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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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heiterm Himmel über den vordringenden Feind. Am 22.August schlug er den General Bernadotte bei Teining,dann in einer Reihe von siegreichen Schlachten und Ge-fechten jagte er alle die feindlichen Schaaren theils überden Rhein, theils thalwärts über die Lahn und Siezhinab. Auch das Landvolk griff zu den Waffen und rächtefrühere Unbilde an den Flüchtlingen. Doch auch diesmalverfolgte der jugendliche Held die Besiegten nicht überdie Wupper. Wiederum wandte er sich gegen Moreau,der in's Baierland eingefallen war, und das ganze Fran-zosenheer bezog ein Lager bei Mülheim, die weite Thal-strecke von Porz bis Bensberg ausfüllend. Jourdan, derseine Kriegerlust an einer Reihe von Niederlagen gebüßthatte, nahm Abschied vom Heere, und Beurnonville erhieltden Oberbefehl über das Lager zu Mülheim. Auch crwar der Mann nicht, jene Schlappen auszumerzen. Erbeschränkte sich auf pomphafte Proklamationen und warbemüht, die Disciplin in dem entmuthigten Heere zu er-neuen. Am 5. Oktbr. zog er, aus Furcht umgangen zuwerden, das Lager bis in die Nähe von Mülheim zurück.Vom 22. Septmbr. bis 14. Decmbr. 1796 blieben dieFranzosen gegen die Feinde ganz unthätig, und all ihrHeldenthum beschränkte sich auf Fouragiren und requirircn,d. h. Bauernschinderei und Verwüstung des Landes. DieDörfer der Umgegend waren großentbeils monatelangVerlassen; die Einwohner waren in's Gebirge geflohen,und auch dort wurden sie aufgesucht, geplündert und miß-handelt. Die Quälerei für Mülbeim beschränkte sichhauptsächlich auf Einquartierungslast nnd Erpressung,besonders die Tafelgelder der Offiziere waren der Stadtdrückend. Beurnonville halte unterm 7. Oktbr. bestimmt,daß jeder Obergeneral 30, jeder Divisionsgeneral W, undder Brigadegeneral 10 Gedecke, jedes zu drei Livres an-geschlagen, zur Tafel erhalten sollte. Dieser Anschlag waraber nicht gemacht, anf daß der Befehlshaber seine Zccheredlich bezahle, sondern blos, um bei eigner Verpflegungdie Gelder baar zu erheben, wobei jcder Offizier/ derirgend ein selbstständiges Kommando führte, die Tafelan-