ohne Mühe gefunden werden. Weil die Trüffel auf de^Tafeln der Vornehmen sehr geschätzt ist, dürfte das Sanimein den Landleuien, wie in andern Ländern, auch hierzur Erwerbqnelle gereichen.
Unter den vielen eßbaren Moos- und Flechtenarten sinddie wichtigsten die Schlebenflechte (evernia prunsstii)^die Nennrhicrflechte (elaijoni-i. rsnK'isei-in») und die Ast-flechte (e- Erstere wächst auf Pflaumbauiw
ästen, die beiden andern überdecken unsere Haiden und sindunter dein Namen „weißer Mosch" bekannt. Die Win-termonate hindurch bis zum März werden sie gesammeltmit dem Rechen zusammen gescharrt, mit heißem Wasseiabgebrüht, daß sie den Bitterstoff verlieren, dann getrockmiund zu Mehl bereitet dienen sie zu nahrhaftem Brei, alsZusatz zum Brode und Kuchenmehl.
Sämmtliche vorbeschriebene Pflanzen wachsen im KreiseMülheim in reichster Fülle, und dürfte ihre genaue Be-kanntschaft, welche durch die Volksschulen leicht verbreitetwerden könnte, in Mangeljahreu die Noth der ärmer«Leute erleichtern helfen. Nach dem 3vjährigen Kriege, imI. 1702, 1796 und 1817 haben die Landleute ihre Zu-flucht zu jenen Wildlingen genommen. Dankbarkeit gegenden gütigen Geber sollte uns bestimmen, uns mit seinerGabenfülle bekannt zu machen und dieselbe nicht in ange-wöhnter Vornehmthuerei zu verschmähen. Leider gestattetes der Raum nicht, die Schwämme hier genauer zu be-schreiben, doch wird schon das Obige zur UnterscheidungVieler- genügen, wenn man nur weiß, daß die giftigenLöcherschwämme beim Bruche die Farbe ändern
Unter den hier wildwachsenden Pflanzen sind folgendeals Gifte tödtlich oder doch der Gesundheit höchst nach-theilig: das Tollkraut, die Wut- oder Schminkbeere, Wal-kyrienkraut deil-ulomi.-i), das Bilsenkraut oder
die Belse (Ii^oscismus niKei-), beide häufig an den Kalk-steinbrüchen; der Stechapfel oder die Stachelnuß s/i-itm"!sti'kuuonium), der Nachtschatten, die Morche (8ois»umlniKi-um), der Wütrich oder Wägers
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