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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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Frühlings - und kein Sommermonat vor Reif sicher.Die Getreide und Bohnen wurden oft durch Junifröstevernichtet- In den Jahren 1796, 1803 und 18l)5 erfrordas Eichenlaub, und 18ä4 auf den Bergen viel Roggen.Im August 1717 erfroren die Gartengewächse. DieFlußthäler der Acher, Sülz und Dhün, sowie die Wiesenund Feldmarken zwischen größeren Waldungen sind denFrühlingsreifen besonders ausgesetzt. Eine alte Beobach-tung der Landleute hat die Vornächte des 13- und.Mai und des 5. Juni als besonders gefährlich bezeichnet,weshalb die Namen jener Tage als die schlimmen Heili-gen bekannt sind. Im Mai und Juni sind die kühlenNächte bei Nordwind häufig mit stinkendem Harrauch-uebel begleitet, der oft die Folge zersetzter Gewitter, bis-weilen auch Dampf des westph. Moorbrandes. Der Herbstbringt häufig Nebel, die bis Mittag die Fernsicht ver-hüllen. Selten ist das Nheinthal ganz ohne Nebel. Derherrschende Windzug aus Nordwest wird zur Zeit derNachtgleichen oft sehr heftig uud beschädigt im Rhein-thal durch die weite Ebne brausend häufig Häuser, unddurch deu Wellenschlag, auch die Ufer. Die Nähe desMeeres nach Westen, sowie die häufigen Nebel lassenunsre Gegend selten lange ohne Regen. Nur in denFrühlingsmonaten tritt bisweilen bei Ost- oder Nord^wind eine dem Manzenwuchs nachtheilige Dürre ein;jedoch meistens herrscht im Mai, der Blühtezeit des Hag-dornS, rauhe nasse Witterung mit Gewittern und West-sturm, gewöhnlich in Folge des durch Frühlingswärmeim Meere sich lösenden Eises. Gewitter sind überhauptam Niederrhein sehr häusig. Bei Südwestwind erzeugtsie jeder warme Sommertag. Doch selten sind sie vonsaatvernichtendem Hagel begleitet. Blitzschäden sind ander Acher und andern Flüssen häusiger, als im Rhein-thale. Nnr einmal, im I. 1734 würde der Kirchthurmzu Mülheim von Blitze getroffen, später ein Haus zuFlittard, wogegen inOverath, Gladbach, ze. hänfig Eichenund Wobnuugen durch den Wetterstrahl verletzt wurden.Nach anhalttndir Dürre ziehen die meisten Gewitter, die