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derte die Fran;osen nicht, auch die Kathol. Kirchen undEinwolmer zu plündern und durch sinnreiche Mißhandlun-gen verborgene Habe zu erprej>en. Da floh wer zu flie-hen vermochte; die Dörfer und Weiler standen verlassenund die Einwohner kauerte» in den Bergwaldungen. Ausden Tausregistern geht hervor, daß die Landlenie au deruntern Wu'pper vom ?>. bis 24. Oktbr. im Walde Groß-grünscheidt gehanset, wo auch mebre Kinder getauft wur-den. Die Leichen wurden Nachts ohne Sang nnd Segenanf den Friedhof gebracht, in einigen Kirchen wurde derGottesdienst um Mitternacht gefeiert. Doch nicht seltenrächten die Landleute auch die Mißhandlungen nnd streck-ten viele der Verfolger nieder. Das Andenken dieserDrangzeit lebt bei den Landlenten noch fort unter demNamen der ersten Franzens agd oder der franz.Kriegsjagd, wobei das Landvolk die Hatz trng.
Auch im I. 1673 durchstreiften die Franzosen vonDeuz und Kaiserswerth aus das Bergische, weshalb derLandesherr Philipp Wilhelm zu Anfang Oktober die Lehen-lente znr Musterung aufbot, die Adeligen jedoch den Hee-resdienst mit Geld ablösen ließ, indem der Ritter 45>Rthlr. für jedes Roß erlegte. Die aufgeboteuen Gemei-nen verwandte Philipp Wilhelm zur Schleifung der Fe-stung Siegburg, die den Franzosen zum Schlupfwinkelbequem lag, und während der Kaiferl. Feldherr Moine-eueuli den Erzbischos von Köln bedrängte und am 12.Povbr. Bonn einnahm, sänberte der K. General Sporkdas Bergische von den Franzosen, eroberte am 3, Novbr-Deuz und schlng eine franz. Heerschaar bei Neuß in dieFlucht. Drauf nahmen die Kaiserlichen in Berg ihreWinterlagernng, und schützende Kriegerschaaren zehrtendas ans franz. Plünderung Erübrigte.' Nach Deuz, woOberst Graf Mansfeld, und nach Siegburg, wo GeneralLeslie befehligte, mußten täglich Verpflegungsgegenständegeliefert werden, was jedem bergischen Amte monatlich1 WO Rthlr. kostete. Dazu traten die fortwährenden Hand-und Spanndienste am Festungsbau zu Düsseldorf und Lie-ferungen von Schanzholz. Groß war der Geldmangel.