Druckschrift 
2 (1923) 1608 - 1625
Entstehung
Seite
XVI
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XVI

Für die Herkunft der Briefe im besonderen darf ichauf die Publikation selbst verweisen, wo einzeln angegebenist, woher jeder Brief stammt. Bei der Bearbeitung dieseszweiten Bandes ist ja im allgemeinen dieselbe Methode derQuellenpublikation befolgt wie im ersten Bande. Es ver-steht sich also von selbst, daß auch hier die Originale zuGrunde gelegt sind, wenn sie vorhanden waren; glücklicher-weise war das meistens der Fall. Es versteht sich auch,daß diese Originale wörtlich abgedruckt worden sind; nursind die wenigen Abkürzungen ausgefüllt worden; auchsind einige offenbare Schreibfehler verbessert. Bei den nurin Kopie und im Druck vorhandenen Briefen waren wiretwas freier in der Behandlung des Textes; hier konnte undmußte bisweilen Konjekturalkritik in Anwendung kommen,da der Originaltext offenbar verlesen war. Besonders diegriechischen Sätze in den Briefen von Emmius an Witten,welche nur in einem späteren Kopialbuche überliefert sind,machten allerlei Schwierigkeiten; sie konnten vielfach nurdurch Konjekturen verständlich gemacht werden. Nur ineinem Falle haben wir im zweiten. Bande ein anderes Ver-fahren befolgt als im ersten. Wir haben jetzt alle Titula-turen und einleitenden Begrüßungen am Anfange der Briefeund auch die formelhaften Ausdrücke und die Unter-zeichnung am Schlüsse fortgelassen; auch die Adressenkonnten fortbleiben, da sie im allgemeinen wenig Bemerkens-wertes hatten; wenn dieses jedoch der Fall war, haben wires angegeben. Dasselbe gilt von den Notizen des Emmiusselbst auf den Adressen; wenn sie wichtig waren, sind siein den Noten verzeichnet.

Die Briefe sind im allgemeinen nach dem alten Stiledatiert, der im Norden des Landes und auch in Norddeutsch-land in den Tagen von Emmius noch allgemein benutztwurde. Nur einige Briefe aus Holland und natürlich auchdie Briefe aus Frankreich sind im neuen Stile datiert. DieBriefe haben in der Ausgabe ihre ursprüngliche Datierungbeibehalten. Es schien mir fast zwecklos, hier eine Einheiteinzuführen, welche nicht in den Quellen zu finden war.

Diesem zweiten Bande ist, wie dem ersten, ein Ver-zeichnis der Briefe angehängt. Außerdem haben wir diesemVorworte eine Liste der Archive und Bibliotheken zugefügt,von denen wir die Briefe entliehen haben, mit genauer An-gabe der Briefe selbst. Ein Register der beiden Bände ist