmi Saamen/ wirddaSMeelundB^od derber/ widerstehet auch der Verdäuung^ und dem Hungsr mehr;Wie im Gegentheil alle und^ jede Früchte^ummcnt, und die essende Speise/ gar! leichtlich durchlauffen/auch ohne einige Krafft / vieleher verthnletMd-zerstreuet werden / sonderlich beyhungrigen und arbeitsamen Leuten;Dannenhero leichtzu erachten/daß in obliegenden HungerS-Nöthen undLand Theurungen; diese und dergleichen erst-erzehlteArt Brod/furnemlich aber die Biscotm und Zweybackene / werden von Feig - Bonen oder andernSaamen/von Getraidund Fruchten / oder auch vonandern Materien / wie hart und streng sie gleich seyn/mit Vortheil zu bereitet und gebacken/ damit sie rmhrvor arme Leute dienlich seyn.
9. Mrrhand Bonen ( welche trucken und kalt seynim andern Grad ) gedörret / durcheinander gemahlen/und ein Brod daraus gebacken/giebt eine starcke Nah-rung. Man kansolches aber verbessern/ wann manZwlbew darzu nimm:/ wie dann Q.->icnus und violco.nöL5 der Ä^ynung sind: Es last sich aber ansehen/alskönm solches mit Kümmel vollkommener und bessergeschehen. Und kehren sich dis Orts/ unsereGaste/diewir allhier zu rraetMN baben / an das alteSprüch-Worr und verblümte Rede des hochweisen ?tiiiosopk>daß man nemlich der Bonen/ sichgantz
rische und wüterige Hunger/deme wir zuvor kommen/dis Merck guthertziger Meynung/an Tag geben/sichan kein Gesetz binden lassen / auch ungsreZuiiret undungezwungen seyn will.
Allhier ist auch ferner zu mercken/ daß ein GeschlechtBonen ist/ so manLgypk.sche/ oder Pontischemennet/welche ungebauet / und ohne Zuthun MenschlichesFleisses / von sich selbst umher m Sumpften wachsen;Dann daraus machet man gar gesunde Brey undGenmß/so für das Magen-Wehe und rothe Ruhr/sehr gerühmt werden/mW also in solchen Fallen sur-nemlich zu gebrauchen.
1 c>. In obligenden strengen Hungers-Nöthen/mag«mn auch von Wicken / schwartzen Linsen / oderwie mans nennet/ Brod backen / jedoch mir dem Be-scheid/daß man nach Gelegenheit / eine gewisse Zahlander gut Meel darunter nehme. Und dieweil dieseund dergleichen Art Brod / meistentheils blähen undWind wachsn / kan man denselbigsn leichtlich begeg-nen/ und zuvorkommen / wann mans reichlich saltzet/und em wenig Wiejen - und Feld - Kümmel / Aniß /Fenchel / schwartzen Coriander/Majoran/ oder ander«dergleichen Saamen und Krauter darein thut.
Damit aber nicht jemand gedencke/daß sey derWar-heit ungemäß/ oder der Natur entgegen/ so ist aus Er-fahrung gewiß/ daß die Dorfs-Leute/ m der Graf-schafft So!»ns / noch heutiges Tages von Wicken/Buchackern/ Meel und Ap-seln / oder auch von wildenSaracenischen Rocken/ Brod machen. Und glaubt eszwarniemand leichtlich/ daß Wicken/ wann siebeson-ders gehülset und gebeutelt/ solch schönes und schmack-hafftes Meel geben sollten/ es seyedann/ daß man esselbst gesehen und erfahren habe.
I?. Man backet >etzund/auch an vielen Orten/dasIndianische oder Türckische Korn/dessen unSvierer-ley Geschlecht bekannt/ welche doch anders nicht/ als inder Färb zu unterscheiden ; dann etliches ist schwartz/etliches weiß/ etliches roth/ etliches Goldgelb. Es istaber etwas hitziger und kleberiger Natur/als unser ge-meiner Waitzen/und ist sogemein worden/ daß es michunsere Leute/Hin und wieder in Garten und aufAeckernzu säen pflegen; Sintemal dis Getraid/tvie auch dasnachbeschriebene / der Türckische Waitze/ mehr alszweyhundertfaltigen Saamen trägt/wie es die Erfah-rung giebt/daß von erlich wenig Handvoll/gantzeAe-cker besäet werden. Darum ist sich zu verwundern/daß unsere Leut/ welche ohne das/ dem Gewinn alle-zeit sehr nachhangen / mchr vorlangst darauf gedacht/wie sie diese Art jäen möchten/ besonders/weil es vielleichter/als ander Getraid/ auskommt/auch von Ha-gel und Ungewitter/um daß es ausstärckern Halmen/und nicht so hoch über die Erden wachset / minderSchaden zu befürchten; Zu dem/ daß man es auch vorWmrers/da dennzum östrernmal/nach dem derselbigeemweder allzu streng und kalt/ oder aber/ übermässignaß und feucht anhält/ unsere andere gemeine Früch-te ausbleiben und verderben / sondern allererst im lin-den Frühling/da gantz und gar keine Gefahr mchr zubesorgen/ zu säen pfiegr. Ferner/ so ist auch der Vor-theil darbey/daß zu solchem Gebrauch/das Brach- und
und gar entschlagen soll/ gar nicht/dieweil der mörde-1 Saamm-Feld / soviel desto länger still lieget / und in
der!