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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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dräiignissen an Preußen. Die Mülheimer wegen des Nbein- gesistapelS, die Kaufleute zu Bergisch Gladbach wegen ibrer ordPapierfabriken, das ganze Amt Porz wegen Wildschaden drgund viele Orte wegen kirchlicher Bedrückungen wurden »nejv^n dem Sprossen ihres frühesten Negentenhanses, von LarFriedrich dem Großen in Schutz genommen, und seinem DoHeere eilten aus allen bergischen Gauen Streiter zu. HeuDas Beispiel des Peter Hahn aus Solingen, der dem heitalten Fritz Hülfe brachte, ist durch Dichter besungen. Die fürstrengsten Verbote gegen Dienstnahme in fremdem Heere lassund alle Censur und' offenbare wie geheime Polizei ver- Zeitmochten von Karl Philipp bis zu Karl Tbeodor die An- diehänglichkeit an Preußen nicht zu unterdrücken. teil

Nach dem thätigen Kurfürsten Johann Wilhelm unker- ^hielten die Landesherren keinen unmittelbaren Verkehr mit ^dem hiesigen Volke. Sie hielten zu Mannheim, oder zu ^München Hof und erschöpften das Land mit uuerschwing- m,.lichen Steuern, um prachtvolle, meistens zwecklose Bau- ^werke aufzuführen und einengebührenden Hofstaat" zu ^erhalten. Die Negierung überließen sie den hohen Landes- p">kollegien zu Düsseldorf. Von dort erhielten sievorge- be>>schriebenermassen" Berichte, die viel Aehnlichkeit hatten Mmit der Wetterangabe im Almanach. Bisweilen gelang ^es durch Priestereinfluß oder irgend eine Dame, mit Kur- ^fürstlichem Machtspruche Recht zu erlangen, sonst war esden Beamten anheim gestellt. Eben ans diesem Minister- ^regiment erklärt sich die Menge von Gesetzen und Man- d«daten, die aus dem Baierlande angeflogen kam. Vielc Adankeswerthe Anordnungen, jedoch auch viele drückende,oft zwecklose polizeilicheKleinlichkeiten, die das Uebel des ^Zuvielregierens sowohl, als die Unbekanntschaft mit demVolke recht an den Tag legten. Bis in's innerste Mark ^des häuslichen und geselligen Lebens drangen diese Verord-mingen, die, ohne Befragen des Volks erlassen, dessenBedürfnissen selten entsprechen. Statt unsre alten schönen ^Volksfeste aus dem Schlamme böser Zeiten zu heben,wurden sie als Unfug unterdrückt. Bis auf die Zahl derGedecke bei Hochzeit und Kindtaufschmaus verirrte sich die