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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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ser. Das Ansehen des mit dem deutschen Volksgeiste un-veräußerlich und aus's innigste verw^bien Köuigsthuinkging bei der langen Reihe des belgischen FürstengeschleG.auf die Landesherren über, unv nach vielhundertjährigenSträuben mußte sich auch die Ritterschaft vor der König-lichen Machtvollkommenheit der Greven, Herzoge und Kursurften beugen. Kräftige Fürsten, die mit der Macht deseigenen Hauses auch das Wohl des Volkes erhoben, hatteidie aufopfernde Liebe aller Stände erworben, und die Ach-tung für die hohen Ahnen ließ sogar der Sprößling!Schwächen übersehen. Ein rührendes Beispiel von An-hänglichkeit an ihr Fürstenhaus gaben unsre Vorelternals Herzog Adolf in frevelvollem Ehrgeize den alten Wter eingekerkert, die Herrschaft des Landes an sich gebrachund durch tolle Kriege Hab und Gut vergeudet haue,bis er im I- 1-437 rathlosvom Jammer ind Bisterb«(Trübniß) -) uiß dem Laut zochte, dat Niemant wißkwo er hinkommen were. Die Ridderschafi ind >stede intdat geineine Lant waren sehr rewigh (traurig), dat ßeren rechten Heren verlaren hedden; doch hofften sie, h«solde weder to Lande kommen, ind sie wurden eindrechtizind overquaimen, dat sie dat Lant alle wieder loifteii^ind hielden dat Lant in Freden ind deden eren Hemwieder foichen; ind hy wardt in einein Kloister (Martiizu Cöln) wiederfunden, ind quain wieder zu Lant>fand dat geloist, fryhe ind unverschuldet in guidem Fre-den. Do dankede der Here der Ridderfchaft ind Stedciind dem ganzen Lande gemeinlichen" und es wmdiein Verfassungsvertrag errichtet, daß die Landesherren ibiLand weder versetzen noch verkaufen dürften ohne Be-willigung der drei Stände Ritter, Städte und Bauerschcift,die sich dagegen zu einer Geldbede bereit erklärten. DieRitterschaft aber und ihreBrodlinge (Hausgesinde) solltllnichts dazu geben u. s. w. Selbst'bei dem raschen Wechselder Herrscherhäuser, und in dein unheilvollen Kampfe

*) Worte des Nitterrechts, abgedruckt in Lacomblet'öBd. I, S. 82.

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