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älteste Kirche im ganzen Lande zu halten sei, und daßseine Kirche zu Bensberg erst 90 Jahre vor 1653 durchHerzog Wilhelm erbauet worden, welcher den Taufstein >und was zu einer Pfarrkirche gehört, von Refrath dorthinmit Gewalt transferirt habe, was genugsamb erweislich."Für die Wahrheit dieser Angabe liegen uns außerdemmehre Urkunden vor, wovon einige am Schlüsse diesesBuches Raum finden mögen. Auch das sogenannte Er-kundigungsbuch des Herzogs Wilhelm vom Jahre 15L2sagt dies deutlich. Daß aber auch schon im 14. Jahrh,die Pfarrei Bensberg angeführt wird, ist daher zu erklä-ren, weil man den Hauptort Bensberg, wo der Landes-herr wohnte, zum Pfarreinamen vorschob, obgleich dieMutterkirche zu Nefrath stand. Mit Buchheim und Mül-heim hat eS, wie oben dargethan, die nämliche Bewandt-uiß. Doch nannten sich die Pfarrer bis in's vorige Jahr-hundert noch Pastor von Bensberg und Nefrath, und imI. 1617 ist im Pfarreiverzeichnisse des Stiftes KunibertLensdui- in purveinÄ Ke5rstll aufgeführt. Herzog Wil-helm, der im I. 1555 und später mehrmals zu Bensbergwohnte, war der Reformation zugethan und ließ verschie-dene Glaubensneuerer in seiner Hofkirche predigen. Sounter andern Hamelinann, Peter vom Lohe, "AndreasHolz und Melchior Becker. Es bildete sich zu Bensberg eineGemeinde nach dem Augsburgischen Bekenntnisse, wäh-rend der Pastor zu Nefrath die untere Gemeinde im altenGlauben erhielt. Weil das alte Schloß und die Hofkirchezerfallen, so schenkte Herzog Wilhelm im I. 1563 einenPlatz an der Westseite deö Bcnsbergs zum Bau einerGemeindekirche, die er errichten half, und schenkte denWiedenhos am Klausenberg zur Wohnung des Neuen Pre-digers, der bis dahin im alten Schlosse gewohnt hatte.Nach Herzog Wilhelms und seines blödsinnigen SohnesRegierung kamen mit dem ganzen Lande auch die Pfarr-verhältnisse von Bensberg und Nefrath in die größte Ver-wirrung. Diese steigerte sich, als im I. 1669 zwei pro-testantische Fürsten, der ref. Markgraf von Brandenburgund der luth. Pfalzgraf von Neudurg die Regierung ge-