worunter 250 Evangelischen. Paffrath und Kombüchenzählten in jenem Jahre 871 Einw. in 158 Hänsern, jetztaber beinahe 2000. Sand, welches damals 19 l Einw.in 32 Häusern zählte, hat jetzt beinahe 400 Einw. auf50 Feuerstcllen. Der Viehstand betrug im I. 1773 fürdie ganze Bürgermeisterei 43 Pferde, 179 Ochsen und630 Kühe, jetzt sind vorhanden 120 Pferde, 84 Ochsenund ungefähr 1000 Stück Kühe.
Die älteste Kirchengemeinde ist Paffrath. Sie wurdevon dem Kölner Domkapitel gestiftet, und umfaßte auchdie heutigen Pfarreien Dünwald, Gladbach und Sand.Im 10. Jahrhundert ist es Pafferodhe und I1K0 Paffe-roidc als Pfarrei genannt. Die Kirche ist eine der älte-sten im Lande, im 12. oder 13. Jahrh, erbaut. EineQuelle in der Nähe der Kirche, aus welcher früher auchanderwärts das Taufwasser geholt wurde, führt noch denNamen Weihpütz An dem nachbarlichen Gold-
born, an dem Teufelsstein und andern nachbarlichen Stel-len haften Sagen, die nicht ohne Beziehung auf daS ferneAlterthum. Ganz in der Nähe der Kirche fand manSpuren uralterTöpfnereien. Die Erdart (schwarzer Klei)aus welcher die auf den benachbarten Haiden aufgefun-denen Grabnrnen gestaltet sind, ist dort noch in Mengevorbanden, und ganze Hügel findet man mit Topffcherbeugefüllt, welche die Gestalt jener Urnen nicht verkennenlassen. Die wahrscheinlich von ferner Heidenzeit her be-standenen Töpfnereien haben sich bis in's vorige Jahr-hundert erhalten. Nach dem Weisthnm oder der Hobs-rolle des Paffrather Frohnhofes waren dieselben in derMitte des 15. Jahrhunderts noch sehr bedeutend. Außerdein Lehngerichte des Frohhoses bestand früher auch einpeinliches Gericht zu Paffrath, das noch im 10. Jahrh,gehegt wurde. Die Gerichtsstätte war der sogenannterothe Kamp, welcher an die rothe Erde der alten Frei-gerichte erinnert. Kirchenpatron ist der heil. Klemens,Kollator war das Domstift zu Köln, das auch den Frohn-hof und viele Länderei befaß, und in dessen Namen dasGericht gehegt wurde. Der Nichter zu Odenthal war