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hervor. In gegenwärtigem Jabre trat sie in Folge derdurch Überschwemmung' entwick.'llen Sumpfluft wiederauf. Die Masern, die 18V5 und >823 so viele Opferhinrafften, erscheinen selten epidemisch nnd gefährlich; da-gegen sind Keichhusten und Bräune in Folge des Wechselsder Luftwärme häufiger. Auszehrung und Serovheln ha-ben seit 39 Jahren in bedenklichem Grade zugenommen.Die Art der Nahrungsmittel, besonders der bei Landleutenfast ausschließliche Genuß der Kartoffel, statt frühererHülsenfriichte, sowie jugendliche Ausschweifung mancherleiArt bereiten diese Krankheiten vor, welche der Mehrzahlein frühes Lebensziel setzen. Die Zunahme der Schlagfällewollen viele Aerzte dem häufigen Genusse des Kaffees zu-schreiben.
Die gemeine Sprache des Volks ist die niederdeutscheMundart, viel weicher und lautreicher als das Hochdeut-sche, das auch hier eine weichere Abruudung erhält alshöher am Nheine. Die im Kreise noch herrschende Platt-deutsche Mundart ist beinahe die Schriftsprache des 14.Jahrh, am Niederrhein, doch hat sich durch Einwanderun-gen, durch den vielbewegten Verkehr und selbst durch dieEinlagerung von Spaniern und Franzosen, sowie durchdie Ncuburgischen Beamten viel Fremdartiges eingedrängt.Am meisten aber wurde die Reinheit der heimatlichenMundart durch Verbreitung der hochdeutschen Schriftsprachebeeinträgtigt, sowohl in der Wortstellung als in den Sprach-lauten selbst. Ihrem Ursprünge nach ist unsre Mundartein Gemisch ans Sprachweisen verschiedener ÄolksstämMe,die sich im Denzgan niederließen. Durchgängig abersind unsre Worte fränkisch, wie wir besonders an den äl-tern Ortsnamen gewahren. So die Endlaute Scheid (fürHöhe), heim, ingen, bürg, bech, ich ze. und die VorfvlbenMar, Wy, l>er u. s w., auch das plattdeutsche WortIi-inlc oder Himmelsring für das sächsische Wort Regen-bogen, jiovoün-5 für Lerche :e. Nur an der obern Acherund jenseits' der Wnpper beginnen Anklänge altsächsischerMundart. Wo dieselben innerbalb des Kreises vorkom-men, sind die Orte jüngeren Ursprungs. Auch unser frü-