wobl schwerlich abzugeben sein. — Der größte Theil desursprünglichen kirchlichen Gemeindevermögens ging ausder Überweisung von Gemeindegemarken und aus Schen-kung Einzelner bervor. Auch der Zehnte war znr Be-streitung gottesdienstlichcr kosten und zum Unterhalte derPriester in Deutschland um so leichter eingeführt, als schonin vorchristlicher Zeit die Abgabe eines NeuutheilS (dieNona) zu diesem Zwecke bestand. Die Errichtung derKlöster sowie der weltlichen Schntzherrrschaft, unter welchedie Pfarrkirchen gestellt wurden, entzogen diesen vieleJahrhunderte hindurch die Früchte des Wohlthätigkeitssiu-nes und selbst viele erworbene Güter. Leider wurde beiAufhebung .der Klöster wenig daran gedacht, den Pfar-reien aus den eingezogenen Gütern eine billige Entschä-digung für jene Entziehungen zu gewähren. Erst in jün-gerer Zeit, da die Bettlerorden untergegangen, ist derWohlthätigkeitssinn für pfarrnrchliche Zwecke wieder be-lebt. Die Königliche Negierung aber ist mir dem Besitzebetreffender von den Klöstern mittelbar überkommener Gü-ter in deren Verpflichtung zu Kirchenbauten eingetreten.Was aber aus dieser Verpflichtung uud aus dem fuudirtenKirchenvermögen von Kirchenbedürsni»en nicht bestrittenwerden kann, wird stcuerweife auf die einzelnen Mitglie-der der Kirchengemeinde umgelegt. Was die Art derBeiibeiluug dieser Umlagen betrifft, so bleiben hierüberallgemein gültige Bestimmungen wünschenvwerth. AuchNe Unverbältnißmäßigkeit des Einkommens vieler Pfarr-steltkn ist ein längst schon tiefgefühltes Uebel. Im Rhein--ibale z. B. gibt es kleine sehr bequeme Pfarreien, die einjährliches Einkommen von mehr als Möö Thlr. abwer-fen, dagegen im Gebirge sehr ausgedehnte höchst beschwer-liche Pfarrstellen, die kaum 3öt) Thaler ausbringen. Unddoch ist die Würde des Amts nnd die Befähigung zu dem-selben gleich. Eine zweckmäßigere Eintbeiluug und Ab-rundung verschiedener Pfarrsprengel dürfte eben so zeit-gemäß sein, da viele Bewohner, z. G. in Nösratb, Dün-wald, Overath, Kürten :e. dicht bei der fremden Kirche,iedoch stundenweit von der Pfarrkirche wohnen, und mehre
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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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