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15- Jahrhundert, und der gleichzeitigen Anlage der erstenPnlverinühle (Krautinühle) auf dem «trunderbache durchJohann vain Dopme, denen Nachkoinmen von ihrem spä-teren Wohnorte den Namen Eyberg annahmen, wirdspäter unten die Rede sein.
Die Gerbereien zu Mülheim waren schon vor hundertJahren bedeutend. Gasthäuser waren bis zu Anfang desvorg. Jahrh, nur zwei in Mülheim, worunter das älteste,der sogen, „goldne Berg" in der Freiheitsstraße im I.17l4 von dem Kaufmanne, Herrn Christoph Andrea zudessen Wohnung augekauft wurde-
Die ehemalige Größe von Mülheim wird durch denbeigefügten Plan, wovon das Original sich im Besitze desum rheinische Speeialgeschichte verdienten fleißigen Samm-lers Herrn von Mering in Köln befindet, anschaulich ge-macht- Der von den Spaniern und Kölnern zerstörteStadtriug reichte bis über den evang. Kirchhof hinaus,und umfaßte den größten Theil der Anhöhe zwischen demalten Nbemgraben nnd dem Strnnder- und Fanlbache.Auch vor dem I. lüll) hatte Mülbeim eine größere Aus-dehnung wie heute, denn die äußern Wälle reichten land-wärts bis an die jetzige Eisenbahn, welche Stelle hinterdem Klansgarten in alten Feldbcschreibungen am einge-ri»enen Wall und an der alten Stadtmauer genannt ist-Erst im I. ik-tl wurde die Stadtmaner nach Brandund Verheerungen bis an die heutige Wallstraße zurück-gezogen, woher dieselbe, die früher Mittelstraße hieß, dengegenwärtigen Namen erhalten hat.
Keine Stadt am Rhein war feit dem 15. Jahrh, soraschem Wechsel in Wohlstand und Verheerungen unter-worfen als Mülheim. Oft gab die Stadt bedeutendeDarlebne und Geldgeschenke an den Landesherrn, oft mußtesie, znr Bestreitung ihrer Bedürfnisse, um Verstattungeiner Landeskollekte anhalten. Besonders die im ZiZjähri-gen Kriege durch Spanische Habgier gemachten Gemeinde-schulden, die noch nicht völlig getilgt sind, drückten dieverarmten Bürger, und unseliger Glaubcnshader, der bis