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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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liingen Statt, zu Bensberg in S04 Sachen 48 FreisprechuN-gni und ^lS4 Vernrtheiluugen. Darunter waren in Mitt-heiln 227 einfache Holzfrevel, O3 Forstfrevel, 24 Jagd»frevel, 99 Feldfrevel und 333 andre strafbare Handlungen,in Bensberg 289 einfache Holzfrevel, 218 Forstfrevel,>4 Jagd-, 16 Feldfrevel und Umändere strafbare Hand-lungen. Außer den beiden Richtern und Gerichtfchreibernsind in Miilheim zwei und in BenSberg drei Gerichts-vollzieher angestellt; an letzterem Orte zwei Notarien undin Mittheiln ein Notar, wovon jeder jährlich etwa 400Akte aufnimmt.

Den Kreis berühren vier Staatsstraßen, nämlich dieBerliner Heerstraße, die von Mittheiln aus gegen Straßer-hos schon im I. 1756 gebaut wurde, von Mittheiln nachDeuz erst im I. 1800 angelegt ist, sodann die FrankfurterHeerstraße von Opladen über Mittheiln nach Siegburg,deren Bau im I. >768 begann, die Köln ^ Oloerstrasievon Deuz über Benoberg nach Overatb, die im I. l^i.Wgebaut, und die neue Achersiraße, welche von Overathnach Siegburg im I. 1845 vollendet wurde. Die Gräf-lich Fürstenberg'fche Kunststraße, die im I 1842 angelegt,blos das Dorf Gladbach mir Mittheiln Verbinder, sollehestens über Herrstrunden nach Wipperfürlb dnrchgebantwerden, und eine neue Straße, die das Sülzthal entlangdie Achersiraße mit der Wipperfürtherstraße verbindet, istgleichfalls projeetirt. Auf allen vier vollendeten Staats-straßen wird ein lebhafter Post- und Fnhrverkehr unter-halten. Außerdem durchschneidet die Eisenbahn, die vonKöln nach Düsseldorf im I 1845 gebaut wurde, die nörd-liche Hälfte unseres Kreises. An Staatsstraßen ist dem-nach kein Mangel, besonders wenn die beiden erwähntenWegprojeete ausgeführt sein werden. Auch ist der Bauvon Verbindungswegen in einigen Gemeinden des Nhein-thales bereits ausgeführt, in andern jedoch in Angriff ge--nommen. Viele Ortschaften und sogar manche Gemeindenentbehrten bisher diese Wohlthat, deren Norenthaltungweniger von der Armuth der Gemeinden, als durch Ab-neigung gegen derartige Unternehmungen und durch Man-gel an rechtem Gemeinsinn bedingt war.