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rächen suchten, und daher auch die Abneigung vor demSoldatenstande, die sich hierzulande, zumal bei alten Leuten«och nicht ganz verloren hat. —
Am 10. Juni !757 rückte die erste Heeresabtheilungder Bergischen Söldlinge, aus 6 Bat. Fußvolk und eini-gen Geschützen bestehend, aus Düsseldorf über Mettmanngegen Arcnsberg hinaus. Am 22. Juni folgim die 4übrigen Bataillone, die Dragoner und GeschHe mildemHeergepäcke unter dem General von Baden.
Unterdessen hatte seit dem April der Durchzug des franz.Deres begonnen. Während der Monate April und Maiwaren 30 franz. Regimenter aller Waffengattungen durchMülheim gezogen, einige mit mehren Ruhetagen. So z. Bdas Fifcher'sche Freicorps, die Husaren von Berchiny, dieHusarenregimenter Pallerzky und Turpin und die flan-drischen Freiwilligen, welche den Durchzug beschlossen.Obwohl einzelne Orte und Familien durch diese über-müthigen Kriegerschaaren zu Schaden kamen, und beson-ders durch die fortwährenden Spanndienste die Ackerschaftbenachtheiligt wurde, so war jener Durchzug im Allgemei-nen doch vortheilhaft für das Land, indem die Franzosendiesmal ihre Verpflegung pünktlich bezahlten und durchveranstaltete Bälle und Gelage recht viel darauf gehenließen- Da gewannen denn Bürger und Ackerer durchVerbrauch der Waaren, Getreide und andrer Bedürfnisse,welche in die zu Mittheiln, Solingen und Mettmann an-gelegten Vorrathshäuser gegen gute Preise aus dem ganzenLande zusammengetragen wurden. Die Franzosen wind-beuteltcn weidlich mit ihrem Reichthum, und Offiziere undGemeinen warfen mit Kronthaler um sich, als sei es eitelSpreu gewesen. Dabei thaten die franz. Krieger gewaltiggroß mit ihrer unbezwinglichen Tapferkeit. Sie vermaßensich, das Preußenland so klein zu machen, daß es nichteinmal eine Ziege ernähren könne u. drgl. Doch sah dasHeer eben nicht sehr kriegerisch aus, und es schien eherzum Vergnügen, als zur ernsten Männertbat die Lande zudurchziehe«» Alle Ruhetage waren mit Bällen mck Lu,si?