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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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phälischen KreiseS sammelten sich hier zur Beschirmung derStadt Köln, die dem deutschen Vaterlande trotz der Ver-rätberei ihres Kurfürsten treu geblieben war. An? 4.Febr. 1672 hielten die Kreisabgeordneten zuMülheim amNbein eine Heerschau über die Kriegsmanucn von Mün-ster, Jülich-Bcrg, Brandenburg-Kleve, Köln, Lüllich,Paderborn nnd Osnabrück, die am nämlichen Tage unteribrem Obersten von Walpot-Königsfeld als Besatzung indie Stadt Köln einzogem Es belästigten das Land dieAnwerbung von Kriegern, die Befestigung von Düssel- 'dorf, die Hebung der Kriegsstenern und die Lieferungenvon Schainpfäblen und anderem Heeresbedarf. Die da-mals bei Buchheim und Flittard stehenden stattlichen Wal-dungen wurden zu Schanzbolz niedergehauen. Währenddessen räumte der Erzbifchof den Franzosen seine Festun- !gen ein, und Anfangs Juni überzog der Marschall Tu-renne das Erzstift mit Heeresmacht. Anch Deuz wurde?on den Franzosen eingenommen, und General Moutalund Prinz <'<»><!<'! bezogen im Mai mit 48V9l'> Mannein Lager bei KaiserSwerth, wohin auch der Erzbifchof mitseinen Söldlingen gezogen war. Bon diesem Lager undvon Deuz aus durchstreiften die Franzosen das Land.Wohin sie kamen verübten sie die größten Grenelthatenmit Plünderung, Mord und Brandschatzung an friedlichenLandleuten- Schon im Juli sandte Philipp Wilhelm denKanzleidirektor Straetmann von Düsseldorf nach Paris,um dem Könige über die Verheerung des Landes nnddie Grausamkeit seiner Krieger bittweise Vorstellungen zumachen, jedoch ohne Erfolgs Besonders im Monaie Os-tober, alö ein Theil des franz. Heeres aus Holland zurückdurchs Bergische zog, steigerte sich das Elend der Eilige- 'bornen. Die Naubborden des Bischofs von Münster fielenzugleich durchs Märkische ins Land und gaben ihren Lehr-meistern, den Franzosen in Ausschweifungen und Grau-samkeit wenig nach.

Besonders die protestantischen Ortschaften wurden aufsäußerste mißhandelt und viele Archive, die den WährigenKrieg überdauert hatten, zerstört. Der Glaubeuseifcr hin-