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Die neunziger )ahre. Mütheim unter Der Fremd-herrsclzast. Die Zeit der Freiheitskriege unddes Zvsährigcn Friedens. 1785—1845.
«Hchon bald nach dcm Eisgänge wurde Mülheim beidem Ausstände in Brabant s17»7—89) durch K. K-Durckzüge belästigt; doch diese Krieger hielten strengeManuszucht, und alle Lieferungen wurden auf's pünki-lichste be-ahlt. So war es auch bei den Durchzügen derK. K. n- Preuß. Heere iu dem Beginne des Kriegsmit Frankreich. Nachdem die Franzosen seit mehr als309 Iahren, ans den gehässigsten Absichten sich friedestö-rend in alle deutsche Angelegenheiten eingemischt hatten,fühlte sich Oestreich aus den edelsten Gründen endlichauch einmal bewogen, dem Mordwesen seines Nachbar-landes ein Ziel zu setzen- Dem Morde einer Tochterdes edlen Kaiserhauses durste es nicht gleichgültig zu-schauen, und den Hülfruf von hunderttausend unschulvigVerfolgter nicht thatlos überhören. Aber diese ächtdeutscheErklärung für Recht und Ehre wurde unserm Vaterlandsübel vergolten. ' Im Anfang des Jahres 1792 zogei^mehre Abtheilungen deutscher Krieger bei Mülheim überden Rhein gegen das Innere von Frankreich- Im Deembr.desselben Jabres aber kam dies Heer zum Theil über denRhein zurück, und Mülheim beherbergte während diesesMonats über ä9i)9Ma»n. Auch im folgenden Frühjahrewährten die Dürchzüge nach dem westlichen Ufcr hinfort, bis das Anfangs sieggekrönte Heer des Prinzenvon Koburg im Herbst 1794 sich auf seinem Rückzügedcm Rhein näberte. Der K. Heerführer, General Klair-fayt ließ zn Ende Septmbr- im Stammheimer Hammunterhalb Mülheim zwei Brücken über den Rhein schla-gen, und führte, von den Franzosen verfolgt, vom l, bis6. Oktober sein Heer auf's rechte Nheinufer zurück. Der