Verpflegung der Verwundeten bei. Noch ehe die Ba-taillonen gebildet waren, wagten es einige nur halb be-waffnete Compagnien bergischer Necrnten und einige Jä-ger und Kafacken, unter dein Major von Boltenstern und
> dem Hauptinanu von Francken, die Franzosen auf demlinken Nheinufer anzugreifen und aus dem schwach besetzten
! Köln zu vertreiben. Auf Kalmen setzten die Tollkühnenbei Mülheim am 3. Jan. über den Rhein, doch^ stießen sie in der Nahe von Köln auf den unerwartet an-rückenden Heerhaufen des Div. Generals Sebastian! uud
> wurden von der Uebermacht waffengeübter Feinde um-gangen, zersprengt, und mit den Anführern großentheilsniedergemetzelt. Nur Wenige gelangten zu den Kähnen,und die Stadt Mülheim hatte den traurigen Anblick, wieauch da noch Viele durch feindliche Kugeln niedergestrecktwurden. Ein gleichzeitig zu Wiesdorf gemachter Ueber-
> gaugsversuch des Landsturms von Schlebusch und Bur-scheid unten den Obersten von Hauer u. v. Zueealmagliobatte einen ähnlichen, jedoch minder blutigen Ausgang->Tchon im Jan. rückten die berg, Freiwilligen und diebeiden Grenadierreg. mit der Artillerie-Abtheilung gegenMainz hinauf- Am ö. April schon wurde die Nachrichtvon dem Einzüge des deutschen Heeres iu HXiris mitFeier uud Festlichkeit begrüßt- Die Durchzüge deutscheruud Verbündeter Krieger gegen Frankreich währten fort,bis im Sommer die siegesfreudigen Schaaren in die Hei-mat zurück kehrten.
Doch im Frühjahr l8l5 begann der Kampf auf's neugegen den von Elba wiedergekehrten Kaiser Napoleon.Ueber 390 Männer aus dem Kreise Mülheim halfen am
j und 18. Jnni die Lorbeeren der letzte» Hermann-schlacht uud einen dauernden Frieden erfechten. Schonfrüher, am 5. April 1615 war durch einen Beschluß derzu Wien versammelten Mächte das alte Erbrecht Bran-denburgs auf das Herzogthum Jülich-Berg endlich aner-kannt worden, uud wir müssen es einer gütigen Vor-sehung danken, daß wir nicht blos einen deutschen Regenten,sondern auch den Sprossen und Blutönachkommen unseres