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Unter den Wassern ist besonders Deutschlands schönster, Strom, der Nhei n beachtensiverth. Er bildet von Su-den nach Norden fließend, zweimal, bei Porz und beiMulheim nach Osten hin biegend die Westgränze desKrei-l ses, der ihm die Anmuth der Lage, die Fruchtbarkeit eines« großen Theils des Uferlandes und den lebhaften HandelS-? verkehr verdankt. Mülbeim, Porzund Zündorf haben schonin früber Zeit durck, den Rheinhandel geblühet. Die üb-rigen Nheindörfer finden in der Fischerei eine Nährquelle.Doch die freundliche und segenbringende Nähe des gewal-tigen Stroms wurde bisweilen durch Überschwemmungengefahrbringend. Besonders die Jahre 1740, 1734, 1819,1822, 1824,1845 u. 1846 sind durch ihre Ueberfchwemmnn-gen von trauriger Erinnerung. Die Jahre 1225,. 1825 und1845 sind durch den niedrigsten Wasserstand ausgezeichnet.Am ?>0. März >845 stieg die Wasserböhe ohne Eisgangbis zu beinahe 32 Fuß deö Kölner Pegels, nachdem wenigeWochen vorher die Höhe blos 1 Fuß 4 Zoll betrug.Besonders der südliche Theil der Stadt Mülheim, dieNiederung des Faulbachs und das Dorf Flittard sind derUcbcrschwemmnng ausgesetzt. Oberhalb Mülheim, wo frü-her der Rhein so oft die flachen Ufer überflutete und feinfrüheres vom Grevenberg her die Stadt Mülheim um-kreisendes Bette wiedergewann, halten jetzt hohe Dämmedie Gegend geschützt. "Die Lage von Mülheim ist aberdnrch d,n Hafenbau der Stadt Köln, der die Flußwen-dung noch mehr nach dem Ostufer drängte, bedenklichergeworden. Besonders der oberhalb der Stadt von derh?atur gebildete Hafen, der Katzenkopf genannt, ist durchden verstärkten Wogenstoß bedeutend abgeschwemmt wordenund unterhalb der Stadt, die durch die vorspringendeMauer der kath. Kirche kräftigen Schutz erhält, ist dersorgfältigste Uferbau nothwendig. Die mittlere Breite desRheines ist zwischen Lange! und Flittard 1300 rh. Fnßund seine größte Tiefe beträgt 20 Fuß.
Unter den Flüssen, die das Hügelland des Kreises durch-schneiden ist die Acher am bedeutendsten. Von Nordostennach Südwesten fließend hat sie eines der schönsten Thäler