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und zwar der Wundarzt Pichler in Mülheim niederge-lassen. Bis dabin hatte man nur den Amlschirurg zuBensberg. Fünfzig Jahre später wobuten 4 Aerzte imKreise. Unter pfälzischer und franz. Regierung stand dieGesundheitspflege unter der Aufsicht deö Medieinalkolle-giums zu Düsseldorf, das nach der MedieiualordnuugKarl Theodors vom 8. Juni 1763 gebildet war. Im I.181!) wurden Departements-- un? Arroudissements-Aerzteernannt. Herr Beunuer aus Siegburg wurde fürdas Arrondissemeitt Mülbeiu, angestellt, und erhielt nachder Gouvernements-Euub.il»ng vom 27. Januar 1814das neue Amt eines ^rei.>phps>fus. Die Gesundheits-pflege des Kreises Mülheim wurde im Jahre darauf demMedicinalkollegium zu Köln untergeordnet. Der Kreishatte damals zwei Aerzte und 4 Wundärzte; im J. 1825drei Aerzte und 6 Wundärzte; gegenwärtig aber 9 Aerzteund 5 Wundärzte; nämlich die Herren: KreiSphystkusRolfs, die Aerzte d'Alquen, Bieger und Engels uud derKreischirurge D- Schütte in Mülheim; zn Merheim Ur.Kalt; in Bensberg die Aerzte Becker und Schneider,sowie an der Kadettenanstalt RegimentSarzt Ur, Krauseund Medieochirurg Schmitt; in Overath der Arzt i>r.Ringens, zu Zündorf Ur. Klein ; dann die Medieochirur-gen Westerhofer zu Urbach, Frohberg zu Glasdach undMüller zu Odemhas. Vier Apotheken bestehen im Kreise,zwei zu Mülheim, eine in Bensberg und eine in Zündorf.Hebammen sind in jeder Bmgrrm^isterei niedrere. Noch istkein Tbierarzt im Kreise angestellt. Dw Behandlung derArmenkeanken wird durch die znnächstwobneuden Aerztenach besondern Verträgen ausgeführt. Die Armenpflegenberbaupk wird bürgermeistereiweise durch die Armeuvor-staude geleitet. Im abgelaufenen Jahre wurden 8576Tblr. zur Unlerbalrung der Armen verwandt uud zwar-!59l Tblr. aus dem Armeufonds der Gemeinden nud ^585Tb!r aus Umlagen. Das Gehalt der Armenärzte betrug455 Thlr. Bon den einzelnen Armenvereinen im folgen-Adschnilte.