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7, Herzog von Malborough, der das verbündete Heer zurBelagerung von Bonn heranführte. Am 15. Mai ergabsich diese Stadt, und unser Land wurde darauf in diesem^ Kriege nicht mehr Hon den Franzosen heimgesucht. Mal-'e„ boroiigh nahm sogar den Grafen Tallard, der so vandalen-h. mäßig in hiesiger Gegend gehauset, sammt seinem Heer«^ Haufen von 15,000 Franzosen gefangen. — Auch im I-^ 1704 und noch zu Anfang des Jahres 1705 wurden dieBergischen Einsassen zur Bewachung des Nheinübergangs^ aufgeboten, und Durchzüge und Einlagerungen deutscher^ Kriegsvölker währten fort, bis die Friedensschlüsse vonr Utrecht und Nastadt dem Lande Erholung verbürgten,^worauf unser Kurfürst Johann Wilhelm statt Schanzenund Wallgraben die prachtvollen Schlösser zu Düsseldorf... und Bensberg zu bauen und auszuschmücken begann mit^ Kunstschätzen, und sich bemühete, die Spuren der Kriegs-Verödung zu tilgen und dem gesunkenen Wohlstande auf-5, zuhelfeu. Schon aus dem erwähnten Briefe des Kurfür-^ sten von Köln geht hervor, daß sich der Wohlstand der^ Mülheimer Bürger seit dem 30jährigen Kriege wiederumbedeutend erhoben hatte. Viele Schulden waren schongetilgt, als der Einfall der Franzosen den Aufschwung für^ lange Zeit hemmte und neue Anleihen zur Abtragung der„ BrandHatznng nothwendig machte. Am 24. Oetbr. 1705^ kam König Karl von Spanien von Düsseldorf nachMül-heim, wo er mit dem Herzog von Malborough und meh-ren Fürsten von dem Kurfürsten Johann Wilhelm be--^ wirthet wurde. Der Rath und die Bürger von Köln' holten die Fürsten in feierlichem Zuge vor Mülhei'm nach^ der Reichsstadt ab. Am 6. August 1706 hatte Mülheimn einen Besuch anderer Art. Eine franz. Freibeuterfchaar. unter dem berüchtigten Lacroir landete Nachts vor der in' tiefster Friedensruhe schlummernden Stadt, sprengte das^ Thor, erbrach die Wohnungen, beraubte, mißhandelte diee Einwohner, schleppte mit einigen Tausend Thalern Baar-^ schaft viel Raubes und mehre Bürger als Geißel we<z,. und verließ frühmorgens den Ort an vierzehn Stellen ,a^ Flammen. Doch in folgender friedlicher Zeit waren die